Friederika, genannt Frie, und Robert lernen sich Ende der 1980er Jahre in Flensburg kennen, als Robert neu an Fries Schule kommt. Sie werden gute Freunde und möchten eigentlich mehr voneinander, aber keiner gibt es dem anderen gegenüber zu. Nach dem Abitur trennen sich ihre Wege vorerst, Frie geht als Au-Pair nach Australien und studiert dann Jura in Hamburg, während Robert seinen Zivildienst in Hamburg leistet und dann Gitarre in Dresden studiert. Anfang der 2000er Jahre finden sie wieder zusammen und werden sogar kurz ein Paar, aber die Beziehung endet auch aufgrund der unterschiedlichen Lebensumstände: Frie ist mittlerweile alleinerziehende Mutter einen kleinen Tochter und nach Flensburg zurückgekehrt, Robert lebt weiterhin in Dresden und hält sich mehr schlecht als recht als Musiker über Wasser. Als Frie und Robert 2022 Abiturtreffen haben, treffen sie wieder aufeinander... Nachdem ich vor "Man sieht sich" eine paar inhaltlich und/oder formell eher schwierigere Bücher gelesen hatte, war mir nach etwas fluffigerer Lektüre - und ich muss sagen, dass mir dieses Buch sehr gut gefallen hat. Es ist keine hochanspruchsvolle Literatur und will es auch nicht sein, aber es erzählt die sich über Jahrzehnte ziehende Liebesgeschichte von Frie und Robert unterhaltsam, mit vielen zeit- und lokalkoloristischen Referenzen und dabei gefühlvoll, ohne allzu schmalzig zu sein. Darauf 4,5 guilty pleasure-Sterne 😀
Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist leicht und angenehm zu lesen und gleichzeitig sehr nahbar. Besonders schön fand ich die Parallelen zu meinem eigenen Leben und die Beschreibungen, die mich an meine letzte Reise nach Südtirol erinnert hat. Dadurch hatte das Buch für mich eine ganz persönliche Note. Insgesamt ein warmherziger Roman, den ich gerne gelesen habe.
Was lange währt wird endlich gut… Leider zu langatmig für mich. Zu viel Drumherum. Das Happy End hat es dann mit noch einem Stern mehr geschafft auf drei zu kommen.
Eine Zeitreise der besonderen Art. Wir begleiten Frei und Robert von Kinderbeinen an und erfahren wie sie erwachsen werden. Wie sie lieben, wie sie sich aus den Augen verlieren und sich doch immer wieder finden. Ich habe das Buch gerne lesen. Ich mochte die Dynamik zwischen den Beiden und habe sie so gern begleitet. Zwischendurch war es mir etwas zu zäh, aber dennoch bin ich froh es gelesen zu haben. Manchmal wollte ich den Beiden wirklich mal helfen und ein paar Mal hat es mich traurig gemacht.
sooo schön
Es ist eine schöne Geschichte über Freundschaft, Liebe, Leben, alt werden. Es ist ein ruhiges Buch mit viel Gefühl. Toll geschrieben. Ich fand es überhaupt nicht langweilig. Ich war direkt in der Geschichte drin und wollte nicht aufhören zu lesen.
Wow - super - so ist das Leben Das Buch hat mich sehr angesprochen. Es ist aber eindeutig ein Buch für Menschen mit Lebenserfahrung - mind. 50 +
„Man sieht sich“ , der Titel ist Programm in der Geschichte von Frie und Robert, die jahrelange Freundschaft und Liebe verbindet. Wird es am Ende mit den beiden endlich klappen? Eine lebensnahe Erzählung über Freundschaft, Liebe und verpasste Momente. Ein leichtes, unterhaltsames Buch, dass viel Spaß macht.
Tolles Buch und sehr fesselnder Schreibstil
Schönes, ruhiges Buch für dunkle Winterabende
Anna sich ist es ein wirklich schönes Buch, leicht zu lesen in schnörkelloser Sprache. Selbst ein Kind der 80er/90er war es auch ein eintauchen in Erinnerungen, vor allem die Playlist ( die perfekt ist, um sie nebenbei zu hören) ist toll. Am Ende fand ich es hier und da etwas langlebigen, aber trotzdem eine klare Empfehlung von mir.
