Schwierig
Dieses Buch ist kein Thriller, das sei schon mal gesagt. Es handelt sich eher um ein Familiendrama, das sich zieht. Und wie. In etwa so schnell wie Ketchup oder die Kontinentalplatten. Dabei ist der Plot gar nicht mal so übel. Aber die Umsetzung...puh. Ich habe mich wirklich durch die Seiten gequält. Jedes Mal, wenn ich dachte, es könnte interessant werden, schimmerte mal wieder eine Seele. Wir begleiten Mutter Grace und ihre Tochter Jenny, die nach einem nennen wir es mal Unfall in einer Zwischenwelt "leben". Beide sind komatös, eigentlich mehr tot als lebendig, wandeln aber durch das Krankenhaus. Sie erfahren, dass der 8-jährige Sohn bzw. Bruder verdächtigt wird, das Unglück verursacht zu haben. Nun denn. Was genau passiert ist, erzähle ich nun nicht (ist ehrlich gesagt auch zu lahm). Neben der Langeweile hat mich eines ziemlich aufgeregt. Ich maße mir nicht an zu wissen, wie es ist, körperlich quasi nicht mehr am Leben zu sein und zeitgleich als eine Art Geist durch Krankenhausflure zu schlurfen. Aber Grace' Reaktion, als sie versteht, was mit ihr passiert ist...komisch. Ich meine, da erfährt man, dass man aller Wahrscheinlichkeit nach in den nächsten Stunden sterben wird und trifft dann auch noch seine Tochter, der dasselbe widerfahren wird...und gefühlsmäßig tut sich da nichts? Nicht mal so was wie "Was ist passiert?" Mal ehrlich, wenn ich ein Geist wäre...ich würd mich schon fragen, was das alles soll. Grace offenbar nicht. Zusammenfassend lässt sich sagen: Zeitverschwendung, die sich wie Kaugummi gezogen hat.
