Eigentlich ist das Londoner „Folly“ das Zentrum der magischen Welt – dort, wo der junge Polizist Peter Grant bei einem über 100 Jahre alten Inspektor lernt, wie man Geister bändigt und übernatürliche Morde aufklärt. Doch Magie macht nicht an der Grenze halt. In diesem Ableger verlassen wir das britische Chaos und schauen dem deutschen Pendant über die Schulter: dem BKA. Der Trip nach Trier ist ein verdammt smarter Schachzug, der zeigt, dass Ermittlungen gegen das Übernatürliche auch zwischen Weinreben und römischen Ruinen funktionieren.
Anstatt sich wie Peter Grant mit einer Mischung aus Neugier und Improvisation durch die Fälle zu stolpern, bekommen wir es hier mit Tobias Winter zu tun. Als Beamter für „Komplexe und Diffuse Angelegenheiten“ behandelt er Magie so präzise und strukturiert wie eine Steuererklärung. Zusammen mit der lokalen Polizistin Vanessa Sommer muss er ein bizarres Rätsel lösen: Ein Toter in den Weinbergen, überzogen mit einem unheimlichen, magischen Pilzgeflecht. Die Dynamik zwischen dem bürokratischen BKA-Mann und der schlagfertigen lokalen Verstärkung zündet sofort.
Es ist erfrischend zu sehen, wie die typisch deutsche Gründlichkeit auf die Launen uralter Flussgeister prallt. Das Worldbuilding ist gewohnt stark, nur eben mit einem ordentlichen Schuss Heimatkunde und Riesling-Aroma statt Londoner Fish and Chips. Allerdings ist der Spaß viel zu schnell vorbei. Mit gerade mal 200 Seiten fühlt sich das Ganze eher wie ein rasanter Sprint an als wie ein epischer Kriminalfall. Für echte Tiefe oder einen Schurken, der einem wirklich im Gedächtnis bleibt, fehlt schlicht die Zeit.
Trotz des etwas hastigen Finales taugt die Story als stylischer Snack für zwischendurch absolut. Wer Bock auf einen kompetenten Ermittler hat, der Geister wie Akten sortiert, sollte zugreifen – auch wenn man am Ende gerne noch ein paar Kapitel mehr vertragen hätte. Von mir 7 von 10 P.
(Ein bereits rezensierter Titel aus meinem Bestand)
Der Kurz-Roman-Ableger von „Die Flüsse von London“ spielt zur Abwechslung mal in unserem wunderschönen Land und bietet eine spannende kurzweilige Geschichte. Tobi Winter führt uns durch die Geschichte und zeigt wie es mit der magischen Welt in Deutschland aussieht.
Die deutschen Begrifflichkeit sind sehr schön gewählt und machen die kurze Lektüre zu einem Vergnügen. Bezüge zur Hauptserie gibt es, für deren Story ist die Geschichte hier aber eher unerheblich.
Auf jeden Fall lesenswert für Freunde der „Die Flüsse von London“ Reihe mit Peter Grant. 🤩
In den magisches London Romanen um Peter Grant und Nightingale werden immer mal wieder das Dritte Reich und die damals bösen deutschen Zauberer erwähnt. Darum hat mich dieses Buch echt gefreut: man trifft auf Tobi Winter, den Zauberlehrling beim BKA. Alles streng geheim, die Briten dürfen nichts davon wissen. Natürlich hat auch Tobi mit übernatürlichen Todesfällen zu tun. Hat mir sehr gut gefallen, ich würde gerne mehr mit ihm lesen.
Mega coole Sidestory zur eigentlich in London spielenden Reihe um Peter Grant. Ich hatte absolut kein Problem ab und an was über Tobi Winter und seine Fälle in Deutschland zu lesen. Zudem Winter und die Kollegin Sommer für mich ein grandiosen Team darstellen
Die deutschen Praktizierenden kennen zu lernen, fand ich echt interessant. Tobi ist nicht weniger sarkastisch als Peter, was etwas Witz in die Geschichte bringt.
Ich fand es ungewohnt, die Namen und alles plötzlich auf deutsch zu lesen. Bin immer automatisch in die englische Aussprache gerutscht 😅
Der Fall baut sich recht schnell auf, aber die Auflösung ist mir zu kurz und schwammig. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Mehr Informationen und mehr "so geht's weiter".