Was für ein tolles Buch hat mich total begeistert🥰📚👍🏻👍🏻
Mich hat das Buch leider nicht begeistert. Wir begleiten die Charsktere über längere Zeiträume. Es gibt viel hin und her. Für mich hatte die Geschichte langatmige Stellen und das mag ich nicht.
Ich mag den Schreibstil der Autorin. Sie schreibt cool und lässig, hat gute Ideen und schafft es die Geschichte aus Sicht beider Hauptprotagonisten gut zu beleuchten. Ich fand es gab ein paar Längen und man denkt ein paar Mal wie lange geht das Hin und Her noch bis sie sich kriegen (oder nicht 😉).. Ich kann mich gut mit der Zeit identifizieren, bin so alt wie die Hauptfigur Frie und es kamen ein paar Erinnerungen hoch. Schön! Ich kann mir vorstellen noch mehr von der Autorin zu lesen.
"Man sieht sich" wird zu "Es zieht sich" ☹️
Es war eher eine Lebensgeschichte zweier mittelmäßig interessanter Personen anstelle einer Liebesgeschichte. Das ganze erste Drittel war eine - für meinen Geschmack - zähe Coming-of-age Geschichte, in der viel beschrieben und erzählt wurde, aber die eigentliche Verbindung zwischen Frie und Robert immer nur so ein bisschen im Hintergrund plätscherte. Wahrscheinlich fiel es mir deshalb im Laufe des Buches zunehmend schwer zu verstehen, was sie eigentlich aneinander haben, weil ich die Geschehnisse zu keinem Punkt wirklich zusammenschweißend, romantisch oder dramatisch fand. Besser gefallen hat mir das Buch ungefähr ab der Hälfte/dem letzten Drittel, als die beiden älter wurden und größere Veränderungen in ihr Leben eintraten. Nichtsdestotrotz war das Buch auch in diesem Bereich mit - für meinen Geschmack - sehr vielen banalen Dialogen und Beschreibungen gefüllt. Die Verbindung zwischen den beiden hat es leider auch dann nie geschafft, mich in irgendeiner Form mitzureißen oder mithoffen zu lassen. Robert hat mir als Charakter mit seinen Fähigkeiten und Interessen ganz gut gefallen, bei Frie hingegen hat mir irgendwie "Persönlichkeit" gefehlt. Sie wird als schlagfertig und selbstbewusst beschrieben, aber mir fehlten in Anbetracht der Länge des Buches einfach Persönlichkeitsmerkmale (Hobbies, Interessen, Leidenschaften), die sie auszeichnen und die mich an die Figur binden. Seltsam fand ich zum Beispiel, dass sie beschließt Jura zu studieren, nur weil ihre Gastmutter in Australien eine schick gekleidete Anwältin ist und dann schafft sie - scheinbar ohne jegliches Interesse an juristischen Themen - all die Jahre dieses schwierigen Studiums mit links. Schade fand ich auch, dass der Prolog nicht direkt an das Jahrzehnt im letzten Drittel des Buches anknüpft, gerne hätte ich mehr über das auf dem Buchrücken angekündigte Klassentreffen erfahren. Alles in allem ein nettes Buch, für mich aber leider viel zu langatmig. Die Ereignisdichte ist nicht allzu hoch und mich konnte die Verbindung zwischen den beiden leider nicht so berühren wie erhofft. 3/5 ⭐️
3,5 ☆ Die Kindheit und Jugend der beiden hat mir viele Augenroller beschert. Erst die Mutterschaft hat mein Interesse geweckt und das letzte Viertel gefiel mir dann tatsächlich sehr gut. Und natürlich hätte die Geschichte ohne das ganze Vorgeplänkel wahrscheinlich nicht so gut funktioniert.
