1. Mai
Rating:4

Herrlich unaufgeregt

Ich bin langsam ein Fan der japanischen Literatur geworden, daher war ich neugierig auf dieses Buch. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Es gibt wahnsinnig viele Zahlen, beim Lesen sollte man den Umrechnungskurs Yen:Euro immer im Kopf haben und sich an die Übersicht der Charaktere im Anhang orientieren. Ein paar (Übersetzungs?)Fehler haben mich geärgert, teilweise war es eine mutige Grammatik, aber alles in allem habe ich das Buch sehr gemocht. Und der eine oder andere kann sich noch einen Spartipp abholen 😊

3000 Yen fürs Glück
3000 Yen fürs Glückby Hika Haradadtv Verlagsgesellschaft
18. Sept.
Rating:3

Eine etwas holprig wirkende Mischung aus Finanzsachbuch und Roman, die dem Leser aber nicht unbedingt zu neuen Erkenntnissen verhilft. Protagonisten sind gefühlt die meisten auftauchenden Personen in diesem Buch, so man gefühlt ziellos diverse, dennoch interessante, Kurzgeschichten aneinandergereiht dargereicht bekommt. In dieser Geschichte lauscht man des Öfteren Geldgesprächen unter Freunden und auch so tauchen unterschiedlichste Themen aus heiterem Himmel auf, die genauso schnell wieder aus dem Kontext zu verschwinden scheinen. Aber was mich auch wieder in dieser japanischen Lektüre am meisten fasziniert , ist eine ausgiebige Höflichkeit, die immer wieder von grober spontaner Direktheit unterbrochen wird, die mir hier und da die Schuhe auszieht, weil ich damit in den Momenten nie rechne. So recht weiß ich nicht, was ich da gelesen habe und dennoch gab es zahlreiche Momente des Zusammenhalts richtiggehend zu genießen.

3000 Yen fürs Glück
3000 Yen fürs Glückby Hika Haradadtv Verlagsgesellschaft
10. Aug.
Rating:4

Mir hat das Lesen des Buchs viel Spaß gemacht. Besonders der Umgang der Menschen miteinander und die Einblicke in die Alltagsstrukturen fand ich sehr interessant. Und trotz aller Unterschiede im Alltäglichen scheint uns die Sorge um das Auskommen, insbesondere im Alter und bei Frauen, zu einen. Eine klare Leseempfehlung von mir.

3000 Yen fürs Glück
3000 Yen fürs Glückby Hika Haradadtv Verlagsgesellschaft
23. Apr.
Rating:5

Eine Familiengeschichte über das Sparen

Wer kennt sie nicht die Winkekatze, welche wir eindeutig mit Asien und besonders mit Japan verbinden. Diese Katze steht für Glück und Wohlstand. Wie passen gerade dieses Symbol auf das Cover eines Buches zu drucken, welches vom Sparen handelt und noch dazu in Japan spielt. Was man zu recht sagen kann, ist das dieses Cover sofort ins Auge sticht und den Leser magisch anzieht. Schlägt man dann auch das Buch auf und beginnt zu lesen, wird man schnell in eine Familiengeschichte hineingezogen, welche sich um Geld und das Sparen dreht. Es ist eine Geschichte dreier Generationen, die unterschiedliche Epochen Japans erlebt haben und sich natürlich auch in unterschiedlichen Lebensumständen befinden. Da haben wir zum einen die Großmutter, die sich um ihre Pflegekosten sorgt und der restlichen Familie später nicht zur Last fallen möchte. Wir haben die in ihren 50er befindliche Mutter, welche sich ebenso um ihre Altersvorsorge sorgt und in ihrer Ehe feststeckt. Und dann wären da noch die beiden Töchter, eine verheiratet mit Kind und ohne Arbeit mit dem Traum zu reisen und die andere unverheiratet mit Job und dem Traum vom Eigenheim. Alle vier Frauen beginnen sich einen Sparplan zurecht zu legen, um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen und entdecken, dass sie auch voneinander lernen können. Dieses Buch beschreibt liebevoll den Weg des Sparens und zeigt auf, wie unterschiedlich die japanische Kultur zu unseren eigenen ist. Die Sorgen sind jedoch die Gleichen und wohl für Frauen noch stärker als für Männer. Für Japanliebhaber und zukünftige Sparfüchse kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Ich habe es mit viel Freude gelesen und werde auch für mich den ein oder anderen Spartipp mitnehmen.