Ich würde es ja wirklich feiern, wenn das Folly und das KDA mal zusammen arbeiten müssten. Das wäre bestimmt ein spannendes Buch.
Gerne darf auch mehr von Tobi und Vanessa kommen. Vielleicht eine eigene Reihe?
">Wie machen das denn die ach so wunderbaren Flüsse von London?<, fragte ich. Aus unerfindlichen Gründen musste Kelly so lachen, [...] >Sie sind nicht mein Typ<, sagte sie -eine weitere Erklärung bekam ich nicht."
Das deutsche Pendant zum Londoner Zauberlehrling Peter Grant zieht einen ebenfalls in den Bann!
Tobi Winter ist unser Zauberlehrling und möglicherweise schon weiter in der Ausbildung als Peter, aber nicht so experimentierfreudig.
Man vergleicht erstmal sehr viel mit dem Folly in London, dabei bekommt man ein bisschen das Gefühl, dass es bei uns in Deutschland deutlich mehr Gesetze und Vorschriften gibt.
Leider hat man noch nicht so viel von dem Pendant der Nachtigall kennen gelernt, aber das folgt vielleicht in den weiteren Bänden.
Sonst ist es wieder wie gewohnt ein spannender Fall, diesmal mit deutschem Hintergrund, leider auch wieder sehr ausschweifendes Hintergrundwissen, welches ein bisschen vom Hauptfall ablenkt.
Passend zur Jahreszeit habe ich die Kurzgeschichte der Flüsse-von-London-Reihe nochmal aus dem Regal geholt und nach Jahren noch einmal gelesen.
Und muss sagen, dass es ein schöner Herbstkrimi ist. Fokus ist zwar weniger die Jahreszeit, was fast schon enttäuschend ist, so schön wie Aaronovitch Umgebungen beschreiben kann, dafür ist neben dem Fall vor allem der Wein, das Weingut und die Weinberge der Mosel ein toll beschriebenes Setting.
Tobi Winter, der einzige aktive deutsche Magier, außer eben seiner Chefin, der "Eisköniging" oder "Hexe des Ostens", der für das BKA die Zauberabteilung stellt, wird zu einem mysteriösen Fall ins Moseltal gerufen - ein Mann wurde von einem Weinpilz überzogen und getötet.
Natürlich spielen auch in diesem Band die Flüsse als Zeugen wichtige Rollen, hier die Mosel und die Kyll. An seiner Seite steht die aufgeweckte Vanessa Sommer, der er das Magiegeschäft erklären darf.
Wer die Flüsse-von-London-Reihe kennt, findet hier ein amgenehmes Nebenabenteuer mit neuen Protas und fan-gerechtem deutschen Setting. Tatsächlich habe ich mir beim Lesen immer wieder gedacht, wie cool ein Prequel wäre, bei dem es um die Magier im zweiten Weltkrieg ginge, gerne mit Nightingale in der Hauptrolle!
Es wird das Magiesystem ausführlich erklärt, sodass der Band eher für Nichtkenner der Reihe zu empfehlen ist.
Trotz Magiesystem wird im Endeffekt eigentlich kaum bis gar nicht gezaubert, sondern eher ermittelt und sich dem Weingenießen gewidmet, dafür beim Showdown ordentlich Spannung aufgebaut und sogar mit Action agiert.
Daher empfehle ich das Buch tatsächlich eher Krimi- als Fantasyfreunden, inbesindere Krimifans, die gleichzeitig Fans von Trinken guten Weins sind.
Grundsätzlich mag ich die Geschichte im Peter Grant-Univerum und auch die Grundgeschichte hier mochte ich sehr! Aber als Hörbuch war es doch immer wieder recht verwirrend und es waren zu viele Namen, die ich irgendwann nicht mehr so richtig einordnen konnte. So habe ich bspw. das Finale zwar verstanden, aber ich weiß immer noch nicht, wieso die beiden Männer am Anfang gestorben sind.
Ein Ableger aus Deutschland, der für mich unerwartet kam!
In dieser Novelle geht es diesmal um Tobias Winter, der ein Praktizierender in Deutschland ist und einen Fall im Moselgebiet aufzuklären hat. Ich war total überrascht, dass wir diesmal nach Deutschland gehen, aber fand es irgendwie auch passend, weil oft Deutschland in der Hauptreihe erwähnt wird.