Ich möchte vorausschicken: ich mag "One Day" von Davide Nicholas sehr! Vielleicht hatte ich etwas ähnliches erwartet... Leider wurden die Erwartungen nach dem Lesen des Klappentextes hier alles andere als erfüllt. Man wird weder mit den Protagonisten richtig warm, die bisweilen sehr unsympathisch wirken und deren Beweggründe oft wenig nachvollziehbar sind, noch spürt man eine besondere Komplizenschaft oder Vertrautheit zwischen den beiden, geschweige denn tiefere Gefühle - so dass man auch nicht unbedingt das Happy End herbeiwünscht wie bei anderen, ähnlichen Geschichten. Vielmehr nervt das Hin und Her letztlich derart, dass man beinahe die Trennung herbeisehnt, um endlich Ruhe zu haben. Der Erzählstil ist etwas langatmig ( ich habe länger gebraucht als üblich). Die Sprache wechselt von neutralem Erzählton zu infantilen Äusserungen, die häufig ein nicht korektes Deutsch wiedergeben, vor allem in den Dialogen. Höhepunkte waren z.B. "Kann ich noch ein Eis?" und weitere Perlen dieser Art. Wenn damit eventuell die Jugendsprache wiedergegeben werden wollte, so hätte man mindestens bei den über 50 Jährigen eine Veränderung/ Entwicklung erwarten dürfen. Die erfolgt aber weder sprachlich noch in der persönlichen Entfaltung beider Protagonisten. Nur am Rand sei noch erwähnt, dass die für die Geschichte völlig unbedeutenden Erwähnungen von clichés über Ost und West , die mehrmals wiederholt werden, vollkommen überflüssig sind, und daher schlichtweg nerven. Schade um eine nicht neue, aber gute Idee für eine Geschichte. , Die müsste aber von den beiden Protagonisten getragen werden, wofür es einfach an Tiefgang fehlt.
„Man sieht sich“ ist eine warmherzige, realistische Liebes- und Lebensgeschichte über zwei Menschen, die sich nie ganz verlieren. Ruhig erzählt, mit Humor und echten Gefühlen. Berührend, ohne Kitsch.
Ich hab es richtig geliebt! Einfach sehr gut geschrieben – ruhig, ehrlich und angenehm zu lesen. Man begleitet die Figuren von der Schulzeit bis ins Alter, und ihre Wege kreuzen sich immer wieder. Mir hat die ganze Story einfach total gefallen – rundum ein wirklich schönes Buch! Große Empfehlung ☺️
Hörbuch. Eine Zeitreise-Liebesgeschichte auf ungewohnt unkitschige Art.
Das Hörbuch hat mir richtig gut gefallen. 2 Freunde, die sich über ihr ganzes Leben immer wieder begegnen, sich nie vollständig aus den Augen verlieren und sich nie richtig loslassen können. Es geht um eine ganz besondere Freundschaft, eine besondere Liebe, verpasste Chancen und, wie das Leben spielen kann.
Nettes Buch. Aber ein Liebes Roman war es nicht für mich. Die Protagonisten fand ich nicht sympathisch. Verpasste Chancen ja, aber man hätte es auch romantischer schreiben können als sie sich trafen. Auf einmal waren sie zum Schluss zusammen und dann war schluss.
Das Thema wurde schon oft erzählt und deshalb kam für mich auch wenig Spannung auf. Die Lebenswege der beiden Hauptprotagonisten mitzuverfolgen hat mir schon gefallen und der Schreibstil war schon angenehm aber alles in allem recht langatmig.
Teenieliebe - Wiedersehen - Ende in der Gegenwart. „Man sieht sich“ Mit der Zeit berührt – doch nicht bewegt
In „Man sieht sich“ erzählt die Autorin Julia Karnick von der Freundschaft von Robert und Frie in drei Zeitsprüngen – 1988, 2002 und 2022. Zwei Menschen, die sich früh begegnen, aber nie ganz zur gleichen Zeit am gleichen Punkt im Leben stehen. Es beginnt mit einer Teenagerliebe, die nie richtig Fahrt aufnimmt, geht weiter mit einem zufälligen Wiedersehen in den Dreißigern und endet in der Gegenwart – beide gezeichnet vom Leben, aber nicht gebrochen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte und die Freundschaft zwischen Frie und Robert hineinzufinden. Vielleicht lag es am Schreibstil oder daran, dass ihre erste Begegnung Ende der 80er spielt – also nicht in meiner Generation. Mit der Zeit fand ich jedoch immer besser in die Handlung hinein. Die Autorin schafft es wirklich gut, die Gedanken und Gefühle beider Figuren so darzustellen, dass man sich in beide Perspektiven gut hineinversetzen kann. Besonders gelungen fand ich, wie nahbar die Charaktere über die Jahrzehnte bleiben und wie ihre Entwicklung nachvollziehbar erzählt wird. Das hat mir letztlich auch Spaß beim Lesen gemacht. Trotzdem muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht nachhaltig beeindruckt hat. Geschichten über verpasste Chancen, alte Teenielieben und spätere Wiedersehen gibt es viele – „Man sieht sich“ reiht sich für mich eher solide als herausragend ein. Insgesamt eine schöne, einfühlsame Geschichte – was fürs Herz, aber ohne großen Aha-Effekt. Deshalb gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen.
