23. Mai
Rating:4

Wie schön es war mal wieder Poesie zu lesen! Mascha Kaléko hatte ein bewegtes Leben, im wahrsten Sinne, und trotzdem oder vielleicht genau deswegen spielen ihre Texte und Verse mit vielen kleinen (Alltags-)Situationen. Ein paar der Texte haben sich sehr intim angefühlt, fast schon so als würden sie einfach ihrem Taschenkalender (den sie auch erwähnt) entspringen und als wären sie somit nicht für fremde Augen gedacht. Einen Stern Abzug gibt’s, weil die Mehrzahl der Texte in der ein oder anderen Form dann doch immer wieder dasselbe Thema behandeln und ein klein wenig monoton werden (was aber irgendwie eine schwierige Kritik ist finde ich). Für meinen Geschmack wäre aber ein bisschen mehr Vielfalt schön gewesen wäre, vor allem wenn man es so wie ich, von Cover- bis Schlussseite liest. Hätte mich jetzt bei vereinzeltem Stöbern und Schmökern nicht so gestört. Für alle die gerne Musik hören beim Lesen – und für meine eigene Erinnerung: Cherry Blossoms und Kuura von Claudio Constantini passen einfach so so gut in die Stimmung des Buchs.

Das lyrische Stenogrammheft
Das lyrische Stenogrammheftby Mascha Kalékodtv Verlagsgesellschaft
1. Mai
Rating:4

Enthalten sind Gedichte und einige kurze Prosatexte. Kalékos Lyrik ist gesellschaftskritisch, aber auch humorvoll ironisch und vor allem sehr alltagsnah. Mit wenigen Worten schafft sie viel Atmosphäre und konnte so starke Emotionen in mir auslösen. Das fand ich tatsächlich immens erstaunlich: zwei Zeilen eines Gedichts und ich hatte Gänsehaut, während ich mit der Prosa gar nichts anfangen konnte.

Das lyrische Stenogrammheft
Das lyrische Stenogrammheftby Mascha Kalékodtv Verlagsgesellschaft