Was soll ich sagen. Es war wieder humorvoll, einzigartig und auch spannend. Der Autor schafft es auch hier wieder mit seinem Schreibstil mich in den Bann zu ziehen und mir hier und da ein Schmunzeln zu entlocken. Ich finde es auch großartig, dass man selbst in so einer kleinen Novelle eine Verbindung zu neuen Charakteren aufbauen kann. Ich hoffe auf ein Wiedersehen. Das tollste in der Reihe waren für mich aber auch immer Erwähnungen, wie es gerade in London abläuft und dass man dadurch auch sieht, dass Peter alles ganz schön aufgemischt hat. Selbst Abigail wird erwähnt, zwar nicht namentlich, aber wer soll denn sonst gemeint sein mit der zweiten und jüngeren, absolut furchterregenden Schülerin von Nightengale.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band.
Diese Reihe gibt mir einfach immer so gute Vibes und keine Bücher eignen sich besser als Wegbücher.
Ich liebe einfach den Humor des Autors und ich fand das Buch hervorragend recherchiert. Irgendwie war’s richtig toll, dass es in einer britischen Reihe einen Abstecher nach Deutschland gab, der dann auch noch so cool geschrieben ist.
Hab’s geliebt!
Ben Aaronovitch hat eine sehr sympathisch und erfrischende Kurzgeschichte abseits der Peter Grant Mainstory. Zum schmunzeln haben mich auch die tollen Deutschlandverweise gebracht. Ein empfehlenswertes Buch, dass man auch ohne Vorkenntnisse der Hauptgeschichte lesen kann.
Hab die ganze Reihe rund um Peter Grant verschlungen (1. Teil: "Die Flüsse von London"). Nun hier der Auftakt zu einer neuen Reihe: Wie auch in den London-Büchern gehts um einen Polizisten mit magischen Fähigkeiten - diesmal spielt die Story aber in Deutschland. Hat mich aber leider nicht so überzeugt wie die London-Reihe.
Ein Novelle was den Londoner relativ nahe kommt😂😍.
Es war sehr schön mit dem Buch "Der Oktobermann", von Ben Aaronovitch, wieder zum Urban-Fantasy zurückzukehren😍.
Es geht um Tobias Winter der zu einem "abstrusen Fall" nach Trier geholt wird. Ein Mann wurde am Rande eines Weinbergs tot aufgefunden. Die Leiche war mit Edelfäulen übersät. Dort begegnet er seiner Kollegin Vanessa Sommer, die ihn über die bisherigen Umstände aufklärt, aber nichts von Magie weiß. Beide Kollegen begeben sich auf die Suche nach dem Mörder/der Mörderin und stoßen auf so manch komischen Dinge, die wiederum auch nicht so komisch sind.
Ich war etwas erstaunt, dass die Geschichte in Deutschland im Mosel-Gebiet spielte.
Dieses Buch ist ein Ableger von der "Flüsse von London"-Reihe und hat auch sehr wenig, bis gar nichts mit London und dessen berühmten Police Constable Peter Grant und der Nachtigall zu tun. Es war vom Lesefluss, dem Humor und dem Erzählstil so, als würde ich ein Buch der Hauptreihe lesen und genoss es einfach. Sehr humorvoll ließ er nebenbei Harry Potter erwähnen, oder geschichtliche Aspekte 😂🥰. Ben Aaronovitch versteht einfach sein Handwerk🤩🥰.
Für zwischendurch kann ich es sehr empfehlen📖😍. Allerdings für Neulinge würde ich empfehlen mit Band 1 der "Flüsse von London"- Reihe zu starten. Damit man beim Lesen weiß, wovon in diesem Buch hier im Ansatz gesprochen wird🥰.
Spannend witziger Fantasy-Krimi aus den Weinbergen
Ben Aaronovitch erfreut uns auch hier wieder mit einem magisch-skurrilen Krimi im Stil der "Flüsse von London"
Aber hier spielt sich die Geschichte im beschaulichen Trier ab, wo die deutsche Magierpolizei geheimnisvolle Morde aufdeckt.
Ein großer, skurriler Lesespaß, in dem die Polizei mit der Mosel Achterbahn fährt und Weinberge tödlich sein können...
In einem Vergleichbaren Stil von Peter Grant ermittelt sein deutsches Pendant. Es ist zeitlich kurz nach der Annahme von Leslie im Folly einzuordnen.
