14. März
Rating:4

Ich gestehe, dass ich eigentlich nicht so häufig einen Lyrikband lese. Aber dieser Band mit, von Daniel Kehlmann zusammen gestellten, Gedichten und Prosatexten Mascha Kalekos hat mich wirklich begeistert. Ihre Gedichte schaffen das große Kunststück, gleichzeitig auf hohem, sprachlichen Niveau als aber auch zugänglich und greifbar zu sein. Durchweg klug, manchmal tieftraurig und ergreifend, dann wieder von schelmisch bis urkomisch und von unschuldig bis nahezu weise: diese Gedichte, die größtenteils zwischen 1930 und 1975 erschienen sind, decken im Grunde ein ganzes Leben ab. Sie haben ihre eigene Melodie, ihre eigene Magie (und sind für mich auch deutlich stärker als die Prosatexte, die eher Einschübe zwischen den Gedichten sind). Einige Gedichte habe ich zuhause vorgelesen, so beeindruckend fand ich sie. Ich hatte mir für mein Leseahr 2026 vorgenommen, mehr von meinem üblichen Lesemuster abzuweichen. Das habe ich hiermit getan - und wie hat es sich gelohnt!!

Ich tat die Augen auf und sah das Helle
Ich tat die Augen auf und sah das Helleby Mascha Kalékodtv Verlagsgesellschaft