
Drei Frauen, drei Schicksale, ein Hof. Ein tiefgehender, analytischer Spiegel der Frauenrolle.
Lisbeth, Marlies und Joanna – ihre Schicksale sind unmissverständlich miteinander und mit dem Hof verbunden, auf dem sie leben. Auch wenn sie sehr unterschiedlich sind, eint sie doch der Kampf um Identität und Unabhängigkeit. Wir verfolgen sie entlang der Zeit mit Sprüngen zurück in die Vergangenheit. Mit ihnen entwickelt sich auch der Hof, verändert seine Rolle und Bedeutung, bleibt aber ihr gemeinsamer Mittelpunkt. Persönlich fand ich den Roman sehr interessant und die Perspektiven der Frauen einzigartig. Da die Konflikte nie aktiv ausgetragen werden und in der entscheidenden Gegenwart-Zeitschiene Joannas Perspektive fehlt, hat mir trotz der feinfühligen Analyse der Generationen der entscheidende Twist gefehlt. Dass Geheimnisse verschlossen bleiben und unsichtbar im Raum stehen ist interessant, aber für mich wären eine Offenbarung oder eine Annäherung spannend gewesen.