Wir begleiten den Ermittler Tobi nach Trier, wo eine mit Edelschimmelpilz bewachsene, frische Leiche auf ihn wartet. Erst nach über 80% des Buches wird der Fall klarer. Der Autor hat sich unglaublich Mühe gemacht, Trier extrem gut zu beschreiben. Einfach super! Ein must read für alle Flüsse von London-Fans!
… und auch das Buch mit dem deutschen Kollegen von Peter Grant, Tobias Winter, ist herrlich zu lesen.
Sinnigerweise muss Tobias Winter in Trier zusammen mit Vanessa Sommer ermitteln. Tobi arbeitet für das BKA, Abteilung KDA für komplexe und diffuse Angelegenheiten.
Todesfälle mit eindeutig übernatürlichem Hintergrund, zwei Flussgöttinnen, ein Wiedergänger, Weinbau und eine Gesellschaft zum Trinken guten Weines spielen die Hauptrollen in diesem Krimi - ich habs genossen!
Apropos Genuss:
„Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.“
Goethe
Im Peter Grant Universum gibt es auch in Deutschland Praktizierende. Unter anderem Tobias Winter, der einen Fall in Trier aufklären soll.
Ich bin überrascht wie spielend es Ben Aaronovich gelingt, auf 200 Seiten Charaktere zu erschaffen, die nicht oberflächlich wirken.
Ein weiterer sehr gelungener Roman, als gutes Buch für zwischendurch, wenn man mal wieder einen Magie Polizisten bei einem Fall begleiten möchte.
Unterhaltsam deutsches Pendant zu der Reihe „die Flüsse von London“
Ich bin ein großer Fan der original Reihe von Ben Aaronovitch und fand es wirklich sehr cool nun eine seiner fantastischen Geschichten in einer deutschen Umgebung zu lesen.
Es war sehr unterhaltsam und mit 200 Seiten super schnell wegzulesen für zwischendurch 💕
Story:
Der seltsame Todesfall eines Mannes, der am Rande des Weinguts Stracker nahe der Mosel gefunden wird, ruft Tobi Winter von der Abteilung für komplexe und diffuse Angelegenheiten des BKA auf den Plan. Statt Urlaub darf er die Ermittlungen aufnehmen und bekommt dafür die junge Beamtin Vanessa Sommer an die Seite gestellt. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach den Hintergründen des Falles und bekommen es nicht nur mit den hiesigen Flussgöttinnen zu tun, immer wieder scheint das Weingut Stracker Dreh- und Angelpunkt der Ereignisse zu sein. Doch es dauert bis es ihnen gelingt, die Hinweise zu einem logischen Puzzle zusammen zu setzen und den Mörder ausfindig zu machen …
Eigene Meinung:
Mit dem Kurzroman „Der Oktobermann“ legt Ben Aaronovitch den ersten Teil deiner Jahreszeiten-Kurzromane vor, die er als eigenständigen Spin-Off seiner „Flüsse von London“-Reihe plant – wo die übrigen Romane spielen, ist noch nicht bekannt. Das Buch umfasst 200 Seiten und ist in sich abgeschlossen.
Die Geschichte spielt erstmals in Deutschland und entführt die Leser in die Moselgegend, genauer gesagt nach Trier, aber auch nach Wiesbaden und Mainz. Hauptfigur ist Tobi Winter, der als deutsches Pendant zu Peter Grant angesehen werden kann, jedoch weniger selbstironisch daherkommt. Stattdessen wirkt er steifer und verschlossener, was in Ordnung ist, da er ansonsten wie eine Kopie des Originals gewirkt hätte. Die Geschichte ist spannend und wartet mit einigen Wendungen auf, allerdings wirkt sie auch ein wenig chaotisch. Zum Ende hin werden zwar alle Fragen beantwortet und auch die offenen Enden fügen sich zu einem Gesamtbild zusammen, jedoch wirkten die Ermittlungen des Duos Winter/Sommer ein wenig chaotisch. Zudem ist das Finale denkbar schnell vorbei, man fühlt sich fast um den Showdown betrogen. Dem Buch hätten zudem ein paar zusätzliche Seiten gut getan, um einige Aspekte zu vertiefen und zusätzliche Spannung aufzubauen. So passiert zwar eine Menge, doch eine wirkliche Spannungskurve fehlt leider.