Die Geschichte hat mich schon gefesselt…bisschen zu lang und viele unnötige Details aber wollte ich trotzdem rausfinden wie es weitergeht. Klar was wir gelernt haben aus diese Buch: Kommunikation hilft immer und ja man sollte seinen Zeit nicht verschenken und in hier und jetzt leben und die Chancen die jetzt da sind ausnutzen. Man weiß nicht ob 2te Chance noch besteht.

Leiser Roman über Chancen und Verpasstes. Eine Lektüre, die Spuren hinterlässt und Narben schmerzen lässt. Puh!
4,5 Sterne ⭐️
Irgendwie hat mich die Geschichte nicht berührt. Ich habe keine Verbindung zu Frie oder Robert gefunden. Schade eigentlich.
So ein toller Roman. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Ein Reise zurück in die eigene Jugend, es war alles so bekannt und auch der Weg heraus, sehr gut nachvollziehbar. Ich liebe es, für mich ein Jahreshighlight.
Es klang so viel versprechend...
... aber ich fand es einfach nur sehr laaaaaaangatmig und langweilig. Ich hab es nicht wirklich geschafft in die Story rein zu kommen und mit der jungen Frida hatte ich so meine Probleme. Nach knapp 5 Stunden habe ich daher dieses Hörbuch abgebrochen.
Eine Liebe die überdauert…
Dieses Buch beschreibt so schön, wie unpassend die Liebe manchmal ins Leben passt. Und trotzdem kann sie ein Leben lang anhalten. Die beiden Leben von Frie und Robert scheinen einfach nie zusammenzupassen und doch finden sie ganz am Ende noch zueinander. Mit Kompromissen und ganz viel Liebe im Herzen. Leseempfehlung für Menschen, die sich auch fragen, wann das „Glück“ endlich vor der Tür steht. Und die Erkenntnis, dass es auch ein halbes Leben dauern kann.
"Man sieht sich" ist ein richtig schöner Roman, der sich viel Zeit nimmt zwei Lebensgeschichten mit allen Höhen und Tiefen zu erzählen. Wir begleiten die beiden Protagonisten Frie und Robert insgesamt über 30 Jahre auf ihren Lebenswegen, die sich immer mal wieder kreuzen, aber dann auch wieder trennen. Besonders gut gefallen hat mir, dass das Lebensgefühl und der Alltag in den jeweiligen Zeiten sehr gut eingefangen und wiedergegeben wurde. Ich habe mich auf jeden Fall in dieser L(i)ebensgeschichte wunderbar verlieren können und empfehle es besonders denjenigen, die in den 1970er und 1980er Jahren geboren worden sind - man findet so viel wieder, was man damals selbst erlebt hat.
Leseempfehlung
Eine schöne Geschichte über eine Liebe, die immer auf den perfekten Zeitpunkt wartet. Über das Erwachsen werden, sich veränderten Lebensentwürfen stellen, eine Liebeserklärung an das Mutter sein mit durchaus kritischem Beigeschmack in Punkto Mutterschaft und sich selbst verwirklichen schliesst sich aus. Insofern keine kitschig daher kommende plätschernde Geschichte, sondern eine Geschichte mitten aus dem Leben gegriffen. Wer also leichtere Kost mit Gesellschaftskritik sucht wird sich hier gut unterhalten fühlen.
Wunderschöner Liebesroman ohne jeden Kitsch. Vielleicht einen Tick zu lang. Wer "Zwei an einem Tag" gemocht hat ist hier richtig.

Ein Buch über das Jungsein, erwachsen werden und älter sein.
„Man sieht sich“ erzählt die Geschichte von Frie und Robert, zwei Menschen, deren Leben sich immer wieder kreuzt – und doch wollen sie nie so recht dauerhaft zueinanderfinden. Die Autorin schildert auf ruhige, feinfühlige Weise, wie sich Beziehungen entwickeln, verschieben und manchmal einfach nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Der Schreibstil von Julia Karnick ist angenehm und unaufgeregt – ich bin schnell hineingekommen und wollte wissen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Anfänglich hatte ich Bedenken, ob das Buch mit seinen vielen Seiten nicht zu langatmig sein könnte, aber diese Sorge war unbegründet. Die Handlung braucht Raum, um sich zu entfalten, und genau diesen bekommt sie. Ich konnte mich gut in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten hineinversetzen, besonders in die leisen Zwischentöne und Unsicherheiten, die das Leben manchmal mit sich bringt. Es ist ein Buch, das nicht laut sein will, sondern durch seine leise, ehrliche Art berührt. Kein Muss, aber ein schönes Kann – ein Roman, den man gerne gelesen haben darf.
