Der Fall von Band 3 der Reihe ist rein vom Plot und der Auflösung her bisher mein liebster (und meiner Erinnerung nach auch überhaupt mein liebster). Ich liebe bei Urban Fantasy ja, dass alles irgendwie tatsächlich so sein könnte. Dass das Fantastische so in die Lücken unserer Welt gewebt ist. Und das ist bei diesem Buch sehr gelungen. Darum muss ich einfach wieder 5 Sterne geben, auch wenn ich im hinteren Teil immer etwas gehangen hab. Ist aber bei mir auch immer so, wenn eine Geschichte unterirdisch spielt. Irgendwie krieg ich da Beklemmungen und "bin" nicht gern dort. Obwohl ich im echten Leben gar kein Problem mit Höhlen oder U-Bahnen hab. Paradox.
Jedenfalls wollte ich diesen persönlichen Umstand nicht in meine Wertung einfließen lassen, denn der Fall ist Urban-Fantasy-mäßig echt ein Geniestreich.
Außerdem lernt man mal wieder viel über London. Als London-Fan ist das natürlich immer das ausschlaggebende Argument.
Jetzt, wo ich die Reihe ziemlich zackig hintereinander re-reade fällt mir allerdings auf, dass man einige Hinweise auf vorherige Abenteuer bestimmt nicht mehr kapiert, wenn zwischen dem Lesen der Teile mehr Zeit dazwischen liegt. Das kann unter Umständen zu "Hä?!"s führen.
Ein neuer Fall für Police Constable Peter Grant.
Kurz vor Weihnachten, wird in einem U-Bahn Tunnel unterhalb der Baker Street die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Dieser starb offenbar durch ihm zugefügte Stichverletzungen. In der Nähe der Leiche findet Peter eine Keramikscherbe, welche eine leichte Magische Strahlung besitzt.
Für Peter gilt es ab jetzt den Fall zu lösen.
Peter Grant bleibt der sympathische Protagonist, der sich in einer Welt voller Magie und Übernatürlichem zurechtfinden muss. Sein mitunter sarkastischer Humor und sein pragmatischer Umgang mit dem Übernatürlichen machen ihn zu einer unterhaltsamen und glaubhaften Figur, der man einfach gerne folgt.
In sich stimmige Urban Fantasy mit einem tollen Humor
Urban Fantasy krankt oft an mehreren Problemen. Wie kann die magische Welt geheim sein/bleiben? Wie schafft man ein Magiesystem, was in sich stimmig und nicht überpowered ist? Und wieso müssen alle Geschichten immer in London spielen?
Diese Probleme löst Aaranovitch wirklich gut. Die Magie ist kein Wischen und Wedeln und Aufsagen von zweifelhaftem Latein, sondern eine schwierige Kunst, die mit Nebenwirkungen wie (ungeplanten) Explosionen bis zum Hirnaneurysma bei minimalen Nutzen nicht dazu einlädt, sie übermäßig oft zu verwenden.
Und das macht das Buch gut. Die Welt um London ist magisch, aber Magie hat ihren Preis. In diesem Buch hat der Zauberlehrling Peter Grant sogar nur sehr wenig Magie gewirkt, sondern vor allem gute Polizeiarbeit geleistet - wenn auch mit einem Hauch Absurdität. Und einem wunderbar trockenem Humor.
Da verzeihe ich dem Buch auch, dass es - schon wieder - in London spielt. Es passt einfach und die alte Geschichte der Stadt erklärt das Zusammenspiel von Magie und Moderne. Das Buch spielt nicht einfach nur in London, es nutzt die Historie für eine stimmige Geschichte und ein stabiles World Building.
Mehr Magie - mehr magische Wesen - mehr Verbrechen
Für mich ist der dritte Band der Peter-Grant-Reihe der bisher schwächste, was aber nicht bedeutet, dass er schlecht ist. Der humorvolle Schreibstil, die immer wieder eingestreuten Infos rund um London und Peters Drang unkonventionelle Wege zu gehen und zu experimentieren hat mich wieder in ihren Bann gezogen und beim Lesen viel Spaß gemacht. Mit Lesley als "Musterschülerin", die sich beim Lernen von Magie strikt an die Regeln hält, ist sie ein spannender Gegenpol zu Peter. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Bänder eine große Gesamtstory ergeben, auch wenn die jeweiligen Fälle für sich stehen. Es werden auch in diesem Teil neue Charaktere eingeführt, bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie irgendwann in Zukunft nochmal eine Rolle spielen können. Allein das fesselt mich an die Buch-Reihe und natürlich die Neugier, wie es mit Peter, Lesley und Co weitergeht.