Nichtsdestotrotz liest man „Der Oktobermann“ sehr schnell und ist zumeist nah bei den Figuren. Schön ist auch, dass man mehr über die Vergangenheit der Praktizierenden in Deutschland erfährt und welche Auswirkungen das Dritte Reich auf magische Wesen und Ortsgeister hatte. Dies macht das Buch durchaus lesenswert, besonders wenn man die Original-Reihe kennt.
Tobi Winter ist ein sympathische, wenngleich ein wenig blasser Held – was angesichts der Tatsache, das Peter Grant 7 Bücher á 400 Seiten hatte, um sich zu entwickeln, nicht verwunderlich ist. So kann man bei 200 Seiten keinen Tiefgang erwarten, ebenso keine nennenswerte Charakterentwicklung. Stattdessen bekommt man einen Einblick in das Leben des einzigen deutschen Magie-Lehrlings und seiner Arbeit bei der Abteilung für komplexe und diffuse Angelegenheiten. Seine neue Kollegin Vanessa Sommer ist auch gut in Szene gesetzt, mitunter reagiert sie aber auf die übernatürlichen Ereignisse zu gelassen. Nichtsdestotrotz kann man sie sich dauerhaft an Tobi Winters Seite vorstellen, da sie ihn gut ergänzt.
Stilistisch gibt es wenig zu bemängeln – Ben Aaronovitch hat einen sehr angenehmen, sicheren Schreibstil, der sehr gut zur Geschichte und den Figuren passt. „Der Oktobermann“ ist nicht so spritzig und humorvoll, wie die Bücher um Peter Grant, dennoch hat man Spaß an der Geschichte – gerade wenn man aus der Gegend kommt und die Beschreibungen der Örtlichkeiten noch besser nachvollziehen kann. Wie auch die Original-Reihe ist der Spin-Off aus der Ich-Perspektive geschrieben – dieses Mal aus Sicht von Tobi Winter. Da dieser etwas steifer daher kommt, ist der Kurzroman nicht ganz so spritzig wie die übrigen „Flüsse von London“ Bücher. Positiv ist jedoch, dass es bei „Der Oktobermann“ keine endlosen Beschreibungen (gerade bei Actionszenen) gibt, was den Lesefluss spürbar verbessert.
Fazit:
„Der Oktobermann“ ist ein gelungener Kurzroman und Spin-Off der „Flüsse von London“-Reihe und macht gerade Lesern Spaß, die aus der Gegend kommen, die im Roman eine Rolle spielt. Die Figuren wirken zwar etwas blasser und nicht ganz so spritzig wie ihre Londoner Kollegen und auch die Handlung wirkt manchmal etwas verworren, doch insgesamt macht „Der Oktobermann“ Spaß und fügt sich gut in die Reihe ein. Wer die Originalbücher um Peter Grant mochte, dem wird auch die neue Spin-Off Reihe gefallen. Bleibt zu hoffen, dass die weiteren Bände ähnlich unterhaltsam sind und es vielleicht ein Wiedersehen mit Tobi Winter und Vanessa Sommer gibt. Reinschauen.
Ben Aaronovitch kommt nach Deutschland. Nicht nur er persönlich auf Lesereise, sondern auch seine Urban Fantasy Geschichte findet bei uns in Deutschland ein neues Setting. Um sich bei seinen deutschen Fans zu bedanken, hat er sich dazu entschieden, seine Novelle, die zwar in demselben Universum wie seine Urban Fantasy Reihe Rivers of London spielt, aber dennoch unabhängig davon gelesen werden kann, hier bei uns in good old Germany anzusiedeln. Welche Stadt genau er sich als Schauplatz ausgesucht hat? Genau, Trier. Ich kann es selbst immer noch nicht fassen, dass seine Tobi Winter Story tatsächlich hier bei uns in Trier spielt.
Wie bereits eingangs erwähnt, spielt diese Novelle zwar in demselben Universum der Rivers of London Reihe, allerdings geht es hier nicht um den altbekannten Peter Grant, den eingefleischte Fans bereits ins Herz geschlossen haben, sondern um Tobias (Tobi) Winter, einem Sonderbeauftragten der Abteilung für komplexe und diffuse Angelegenheiten in Deutschland. Zugeteilt wird im die Ermittlerin Vanessa Sommer, mit der er fortan gemeinsam daran arbeitet, das Geheimnis um den möglicherweise magiebedingten Mordfall zu lüften. Tobias Winter muss Vanessa Sommer (jap, Sommer und Winter) also zunächst einmal die Sache mit der Magie erklären, was es dem Leser, der die vorherigen Bücher nicht kennt, wahnsinnig einfach macht, problemlos in die Geschichte einzusteigen.