Eine wundervolle Geschichte über eine Liebe, die manchmal zur falschen Zeit kommt. Sehr lesenswert.
Eine Liebesgeschichte, die ich vermutlich zum falschen Zeitpunkt gelesen habe. Ich war leider nicht wirklich in Stimmung für eine Liebesgeschichte und habe sie deshalb nicht wirklich fühlen und genießen können. Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch, doch leider empfand ich die Geschichte als eher zäh und langgezogen. Irgendwann werde ich die Geschichte nochmal lesen, in der Hoffnung, denn den richtigen Augenblick dafür zu haben.
Wow...ein tolles Buch! Auch, wenn nicht wirklich viel geschieht, hat mir die Atmosphäre unwahrscheinlich gut gefallen und ich hatte das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Die Protagonisten waren so liebenswert mit all ihren Ecken und Kanten. Alles war einfach so stimmig. Definitiv ein Lesehighlight.
"Gut, dass wir kein Paar sind, dann müssen wir uns nie trennen, sondern können für immer Freunde bleiben." (S. 74) Es ist eine Reise, wie wir sie wohl alle ein bisschen kennen, auf die uns Julia Karnick mitnimmt. Wir erleben rund 35 Jahre, in denen ihre Protagonisten, Robert und Frie, gemeinsam erwachsen werden und an Höhen und Tiefen reifen. Ihre Wege treffen sich, als die beiden sechzehn sind. Viele Jahre verlaufen sie mal parallel zueinander, mal synchron, aber auch voneinander weg. Sie suchen ihren Platz im Leben und immer schweben sie dabei irgendwo zwischen Freundschaft und Liebe. Denn sobald Robert und Frie es als Paar miteinander versuchen, fürchten sie, den Freund zu verlieren, der ihnen so wertvoll ist. Sie machen die Erfahrung, wie viel komplizierter große Gefühle alles machen, dass diese Gefühle ihnen in manchen Lebensphasen im Weg stehen. Selbst eine zwanzig Jahre dauernde Funkstille kann nichts daran ändern, dass sie sich einander so nahe fühlen, wie keinem anderen. Bis sie erkennen: "Es ist nie zu spät für die Liebe. Aber manchmal zu früh." "Man sieht sich" ist ein Roman, in dem ich mich wunderbar verlieren konnte. Liebevoll haucht die Autorin ihren Figuren Leben und Charakter ein, so dass ich mich Frie und Robert sehr nahe fühlte. Sie beschreibt eine Seelenverwandtschaft, das Gefühl, sich einander ein Zuhause zu sein und wie machtlos wir sind, wenn das Herz lauter ruft als der Kopf. Der Großteil des Romans spielt in den Neunzigern und passend dazu gibt es eine tolle Playlist, die bei mir für einige schöne 90s Flashbacks sorgte. Wer Lust hat auf eine Liebesgeschichte mit Coming-of-age bis ins Ü50 Alter, ist hier genau richtig.

Gutes Buch für Spätsommergefühle
Leicht zu lesen, auch in die Rückblenden kommt man schnell rein, im Mittelteil etwas langatmig, aber ich habe jede Sekunde mit diesem Buch genossen. Die authentischen Charaktere machen es einem leicht mitzufühlen, ihr Verhalten sorgt zwar manchmal für Unverständnis, wirkt aber nie konstruiert. Wenn es Parallelen zum eigenen Leben gibt, reißt es einem stellenweise das Herz raus, aber auch das lohnt sich.
Wie schön: Ich habe die fast 500 Seiten an zwei Tagen verschlungen. Ich bin wahrlich kein leidenschaftlicher Leser von Liebesgeschichten. Der Autorin ist jedoch eine wunderbar romantische, aber nie kitschige Erzählung gelungen, die mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Ein typisches Zitat: "Verliebtsein hieß doch nicht, mit jemandem ins Bett zu wollen. Es hieß, sich danach zu sehnen, am nächsten Morgen mit ihm bei Penny fürs Wochenende einzukaufen."