Außerdem werden auch hier wieder neue Arten magischer Wesen eingeführt, die Lust darauf machen, auch in Zukunft noch mehr über den magischen Untergrund zu erfahren.
Der Fall an sich hat mich diesmal zwar nicht so sehr gecatcht, aber dafür rechne ich Ben Aaronovitch hoch an, dass er mir den unterschiedlichen Fällen immer neue Wege geht und sich nicht auf ein Schema F versteift. Da ist es unumgänglich, dass nicht jeder Geschmack jedes mal getroffen wird.
Der nächste Band liegt auf jeden Fall schon bereit und wartet darauf, verschlungen zu werden 😁
Der dritte Band der „Flüsse von London“-Reihe führt Peter Grant in die geheimnisvollen Tiefen der Londoner U-Bahn. Wieder einmal gelingt es Ben Aaronovitch, Krimi, Fantasy und britischen Humor auf erfrischende Weise zu verbinden. Besonders gefallen hat mir die detailreiche Schilderung von Londons Unterwelt, die gleichzeitig realistisch und magisch wirkt.
Die Mischung aus Polizeiarbeit und übernatürlichen Elementen bleibt spannend, und Peters ironischer Erzählstil bringt mich immer wieder zum Schmunzeln. Auch Nebenfiguren wie Nightingale und Lesley sind gut eingesetzt und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.
Ein kleiner Kritikpunkt: Wer die vorherigen Bände nicht kennt, könnte sich stellenweise etwas verloren fühlen, da Aaronovitch kaum Erklärungen nachliefert. Außerdem verliert die Handlung zwischendurch ein wenig an Tempo.
Trotzdem ein unterhaltsamer und cleverer Urban-Fantasy-Krimi, der Lust auf die nächsten Abenteuer macht.
aber ich fands nicht wirklich spannend. Es ist schön, weiter in die magische Welt von London vorzudringen. Aber der Fall war nicht wirklich spannend und ich fand es gab zu wenig Action.
Spannende und mit etwas Abenteuerer und Erkundungsflair
Wieder ein spannender Fortsetzung der Reihe mit altbekannten und neuen Charakteren.
Mittlerweile denke ich kristallisiert sich auch immer wieder eine größerer Zusammenhang heraus, auf den man immer mal wieder kleine Hinweise bekommt. Wohin das ganze führen soll erschließt sich mir aber noch nicht.
Ich bin gespannt auf den nächsten Teil.
London bleibt magisch, auch wenn der Zauber hier etwas verblasst
Ein Wispern unter Baker Street ist einer dieser Bände, die man nicht abbricht – aber auch nicht unbedingt vermisst, wenn sie durch sind. Die Geschichte knüpft solide an die Vorgänger an, bringt einen spannenden Antagonisten wieder ins Spiel und liefert wie gewohnt diesen herrlich düsteren London-Charme, der die Reihe so besonders macht.
Und doch… der Funke sprang für mich diesmal nicht so richtig über. Vielleicht lag’s an der Tonlage, vielleicht an der Stimmung, vielleicht einfach daran, dass ich mit diesem Band nicht so recht warm wurde. Er ist nicht schlecht – wirklich nicht. Die Unterhaltung ist da, der Witz blitzt durch, aber das Kribbeln, das einen mitreißt? Fehlanzeige.
Was mir zunehmend auffällt: Aaronovitch liebt seine Stadt. Und das merkt man. Manchmal ist das wunderschön – diese kleinen Details, die Atmosphäre, die Ecken Londons, die fast lebendig wirken. Und dann gibt’s wieder Stellen, da verliert er sich in so viel beschreibender Liebe, dass man als Leser ein bisschen unter dem Info-Gewicht einknickt.
Alles in allem ein solider Band für Fans der Reihe, mit einem ordentlichen Gegenspieler und der gewohnten Portion urbaner Magie – nur eben etwas ruhiger, etwas schwerfälliger und mit weniger Sogwirkung als gewohnt.
Wieder ein neues magisches Abenteuer von Londons beliebtesten Zauberlehrling!
