15. Mai
Rating:3

Sympathisch ist was anderes ....

2 Ermittlerinnen, die - zumindest aus Sicht der einen - unfreiwillig zu Partnerinnen gemacht werden. "Em" ging mir von Anfang an mit ihrer zickigen Art sehr auf die Nerven. Zum Schluss legt es sich etwas, aber ich denke nicht, dass ich weitere Bücher um die beiden Frauen lesen möchte. Der Fall ist dagegen recht spannend angelegt. Daher insgesamt 3 🌟 🌟 🌟

Siebenschön
Siebenschönby Judith Winterdtv Verlagsgesellschaft
14. März
Rating:5

Christina Höffgen erhält einen Anonymen Brief, durch diesen Brief werden sie und ihr Mann in eine verlassene Lagerhalle gelockt. Dort finden sie eine brutal geschundene Frauenleiche. Was das Ehepaar Höffgen nicht ahnt das sie bald wieder Kontakt mit den anonymen Briefschreiber haben werden. Dieser Mord ist erst der Anfang einer blutrünstigen Mordserie doch davon ahnt das Ermittlerteam um Emilia Capelli und Mai Zhou noch nichts. Die Abteilung für Kapitaldelikte Frankfurt am Main setzt die beiden jungen und ehrgeizigen Ermittlerinnen zusammen um die Mordserie aufzuklären und den kranken Serienkiller zufassen. Doch dieses Unterfangen ist nicht gerade leicht da die beiden Ermittlerinnen unterschiedlicher kaum sein könnten, beide haben ein grund legendes Misstrauen untereinander. Dennoch reißen sie sich zusammen denn schließlch sind Menschleben in Gefahr, denn keiner weiß wann der Serienkiller wieder zuschlägt und so beginnt die fieberhafte Jagd auf einen kranken Serienkiller der um jeden Preis seinen perfiden Plan in die Tat umsezten will. Ein wirklich gelungenes Thriller Debüt welches mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat und genau so muss es sein. Ich fand den Thriller sehr genial geschrieben die Autorin versteht es Spannung aufzubauen und kontinuierlich zu steigern. Er liest sich flüssig und baut von Anfang an genügend Spannung auf, um mich für sich zu begeistern. Ich liebe den Nervenkitzel und die Ohnmacht, wenn ein Fall nicht voran geht. Bei diesen Thriller kommt garantiert keine langeweile auf.

Siebenschön
Siebenschönby Judith Winterdtv Verlagsgesellschaft
7. Okt.
Rating:5

Die junge Hauptkommissarin Emilia Capelli bekommt eine neue Partnerin und auch gleich noch einen neuen Fall. Ihre neue Partnerin ist dann auch zu allem Übel noch eine Frau, Mai Zhou. Eigentlich hatte Emilia auf einen Partner gehofft. Zum Diskutieren mit ihrem Chef bleibt Emilia, genannt Em nicht viel Zeit, denn sie werden zu einem Mord gerufen. Ein Ehepaar hat eine Leiche in einer Gefriertruhe gefunden und sie behaupten durch einen anonymen Brief zur Fundstelle gelotst worden zu sein. Schnell stellen die beiden Ermittlerinnen fest, dass dies nicht der erste Mord dieser Art war und es zeigt sich, sie haben es hier mit einem Serienmörder zu tun. Doch Em kann ihre Enttäuschung bezüglich der Partnerwahl nicht verdecken und zeigt sich ihrer neuen Kollegin gegenüber zickig und barsch. Es ist klar, dass Mai es zu Anfang nicht leicht haben wird mit ihrer Partnerin. Das angespannte Verhältnis der beiden begleitet den Leser durch das ganze Buch, dennoch wirkt Emilia dadurch nicht unsympathisch oder anstrengend. Zwei weibliche Ermittlerinnen sind eher die Seltenheit und Judith Winter schafft es zu zeigen, wie schwierig es für Frauen in einem Männerjob sein kann, denn die zwei Frauen kämpfen nicht nur beruflich um Anerkennung, sondern auch in ihrem familiären Umfeld. Man wird von Beginn an in die Geschichte geworfen und hat das Gefühl man stehe mitten im Geschehen. Die Spannung lässt einem das Buch kaum aus der Hand legen und so fliegen die Seiten in dem Buch nur so dahin. Die Erzählperspektiven wechseln vielmals, was die stets vorhandene Spannung nochmalig erhöht. Fazit Ein spannender Auftakt zu der Thriller-Reihe der Ermittlerinnen Mia Zhou und Emilia Capelli.