Tolles Buch über das Erwachsen werden, das Leben und die Liebe
Zwei Leben, zwei Freunde, eine überdauernde Liebe? Ein wunderschöner Roman, wie ihn das Leben schreibt.
Eine schöne Liebesgeschichte für Erwachsene, die eigentlich keine Liebesgeschichten lesen
So jemand wie ich. Ich lese niemals Liebesgeschichten, weil sie mir zu kitschig,zu vorhersehbar, zu unrealistisch und zu unreif sind. Diese Geschichte ist ganz anders, weil wir hier zwei Menschen beim erwachsen werden begleiten. Am Anfang des Buches sind beide Protagonisten noch jugendlich und besuchen das selbe Gymnasium. Am Ende sind sie 50 Jahre alt. Dieses Buch zeigt auch wunderbar, wie sich Liebe und Beziehung mit dem älter werden verändert. Das es wichtig bleibt, aber nicht mehr das einzig Wichtige ist. Ich mochte auch beide Protagonisten sehr gern und ihre Entwicklung über die Jahre hat mir richtig gut gefallen. Ich konnte mich da sehr wiederfinden. Bonuspunkt für mich ist natürlich das Lokalkolorit. Ich bin zwar nicht in Flensburg aufgewachsen, aber zur selben Zeit wie Frie und Robert dort zur Schule gegangen und arbeite auch jetzt wieder in der Stadt. Und das man nicht ins Roxy gehen kann, wenn Gothic night ist, daran kann ich mich noch gut erinnern 😆 Kurzweilig und schön, erwachsen und realistisch: ⭐️⭐️⭐️⭐️
„Je älter man wird, desto mehr wird Glück zu etwas, das auch ein bisschen wehtut.“
hab mich am anfang ganz wohl gefühlt im setting und mich auch selbst wiedererkannt! letztendlich aber hab ich nicht verstanden was die beiden aneinander haben und fand die charakterliche entwicklung von robert nur noch unangenehm… trotzdem eines der besseren coming of age romane, die ich gelesen hab :)
Es war einer dieser ereignislosen Tage, die im Hier und Jetzt nur als Bindeglied zwischen künftigen und vergangenen Freuden erscheinen, aber im Nachhinein das Glück selbst sind.
Ach- was für ein schönes Buch/ schöne Geschichte. Frie und Robert und 30 Jahre ihres Lebens. Nicht immer zusammen, nicht immer am gleichen Ort- immer authentisch. Mich hat besonders der Teil gefallen, in welchem beide zusammen an der Schule sind, pubertär verpeilt und stark im schwarz / weiß Modus. Aber hier bin ich auch mal mit dem Abschluss zufrieden. Wie die Jahre so vergehen, wie das eigene Leben, eigene Entscheidungen einem manchmal so sehr einem im Wege stehen….ist nach meiner Meinung, voll ehrlich und authentisch umgesetzt. Besonders gelungen durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven- jeweils aus Fries und Roberts Sicht. Sehr lesenswert!
