
Spannend - Faszinierend - aber erschreckende Vision der Manipulationsmöglickeiten durch Notstandsgesetze
Im Washington-Dekret wird in geradezu erschreckender Deutlichkeit klargestellt, wie durch geschicktes Taktieren weniger Politiker Notstandsgesetze in Kraft treten können, die Gewaltenteilung der Legislative - Exekutive und Judikative und damit die 3 fache Absicherung durch demokratische Kontrollmechanismen aufgehoben wird. In bemerkenswerter Deutlichkeit wird dargestellt, an Hand der in den USA möglichen Notstandsgesetzgebung, dass vom Grundsatz her genau dieser beschriebene Fall eintreten kann, weil die "Sollbruchstellen" im US Rechtssystem so vorgesehen sind. Bemerkenswert aber auch die Darstellung der Auswirkungen auf staatlicher Seite und seitens der Bevölkerung. Dieses Buch ist nicht nur eine Lektüre für Leser, die sich in dem juristischen Dschungel der Gesetzgebung auskennen, sondern auch für die, mehr über Fallstricke und Fallgruben des Missbrauchs der juristischen Möglichkeiten und die Reaktionen darauf erfahren möchten. In bemerkenswerter Art und Weise wird das so dargestellt, das ein Jurastudium zum Lesen dieses Buche nicht erforderlich ist. Einmal angefangen ist es sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen und es in Etappen zu lesen - der Stoff ist faszinierend dargestellt und durch die unverhofften Wendungen in zeitgleich laufenden Handlungssträngen mehrerer Personen - sicherlich darauf angelegt, es in einem durchzulesen.