Der Körper des Opfers war mit einem Grauschimmelpilz, mit sogenannter Edelfäule, bedeckt. Edelfäule ist wichtig für die Herstellung von Beerenauslese, einem ganz besonders süßen Wein. Um herauszufinden, ob tatsächlich Magie eine Rolle bei dem Tod des Opfers gespielt hat, ist zunächst einmal Detektivarbeit gefragt. Detektivarbeit, die Winter und Sommer zunächst mal in die Trierer Weinberge führt. Zunächst treffen sie auf die Besitzerin des konkreten Weinberges, Jacky Stracker, deren Familie eine sehr lange und interessante Geschichte hat, die vielleicht sogar in Zusammenhang mit dem Mordfall steht.
Trierer Hauptmarkt
Während ihrer Untersuchung decken sie auch eine Verbindung zwischen dem Opfer und einem Weinclub auf, zu dessen Mitgliedern eine Gruppe von Männern mittleren Alters gehören, die sich wöchentlich treffen, um guten Wein zu genießen und die Kultur und Kunst Triers zu erleben.
Wie man sieht, spielt nicht nur wie gewohnt Magie eine große Rolle, sondern liegt der Fokus hier auch – für Trier angemessen – auf dem Weinbau und alles, was dazu gehört. Ben Aaronovitch hat es geschafft, all das miteinander zu verbinden und eine aufregende und magische Detektivgeschichte niederzuschreiben, die wahnsinnig viel Spaß macht.
Mit Geschichten, die bis ins alte Rom zurückreichen, bietet die älteste Stadt Deutschlands jede Menge Verdächtige, sowohl magische, als auch nicht magische, was die ganze Sache natürlich nicht unbedingt einfacher macht.
Der Oktobermann ist eine in meinen Augen sehr gut konstruierte Kriminalgeschichte, die wunderbar im Rahmen einer kurzen Novelle erzählt werden kann und einfach perfekt zu Trier passt. Ich bin wirklich erstaunt darüber, wie gut und bildhaft der Autor Trier wiedergegeben hat. Ich weiß, er war zu Recherchezwecken einmal zu Besuch, dennoch hat er es wirklich ganz toll wiedergegeben. Bis auf eine Sache. Allerdings glaube ich, dass dies eher der deutschen Übersetzung geschuldet ist. Auf dem Trierer Hauptmarkt steht nämlich keine Mini-Achterbahn (was auch immer genau das sein soll), sondern ein Kinderkarussell.
Ich finde es erstaunlich, dass der Autor es geschafft hat, auf diesen doch recht wenigen Seiten, eine solch komplexe Geschichte zu erzählen, die zwar ein recht schnelles Tempo aufweist, aber in keiner Weise irgendwie überstürzt wirkt. Als Leser wurde einem durch die vielen Schauplatzwechsel und die Vielzahl an Geschichten, die am Ende irgendwie alle ineinander übergehen, nie langweilig, und doch hatte man durch einige ruhigere Momente auch die Möglichkeit, durchzuatmen und die Charaktere besser kennenzulernen. Insbesondere hat mir das Zusammenspiel zwischen Tobias und Vanessa gefallen; Vanessa, mit ihrer naiven, teilweise unschuldigen, aber dennoch knallharten Art und Tobias, der bereits alteingesessene Magie-“Experte”, der Vanessa unter seine Fuchtel nimmt, ihr aber dennoch Freiraum für ihre eigene Entfaltung lässt. Das Vanessa durch die Zusammenarbeit mit Tobi Blut leckt und plötzlich selbst großes Interesse an Magie hegt, ist ihr kaum zu verübeln.
Die Idee rund um die Schutzgeister finde ich übrigens mega cool. Ich kenne die vorherigen Bände nicht, habe aber jetzt richtig Lust darauf, die Rivers of London Reihe zu lesen. Neugierig gemacht hat mich der Autor mit dieser Novelle auf jeden Fall.