3000 Yen fürs Glück
3000 Yen fürs Glückby Hika Haradadtv Verlagsgesellschaft
17. Apr.
Rating:4

Wie jemand 3000 Yen (ca. 20 Euro) verwendet, das sei entscheidend für das ganze Leben; zumindest Mihos Großmutter Kotoko zufolge. Von ihr lernt sie den Grundgedanken des Sparens, aber seitdem hat sie nicht allzu sehr auf ihre Finanzen geachtet. Ähnlich geht es ihrer Mutter Tomoko, Mihos Schwester Maho hingegen scheint eine wahre Expertin zu sein. Doch ganz unterschiedliche Ereignisse zwingen die vier Frauen dazu, ihr Verhältnis zum Geld und auch ihren Platz in der Gesellschaft zu überdenken. In „3000 Yen fürs Glück“ erzählt Hika Harada die Geschichte von vier unterschiedlichen Frauen aus drei Generationen. Im Fokus steht immer eine von ihnen, in der dritten Person und der Vergangenheitsform. Nur einmal kommt noch eine andere Person zu Wort, aber dazu später mehr. Übersetzt wurde der Roman gekonnt von Cheyenne Dreißigacker, der es gelingt, den unterschiedlichen Ton der Charaktere einzufangen. Zunächst steht natürlich das Sparen im Mittelpunkt. Jede der Frauen hat ihre eigene Motivation, damit zu beginnen. Rentnerin Tomoko hat Angst, ihre Ersparnisse aufzubrauchen und ihre Kinder irgendwann nicht mehr unterstützen zu können. Ihre Schwiegertochter Tomoko verwaltet zwar die Finanzen der Familie, ist aber ansonsten völlig von ihrem Ehemann abhängig. Miho lebt im Moment über ihre Verhältnisse, während ihre Schwester Maho versucht, mit ihren reichen Freundinnen mitzuhalten. Es geht also neben dem Thema Altersarmut auch um die Stellung der Frau in der japanischen Gesellschaft, ihrer Abhängigkeit vom Gehalt des Ehemanns, dem Umgang mit ihr in der Arbeitswelt und dem immer noch starren Bild von der klassischen Rollenverteilung. In Bezug auf die genannten Themen erscheint es umso unverständlicher, dass die Autorin in einer der Perspektiven auch einen Mann zu Wort kommen lässt. Dieser ist kein Familienmitglied, sondern nur ein flüchtiger Bekannter der Großmutter. Sein Handlungsstrang trägt nichts Neues bei, er verstärkt nur noch bereits bestehende Konflikte und Klischees. Warum dann nicht eine bereits eingeführte männliche Figur zu Wort kommen lassen? Ansonsten ein gelungener Roman über ein wichtiges Thema.

3000 Yen fürs Glück
3000 Yen fürs Glückby Hika Haradadtv Verlagsgesellschaft
13. Apr.
Ganz anders als gedacht, aber trotzdem gut.
Rating:4

Ganz anders als gedacht, aber trotzdem gut.