Es war wieder ein spannendes neues Abenteuer von Peter und Nightingale. Sehr gut hat mir gefallen, dass auch Lesley jetzt als Zauberlehrling im Folly eingezogen ist.
Aber wie auch im vorherigen Band waren die Details und Hintergrundwissen so ausgiebig, dass es leider immer etwas von der Spannung der Erzählung nimmt. Meinetwegen bräuchte ich nicht so ausführliche geschichtliche Fakten.
Durch diese Ausschweifungen verliert man einfach immer wieder den roten Faden.
Aber die Charaktere sind einfach so liebenswert, dass man einfach wissen mag, wie sie sich weiterentwickeln.
Es wurde mal wieder Zeit für etwas magisch spannendes! Also habe ich zu dem dritten Teil um den "Ermittler für abstruses" Peter Grant gegriffen.
Ich mag den trockenen britischen Humor sehr, der sich durch das komplette Buch zieht und mich immer wieder zum Schmunzeln oder auch laut Auflachen gebracht hat.
Und London und Umgebung geht ja bei mir eigentlich immer ❤️
Außerdem wollte ich unbedingt wissen, wie es nun mit dem mächtigen Gegenspieler, dem "Gesichtslosen" weitergeht.
Allerdings geht es in diesem Band weniger darum, die Geschichte weiter zu verfolgen, als um einen Mordfall, der eventuell mit Magie zu tun hatte. Trotzdem würde ich die Bücher nicht unabhängig voneinander lesen, da die Lesenden in Bezug auf die Vorgeschichte nicht abgeholt werden.
Leider hat mich die Story zwischendurch mal verloren, genau so, wie Peter selbst manchmal den Blick für das Wesentliche verliert.
Wirklich viel Magie war nun auch nicht. Aber ich setze große Stücke auf den nächsten Band! So schnell gebe ich nicht auf.
Also dieser Band hat mir bis jetzt am besten gefallen aus dieser Reihe. Ich wollte eigentlich kurz reinlesen und schwupp, habe ich es in einem Rutsch durchgelesen.
Hier war mir der trockene Humor von Peter bis jetzt am Besten zum Vorschein gekommen. Noch dazu gab es hier noch mehr Momente, in denen sich zeigt, dass er ein Schüler mit seinem eigenen Kopf ist. Wir haben hier immerhin Lessley, die auch zaubern lernt und sich schön an die Regeln hält. Dieser Kontrast war für mich genial.
Außerdem baut sich die Welt noch mehr auf indem weitere Charaktere/Kreaturen hinzukommen, die super interessant sind. Der Fall war dieses mal “leichter”, was mir auch gefallen hat.
Auch im dritten Band der Peter-Grant-Reihe bleibt die Mischung aus Krimi, Magie und britischem Humor unterhaltsam. Diesmal führt die Spur eines mysteriösen Mordes tief in das Londoner U-Bahn-Netz – mit düsteren Geheimnissen und übernatürlichen Wesen. Die Geschichte ist spannend, clever konstruiert und mit dem gewohnt trockenen Witz erzählt. Ein solider Band, der die Reihe gekonnt fortführt und Lust auf weitere Abenteuer mit Peter Grant macht.
Wer die ersten beiden Bände möchte, wird von diesem nicht enttäuscht werden!
Wie die Bände zuvor wieder ein toller Kriminalfall für Peter - diesmal sogar mit ab und zu lästiger FBI Unterstützung. London zur Weihnachtszeit war ein tolles Setting und die Fälle bleiben nach wie vor origenell und komplex, sodass man die gesamte Story mit der Mordkommission und der Folly-Spezialeinheit in einem Boot sitzt. Nach wie vor eigentlich nicht mein bevorzugtes Genre, doch man bleibt irgendwie bei der Met, dem Folly und den originellen Charaktere hängen.
Der Humor der Reihe ist wirklich einzigartig. Genau wie die Referenzen die überall versteckt sind. Auch beim zweiten Mal lesen war es ein absolutes Vergnügen. Urban Fantasy vom Feinsten!
Kurzweiliger Roman für zwischendurch mit viel Witz und tollen Wendungen.
Ich mag den Schreibstil von Ben Aaronovitch sehr. Er bezieht den/die Leser/in ein und scherzt so direkt mit ihr/ihm. Mir gefällt der trockene Humor und ich habe mehr als ein Mal ein Lächeln auf den Lippen gehabt, wenn nicht sogar gelacht.