Trierer Spielzeugmuseum
Auch wenn seine Wahl auf Trier als Setting im ersten Moment vielleicht fragwürdig erscheint (ich meine klar, Trier ist die älteste Stadt Deutschlands und wir haben ein paar richtig coole römische Bauten hier, allerdings gibt es mit Sicherheit noch andere, weitaus bekanntere und interessantere Städte) hat Trier eine wirklich interessante Architekturgeschichte zu bieten, ebenso eine sehr lebendige Kunstszene, die er mit Leidenschaft und Liebe zum Detail hervorhebt. Hinzu kommt natürlich, dass er die Geschichte rund um die Weinindustrie gesponnen hat, was nicht nur perfekt in die Region passt, sondern gerade auch für Einheimische ein absoluter Leckerbissen ist. Ich denke auch, dass Leser, die nicht hier aus der Gegend kommen, auch gerade das als interessant und spannend empfinden werden, da Ben Aaronovitch doch recht intensiv auf die Weinindustrie eingeht und all das mit dem Mordfall verwebt.
Der einzige Kritikpunkt wäre wohl, dass es meiner Meinung nach hier und da mal etwas zu humorvoll zuging. Ich habe mal ein wenig recherchiert und scheinbar ist der Autor für seinen Humor bekannt, doch auf mich wirkte es manchmal ein wenig ins Lächerliche gezogen, was für mich einfach zu sehr der Geschichte die Ernsthaftigkeit genommen hat, was ich ein wenig schade fand. Auch dauerte es anfangs eine Weile, bis ich in die Geschichte reingefunden und mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, dabei kann ich nicht einmal genau sagen, woran es lag. Als ich dann allerdings erst mal drin war in der Geschichte, hat das Lesen wahnsinnig viel Spaß gemacht.
LOHNT SICH DAS BUCH?
In meinen Augen ja, insbesondere vermutlich für die bereits eingefleischten Fans der Rivers of London Reihe stellt dies mit Sicherheit ein kleines Schmankerl dar, aber auch für Neueinsteiger in dieses Universum ist es eine gute Möglichkeit, in diese Welt einzutauchen. Empfehlen würde ich diesen Roman auch denjenigen, die aus der Trierer Umgebung kommen oder vielleicht auch schon mal dort waren. Es hat einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht, Tobias Winter bei seinen Ermittlungen durch heimische Straßen zu begleiten. Von mir bekommt diese Novelle definitiv eine Leseempfehlung.
Gute Geschichte, ich konnte nur mit dem Setting (Weinberg, Weinlese, Wein Wein Wein...) generell nicht so viel anfangen. Da komme ich dann immer etwas schwerer in Lesestimmung.
„Der Oktobermann“ ist ein Zusatzband zur „PC Grant“-Reihe von Ben Aaronovitch. Er handelt von Tobi Winter, dem deutschen Gegenstück zu Peter Grant, der in der Weinregion Trier höchst seltsame Todesfälle aufklären muss.
Der Stil des Romans ist, wie man es von Aaronovitch kennt, sehr lebendig, bildhaft und mit viel trockenem Humor gespickt. Es liest sich im Grunde wie eine Mischung aus Tatort und der Hauptreihe, was mir sehr gut gefallen hat, mich aber auch positiv überrascht hat, denn Ben Aaronovitch ist zwar Engländer, hat sich aber so intensiv mit seinem Handlungsort auseinandergesetzt, dass es umso authentischer wirkt. Deshalb gibt es auch viele Querverweise und Anspielungen auf regionale Gegebenheiten, aber natürlich auch auf die Hauptbuchreihe. Jemand, der aus der Region kommt, könnte das kaum besser machen!
Die Geschichte wird aus der Sicht des deutschen Kommissars Tobi Winter erzählt, wobei auch hier die Ich-Perspektive gewählt wurde.
Tobi Winter ist zugleich auch der Protagonist der Handlung und steht Peter Grant in nichts nach. Er ist Zauberlehrling in der magischen Abteilung des BKA und wird dort von einer Frau ausgebildet, die Nightingale tatsächlich aus der Vergangenheit kennt. Charakterlich ist Tobi etwas anders als Peter, auch wenn er ebenfalls sehr sarkastisch ist und oft sehr trockene Kommentare abgibt, was ihn unglaublich sympathisch und authentisch macht. Von ihm würde ich mir auf jeden Fall noch mehr wünschen!
In der Geschichte wird Tobi von einer gewissen Vanessa Sommer begleitet. Sie hat mit der Welt der Magie nichts am Hut und kommt durch diesen Fall zum ersten Mal in Kontakt mit Magie. Sie ist sehr neugierig und wünscht sich scheinbar, selbst zaubern zu können.