Und jedes Mal dachte er: Ich hatte mir dich endlich abgewöhnt, mir ging es so gut ohne dich. Wieso lässt du mich nicht einfach in Ruhe? Aber bitte bleib! Er kriegte nie genug von Frie und hatte sie deswegen so satt. Robert zog sich die Posies vom Kopf und setzte sich. Er entschuldigte sich nicht dafür, dass er sie hatte warten lassen, sondern trank ihr Bier, ohne zu fragen, ob das okay sei. Sie sah ihn trotzdem freundlich an. - Zitat, Seite 174 Ganz ehrlich, wer würde nach dem Lesen der oben zitierten Szene dem Paar eine romantische, und vor allem gemeinsame, Zukunft voraussagen? Ja, Julia Karnick schafft es von Anfang an sehr gut, eine Bindung der Leserschaft zu ihren Protagonisten aufzubauen. Im ersten Kapitel treffen Frie und Robert 2022 anlässlich eines Klassentreffen aufeinander und dann werden wir in der Zeit ins Jahr 1988 zurück katapultiert und treffen auf die noch sehr unsicheren Teenager, die erste Erfahrungen in Sachen Liebe machen möchten und beide zu Hause aus unterschiedlichen Gründen unglücklich sind. Bei Frie ist es der jähzornige und unberechenbare Vater, bei Robert das Zusamnenleben mit der chronisch kranken Mutter, welches zunehmend für Spannungen sorgt. Auch in den Gefühlen zueinander finden Frie und Robert keine richtige Balance und ihre Freundschaft erlebt ebenfalls mehr Tiefen als Höhen. Wird es wider Erwarten doch noch zu einem Gleichklang der Herzen kommen? In der hinteren Klappe ist eine Tracklist zu finden, welche die passende Stimmung zur Coming-of-Age Geschichte in den 1990er Jahren transportiert (allen voran natürlich "I want to break free" von Queen) und es ist spannend zu lesen, wie die Protagonisten mit verschiedenen Gefühlslagen und Herausforderungen des Alltags umgehen. Die Protagonisten sind ambivalent und sehr lebensnah gestaltet und es ist interessant zu beobachten, wie sie bestimmte Muster aus der Kindheit mit ins Erwachsenenleben nehmen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Diese dreidimensionale Gestaltung der Figuren hat die Autorin wirklich gut hinbekommen, wobei sie sich darin auf die zwei Protagonisten konzentriert hat - die anderen Beteiligten sind tatsächlich nur oberflächlich gestaltet und klar als Nebenfiguren gekennzeichnet. Aber da es sich nicht um eine Coming-of-Age Geschichte handelt, sondern um eine Liebesgeschichte, muss diese am Ende der Lektüre überzeugen und hier kommt die Entscheidung am Ende doch überraschend, aber leider nicht im positiven Sinne. Das letzte Kapitel kommt dann auch wie eine letzte schnelle Welle über die Lesenden, die sich vielleicht fragen, warum dieser überhastete Schluss diesen Roman abschließen musste. Andererseits mag dieser Roman auch für einige Leserinnen und Leser die perfekte Liebesgeschichte sein. Und wahrscheinlich ist das Ende auch nicht so realitätsfern, wie in anderen Werken des Genre (aber irgendwie dann doch). FAZIT Über eine weite Strecke hatte ich eine gute Lesezeit mit Frie und Robert. Auch die besondere Beziehung zwischen dem "General", den Robert während des Zivildiensts kennen lernt, und dem Protagonisten fand ich spannend. Leider hat der letzte Teil mir die Lektüre etwas vermiest, daher nur eine eingeschränkte Empfehlung!
Man sieht sich - Liebe und das falsche Timing Frie (Friederika) und Robert sind sich von dem Tag an, an dem sie sich in der Schule begegnen 1988 sympathisch. Sie schließen schnell Freundschaft, eine so enge Freundschaft, dass Frie gar nicht möchte, dass mehr daraus wird, weil eine Liebesbeziehung, sollte sie nicht funktionieren ihre Freundschaft bestimmt zerstören würde. Robert ist trotzdem schwer verliebt in Frie, traut sich aber nicht seine Gefühle offen auszusprechen. Und dann hat Frie auch schon wieder einen festen Freund und das Thema ist damit erst mal vom Tisch. Die verpassten Chancen begleiten die beiden Freunde durch ihre Leben. Das Buch hat mich direkt an „ Zwei an einem Tag“ von David Nicholls erinnert, mit einem deutschen Schauplatz. Es vergehen Jahre, in denen sich Frie und Robert ein bisschen aus den Augen verlieren und jeder seinen ganz eigenen Lebensentwurf lebt. Bei jedem Zusammentreffen denkt man, jetzt finden die beiden endlich zusammen. Doch das Leben ist kompliziert und nie scheint es für eine dauerhafte Liebesgeschichte zu passen. Ich mochte den gefühlvollen, ruhigen Schreibstil der Autorin, der an keiner Stelle kitschig wurde. Sowohl Frie, als auch Robert waren mir sympathisch, gestört hat mich allerdings deren Dauerqualmerei. Die Geschichte ist sicherlich nicht neu, hat mich aber trotzdem gut unterhalten und hatte ein paar interessante Twists. Für mein Empfinden hätte sich die Autorin allerdings auch gerne etwas kürzer fassen dürfen. Ich hatte den Roman als Hörbuch vorliegen. Dieses wurde sehr feinfühlig eingesprochen von Katrin Daliot und hat mir gut gefallen.

















