Britischer Humor, rasante Action und ne Menge Magie
Ein drittes mal habe ich mich super unterhalten gefühlt. Ich finde diese Reihe einfach wunderbar, sie hat Magie, Action, Humor und das alles immer wieder verpackt in einer guten Story.
Hinzu kommt einfach für mich, dass Ben Aaronovitch mit seiner Figur Peter Grant genau meinen Humor trifft mit seinen flotten Sprüchen.
Der Autor schreibt ausserdem einfach super bildlich, als wäre man selber in London mit dabei.
Wer also auf lustige, actionreiche interessante und magische Atmosphäre steht, der ist mit dieser Reihe absolut top bedient. Zumindest was die ersten 3 Bücher betrifft.
Die anderen kenne ich noch nicht, aber auch die werden auf jedenfall gelesen, denn ich gestehe:
Ich bin ein Fan von Peter Grant geworden !
The best Book in the series so far. Loved the characters and the Story.
Ps: I know tv shows out of books are getting kinda lame, but somebody PLEASE make a tv Show our of the Peter Grant books...I'd be the biggest fan.
Ein interessanter dritter Fall von Peter Grant. Wieder mit viel Witz und interessanten Wendungen. Allerdings nicht ganz so toll wie die ersten beiden Bände mit deutlich weniger Blut und Opfern.
Schöner neuer Fall. Der Schreibstil ist wirklich amüsant – locker, aber auch gebildet. Die Aaronovitch-Bücher machen wirklich Spaß – und einen kleinen Cliffhanger am Ende gibt es auch noch.
In my opinion the weakest of the three "Peter Grant" books up to now. I felt a bit confused sometimes, but due to my insomnia and late-at-night-and-early-morning reading I wouldn't blame the book alone. What left me in absolute admiration was the the description of the Quiet People. I loved it. Every sentence of it! And again I wish there had been a bit more of DI Nightingale. I adore the character and he seems to be a quite tragic figure with a huge and deep background (that is hopefully not too much a cheesy lovestory á la Romeo and Juliet in the end).
In other words: I want more!!
Das Buch hat richtig Spaß gemacht zu lesen.
Es war super witzig geschrieben und hatte sehr viele Herr der Ringe Referenzen, was toll ist.
Peter wurde mir in diesem Buch endlich so richtig sympathisch. Im ersten Buch konnte ich ihn kaum leiden, im Zweiten wurde es schon besser und jetzt im dritten Band ist er mir ans Herz gewachsen.
Das Stille Volk kam unerwartet, aber ich finde das Konzept sehr interessant ☺️
Ubahn Morde, dubiose Gemüselieferungen und ganz viele Verfolgungsjagden...
Also naja, das war mehr oder weniger ein Schuss in den Ofen. Barbara und ich haben uns wunderbare Bakerstreat Vibes, monunentale Magierkämpfe und atemberaubende Spannung erwartet. Was wir bekommen haben, war eher ein flaches Lüftchen mit etwas Ermittlungsarbeit...😮💨
Aber von vorn!
Durch den zweiten Band wissen wir von dem gesichtslosen neuen Gegenspieler und statt hier weiter zu ermitteln und anzuknüpfen werden wir in einen komplett anderen Fall hinein geworfen. Der war zwar auch spannend und gut verschachtelt, aber zog sich doch sehr. Das Problem ist halt, das sich Peter Grant sehr gut ablenken lässt und zu leicht den Fokus verliert. Auch der Schreibstil ist seinem Charakter angepasst und deshalb erörtert der Autor lieber Nebensächlichkeiten, anstatt auf den Punkt zu kommen... 🙄
Aber was wieder richtig gut war, ist der Humor. Dieser trockene englische Humor hat mich oft laut Auflachen lassen, da diese spontane Slapstick einfach zu gut ist. 🤣
Ich denke mal, wir geben nicht auf und werden die Reihe weiter lesen, da ja irgendwann auch mal ein Ergebnis zum Gesichtslosen kommen muss. Zumindest war es kurz eingebunden, wenn auch nicht präsent. 😅
This series is really becoming one of my favourites, i just enjoy reading it so much! I love the characters, esp. Peter and Nightingale and their dry look outlook on a lot of things.
This book was as hilarious and fun as the ones before. I do like that it is not REALLY about Peter doing lots of magic, he is still a police man and mostly he is solving cases because of that (and not because of magical things).