Das Cover hatte mich sofort, Winkekatzen kann ich nur sehr schwer widerstehen. Klappentext und Leseprobe waren auch sehr interessant. Und das Buch ist auch wirklich sehr interessant. Ich hatte es ein wenig anders erwartet, aber ich war von der Entwicklung positiv überrascht. Erwartet hatte ich eine Geschichte aus Sicht einer Person. Bekommen hab ich pro Kapitel eine neue Person, allerdings alle aus der gleichen Familie (bis auf eine Ausnahme) zudem auch alle weiblich (auch hier eine Ausnahme). Der Fluss der Geschichte geht dabei schön weiter und man bekommt am Rande auch weiterhin von den anderen Personen noch etwas mit, da alle miteinander interagieren. Doch Hauptaugenmerk liegt immer auf einer Person und ihr "Problem" mit Geld. Das geht von der Enkelin die das sparen anfängt bishin zur Oma, die wieder arbeiten geht um ihre Rente aufzubessern. Es liest sich dabei grundsätzlich gut, aber halt etwas anders gewohnt. Die Verhaltensweisen sind für viele bestimmt nicht ganz nachvollziehbar wenn man sich nicht mit der japanischen Kulter etwas auskennt. Aber man kann sich gut drauf einlassen. Z.B. ist es in Japan immer noch üblich, dass die Frau ihren Job aufgibt nachdem sie verheiratet ist. Was natürlich in Sachen Geld einige Schwierigkeiten ergeben kann, wenn man sich z.B. scheiden lässt oder nach dem Tod des Ehepartners die Rente halbiert wird. Mir hat es viel zu denken gegeben, da mich Altersvorsorge und Sparen aktuell selbst viel beschäftige. Auf jeden Fall ein gutes Buch, wenn man sich drauf einlassen kann.

3000 Yen fürs Glück
3000 Yen fürs Glückby Hika Haradadtv Verlagsgesellschaft
10. Apr.
Sparen und Leben
Rating:4.5

Sparen und Leben

Japanische Kultur und ein Weg zu sparen wird mit dem Buch “3000 Yen fürs Glück” von Hika Harada direkt in die Gedanken der europäischen/deutschen LeserInnen gepflanzt. Es wird die Geschichte von vier Frauen aus drei Generationen und ihre jeweiligen Bedürfnisse, Träume und Probleme erzählt. Die aussergewöhnliche und für den europäischen/deutschen Leser etwas unvorhersehbare Sichtweise auf die Dinge und das Sparen im speziellen gibt Einblick in die japanische Kultur. Informativ und abenteuerlich werden verschiedene Sparmöglichkeiten aufgezeigt. Der kontinuierliche Bankenwechsel mit kurzfristigen, gut verzinsten Lockangeboten, Kreditkarten und günstige Mobilfunkanbieter sind nur ein Bruchteil der aufgezählten Möglichkeiten. Langfristige Planung, am besten mit einem Kakeibo /Haushaltsbuch, werden wärmstens empfohlen. Es gibt sogar einen QR-Code für einen kostenlosen Download des Kakeibo. Es handelt sich keineswegs um ein Sachbuch; der Leser wird sehr gut in die Leben der japanischen Frauen einbezogen. Die Protagonistinnen werden sehr authentisch und lebendig beschrieben, das Leben in Japan, die Tradition und auch der finanzielle Hintergrund wird dem Leser unglaublich gut dargelegt und man taucht in die uns fremde Welt und deren Alltag ein. Die Sorgen und Probleme, welche eine Person oder auch eine Familie finanziell bewältigen muss, ist nicht fernab der Situation in Deutschland. Um den kleinen Traum einer Familie, Eigentum und etwas Leben zu erfüllen, heißt es gut zu hauswirtschaften, zu sparen und zu planen. Tipps hierfür kann man aus diesem flüssig geschriebenen Buch gut übernehmen, auch wenn manches nicht direkt in unser europäisches Leben übernommen werden kann. Das Buch liest sich aufgrund der verschiedenen Geschichten locker und leicht, trotz der schweren Thematik des Sparens. Hika Harada hat mit ihrem Familienroman ein unterhaltsames, lehrreiches Buch geschrieben. Das Cover mit der typischen Winkekatze und der kräftigen Farbe mit der weißen Schrift locken den Blick an. Ich kann das wirklich ungewöhnliche, etwas andere Buch sehr empfehlen und gebe gerne 4,5 Sterne.

3000 Yen fürs Glück
3000 Yen fürs Glückby Hika Haradadtv Verlagsgesellschaft