
Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters bricht Tom nach Andalusien auf. Dort führt ihn das Schicksal in den mystischen Ort Nepanthé, wo ihn eine Reihe geheimnisvoller Träume und Begegnungen auf eine innere Reise schicken. Auf dem Weg findet Tom verlorene Kindheitsträume wieder, begegnet der Liebe und lernt, das Glück im Augenblick zu suchen — zugleich muss er sich aber auch düsteren Gedanken stellen. Ich habe das Buch in einer persönlichen Phase gelesen, in der ich Trost suchte — und genau das war meine Hoffnung. Leider wurde diese nicht voll erfüllt. Der Stil ist oft langsam und meditativ; für mich wirkte vieles eher wie bekannte Lebensweisheiten in hübscher Verpackung. Emotional hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht — gerade für Leser*innen, die sich in ähnlichen Situationen befinden und echten Trost brauchen. Trotzdem vergebe ich drei Sterne: Die kurzen Kapitel machen das Lesen leicht, einige Szenen haben mich angesprochen und gut unterhalten und es gibt Momente, die „nachklingen“. Es ist kein schlechtes Buch — nur nicht das kraftvolle Trostbuch, das ich mir (in meiner) Lage erhofft hatte.