Siebenschön
Siebenschönby Judith Winterdtv Verlagsgesellschaft
22. Sept.
Rating:4

Ein neuer Serienauftakt in Buchformat, geschrieben von Judith Winter, soll die Leserschaft in ihren Bann ziehen. Ob sie das mit ihrem gegensätzlichen Ermittlerduo und dem Fall um eine rätselhafte Mordserie geschafft hat? Frankfurt, im Oktober 2012. Ein kaltblütiger Mord geschieht und keiner bekommt etwas mit. Knapp einen Monat später erhält eine Frau namens Christina Höffgen einen anonymen Brief, in dem sie direkt angesprochen und aufgefordert wird zu einer bestimmten Adresse zu fahren, da Theo versagt hat und sie nun die Rolle des "Theo" bekommt, was auch immer das heißen mag. Verwirrt und zugleich verängstigt fährt sie zusammen mit ihrem Mann zur besagten Adresse. Was sie dort erwartet, kann man sich schon fast denken: Eine grausam zugerichtete Leiche hat ihren Entdecker gefunden. Sofort wird das frische Ermittlerduo Emilia Capelli und Mia Zhuo dazu gezogen und muss möglich schnell versuchen, den Täter zu finden. Denn dieser ist mit seinen Gräultaten noch lange nicht fertig. Das Buch steigt im Prolog ohne Umwege mit dem ersten Mord ein. Somit ist man direkt mittendrin im Geschehen und ahnt, mit was für einem Killer man es zu tun hat. Stück für Stück werden einem verschiedene Figuren vorgestellt, unter anderem die beiden Ermittlerinnen Emilia - kurz Em - und Mai. Es fällt direkt auf, dass die Autorin der asiatischen Figur Mai wesentlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat. Man lernt ihre Familie kennen, erfährt einen großen Teil ihres beruflichen Werdegangs und natürlich ihren inneren Konflikt, dass sie nicht dem Klischee einer typisch asiatischen Dame entspricht. Ihre sizilianische Kollegin Emilia dagegen, sprüht gerade zu vor Hass und südländischem Temperament, dass es einen wundert, dass die Herren auf der Polizeistation ihr noch nicht Einhalt geboten haben. Das kann man natürlich darauf zurückführen, dass sie sich behaupten muss, in dieser Männerdomäne, aber sie kommt dabei so arrogant herüber, dass man im ganzen Buch keine Sympathie für sie entwickelt. Während der Leser also zum einen mit dem - gedanklichen - Konflikt, der beiden Damen zurechtkommen muss, geschehen weitere Morde, die gelöst werden wollen. Man stellt Vermutungen an, fragt einen Psychologen, der einen gewissen Knotenpunkt darstellt und somit automatisch ins Visier der Ermittlungen gerät. Dabei ahnt man immer, dass jede neue Figur, die dem Leser vorgestellt wird, ein potenzielles Opfer sein könnte, bei dem es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie im Leichschauhaus landet. Sehr gut ist, dass man keinem der Ermittler voraus ist. Trotz beispielweise einiger privater Momente mit dem Psychologen Sander Westen, der sich ebenfalls Gedanken macht und eine Vermutung hat, wer der Täter ist, wird einem nicht zu viel verraten. Man kann also problemlos mitraten, was den Spannungseffekt und den Leseeifer natürlich erhöht. Das Ende kommt dann jedoch etwas plötzlich und ist schnell wieder verflogen. Der kleine angehangene Epilog am Ende und das Wissen, dass es weitere Teile geben wird, kann dieses "alles vorbei" nicht abmildern. Das Buch ist in übersichtliche sechs kleine Abschnitte unterteilt und diese wiederum in kurze Kapitel, die stets bei "eins" anfangen. Bei dem Titel "Siebenschön" hätte man vermutet, dass es vielleicht auch "sieben" Kapitel gibt, aber dem ist nicht so. Ebenso die Opferzahl hat damit nichts zu tun, wobei man bei der Auflösung am Ende, doch mit so einem Zahlenspiel gerechnet hätte. Jeder Abschnitt im Buch hat einen chinesischen Spruch - eine Weisheit gewidmet bekommen. Ob diese immer stimmig für den Inhalt sind, darf jeder selbst entscheiden. Ich selbst empfand sie als nette "Glückkeks-Weisheiten", aber nicht immer passend zum darauf folgenden Text gewählt. Alles in allem ist dieser Thriller lesenswert! Er liest sich flüssig und die kurzen Kapitel machen das Ganze recht übersichtlich. Durch die ständigen Morde und die Unruhe im Buch entsteht eine gewisse Spannung, die sich komplett durchzieht. Dennoch ist "Siebenschön" ausbaufähig. Man hätte sich an vielen Stellen mehr Hintergrundwissen gewünscht. Die Figuren sind noch zu oberflächlich - gerade, was diesen angepriesenen Konflikt zwischen den Ermittlerinnen angeht. Konflikt? Es kommen vielleicht ein bis zwei Wortgefechte vor. Der Rest findet im Kopf statt oder wird schön von Kollegen erklärt, was den Leser nicht gerade zum mitdenken und erkennen der Zweideutigkeiten anregt. Der Mörder und sein kleines Faible wurden dagegen gut gewählt, wenn auch - wie bereits gesagt - dass Ende viel zu rasch kam und man aus diesem Zahlenspiel viel mehr hätte man können, sodass man dazu geneigt wäre, dass Buch ein zweites Mal zu lesen, um die versteckten Hinweise zu sehen. Ein letzte Frage schwirrt einem somit die ganze Zeit im Kopf rum: Warum heißt das Buch "Siebenschön"? Ein versuchtes Wortspiel? Das kann nur die Autorin Judith Winter beantworten. nette 8 von 10 Punkten

Siebenschön
Siebenschönby Judith Winterdtv Verlagsgesellschaft