Auf den wenigen Seiten passiert so viel, dass es manchmal schwierig ist, den Überblick zu behalten. Aber das sind nur so wenige Stellen, dass man dem Geschehen immer noch gut folgen kann!
Alles in allem hat mir „Der Oktobermann“ sehr gut gefallen, da er im Gegensatz zu Geister auf der Metropolitan Line den altbekannten Charme und einen deutlich spannenderen Fall hat, wodurch die Novelle problemlos mit den stärkeren Bänden der Originalreihe mithalten kann. Aufgrund seiner Länge eignet sich das Buch auch hervorragend als Lektüre für zwischendurch. Eine eindeutige Leseempfehlung!
Tobi Winter ist schon ein begabter angehender Praktizierender.🤭
Ich fand es irgendwie cool eine andere Story im gleichen Universum zu lesen. Klar es ist wie ne Kurzgeschichte, aber sie hat mehr sehr gut gefallen!
Ich hoffe man hört nochmal mehr von Tobi.☺️
Tobi Winter arbeitet für das BKA, der Abteilung für komplexe und diffuse Angelegenheiten oder einfach ausgedrückt der Abteilung für Magie. Sei neuster Fall führt ihn nach Trier an die Mosel, wo er rätselhafte Todesfälle untersuchen muss. Ihm zur Seite steht eine Kollegin aus Trier, Vanessa Sommer, die ihn bei seinen Recherchen unterstützt.
Bas Hörbuch ist insgesamt 4 Stunden und 49 Minuten lang und wird wieder von Dietmar Wunder vorgelesen, dessen Stimme mir unheimlich gut gefallt. Er liest diese Reihe so toll vor, ich höre ihm sehr gerne zu. Bei diesem Hörbuch handelt es sich um ein Spin-Off zur Peter Grant-Reihe. Als ich die Klappentext gelesen habe, wusste ich sofort, dass ich das Hörbuch unbedingt hören wollte.
Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Toby Winter, den deutschen Pendant zu Peter Grant. Die Handlung spielt in Trier und Wein spielt in der Handlung eine wichtige Rolle. Der Fall ist sehr interessant und wird sehr spannend erzählt. Ich mochte Toby , er ist ein sympathischer Ermittler. Seine Art hat mir sehr gut gefallen. Das Zusammenspielt mit Vanessa Sommer war sehr witzig, vor allem weil sie ja bisher noch nie mit Magie in Berührung gekommen ist. Ein Zusammentreffen mit Peter Grant aus England gibt es übrigens nicht, aber es gibt kleine Insiderwitze, die ich sehr witzig fand.
Ich kann diesen Buch jeden Fan von Peter Grant empfehlen, es war eine unterhaltsame Abwechslung. Von mir gibt es die volle Punktzahl.
*3,5
Winter und Sommer ermitteln.
Tobias arbeitet beim BKA (Abteilung für komplexe und diffuse Angelegenheiten, sprich: Magie).
Als er nach Trier gerufen wird findet er eine, mit Edelfäule überzogene Leiche vor.
Zum Glück kennt seine Kollegin Frau Sommer sich bestens mit Wein aus und so beginnt ein rundum gelungener Kurzroman.
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Die Ermittlungen ziehen vom ansässigen Weingut, über die Flussgöttin bis hin zu jahrhundertelanger Wut.
Über einen Club von Weintrinkern und einem kleinen Mädchen, die so gerne in den Kindergarten möchte.
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Wer Lust auf eine kleine Lektüre, mit sympathischen Protagonisten hat sollte beim #oktobermann zugreifen.
Oder um Goethe zu zitieren: „das Leben ist zu kurz um schlechte Bücher zu lesen“ oder so ähnlich.
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Handlung: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Humor:⭐️⭐️⭐️
Spannung:⭐️⭐️⭐️
Okay, ich bin nicht objektiv und gebe 5 Sterne
1. LU , MA Gartenstadt+ Karlsstern, TR und MZ - ich fühle mich gestalked
2. Da war doch die Suche nach einer Studentin, die nach ner Uni Party verschwunden war...
3. Obwohl meine TR Kenntnisse nicht so gut sind, habe ich mich orientieren können
4. Mir gefällt die Verbindung zwischen allem
5. Ich habe einen Logikfehler gefunden.
6. Yay!