This book was better than the second one (probably because i am not into jazz music and the second one was really heavily into that). A little thing that i was not so sure of was the FBI character thrown into this. I think the book could have done without her or i would have wished for more interesting scenes with her. The bookcover makes it look like she is a big part of this which i felt she isn't. It's not really a problem for the whole story, so i still give this 5 stars because i love the rest too much and i cannot wait to read the next book.
Band 3, was soll ich sagen… wieder ein toller Fall für unseren Magielehrling Peter Grant.
Es hat wie immer den typischen Witz und Charme des Autors, sodass auch diese Geschichte fantastisch kurzweilig, stimmig und absolut humorvoll umgesetzt ist.
Absolute Leseempfehlung. Es ist wie auch bei beiden Vorgängern ein wahres Lesevergnügen gewesen.
Achtung: Es handelt sich um eine Rezension zum dritten Teil der Peter Grant Serie, daher können eventuell Spoiler enthalten sein!
"Der Einsatz von zu viel Magie endet, wenn man Glück hat, in einem massiven Schlaganfall, und wenn man Pech hat, in einem tödlichen Aneurysma. Die Tatsache, dass vor der Erfindung der Magnetresonanztomografie das erste Warnzeichen für zu intensive, magische Betätigung darin bestand, dass man tot umfiel, ist einer der Gründe, weshalb Magie nie zum Massenhobby wurde."
Ebenso wie in den ersten beiden Büchern begleitet man neben Peter Grant weitere bereits bekannte Charakter: Peters Kollegin Lesley ist wieder dabei, genauso wie sein Meister Nightingale und die anderen Vorgesetzten. Die restliche Crew vom Folly, also Molly, Tobi und Dr. Walid, treten ein wenig kürzer, da sich die Geschichte zum Großteil außerhalb des magischen Hauptquartiers abspielen. Neu hinzukommt Agent Reynolds vom FBI, schließlich handelt es sich bei der zu Anfang des Buches entdeckten Leiche um einen Amerikaner. Aber, wie sollte es anders sein, ist auch sie ein ziemlich witziger, eigensinniger und interessanter Charakter und es hat definitiv Spaß gemacht, sie und ihre Auseinandersetzungen mit der Metropolitan Police zu verfolgen.
"Bei Mordermittlungen geht die Metropolitan Police sehr geradlinig vor – sie hat’s nicht so mit dem Bauchgefühl des Privatschnüfflers oder den komplizierten logischen Schlussfolgerungen des brillanten Detektivs. Nein, die Met wirft lieber die Höchstzahl an verfügbaren Leuten ins Gefecht, und die verfolgen jede mögliche Spur, bis diese vor Erschöpfung zusammenbricht, der Mörder gefasst ist oder der leitende Ermittler an Altersschwäche stirbt."
Was natürlich erhalten blieb, sind Peters unverwechselbarer Galgenhumor und seine ironischen Äußerungen, die mich das ein oder andere Mal haben grinsen lassen. Ich hatte das Buch auf einer längeren Zugfahrt dabei und konnte sogar einen Kumpel mit einigen Textstellen begeistern, obwohl er kein Buch der Reihe gelesen hat. Insgesamt lebt die Story wieder sehr von Peters geistreicher und witziger Erzählweise und darum habe ich wieder ein paar Zitate rausgesucht, um euch einen kleinen Einblick zu verschaffen.
"„Du bist so langweilig“, sagte sie. „Also, jemand, der gleichzeitig Bulle und Magier ist, sollte irgendwie spannender sein. Harry Potter ist nicht so langweilig wie du. Und Gandalf könnte dich bestimmt untern Tisch trinken.“"
Was ich ein wenig langweilig fand, war die Auflösung des Falls. Anders als in den Vorgängern ist diese nämlich ein bisschen unspektakulär. Das war ziemlich schade, denn gerade die Bewegung zum Showdown hin, war wirklich spannend. Peter und seine Kollegen bewegen sich durch den Londoner Untergrund und treffen dabei auf so einiges abstruses Zeug (so wird die Magie bei Peter in der Wache umschrieben), was mich wirklich hat mitfiebern lassen, doch die Auflösung des ganzen Mordes ist ziemlich simpel. Es gab auch tatsächlich nur einen Mord in dem hauptsächlichen Fall des dritten Buches, was eine krasse Reduzierung im Vergleich zum zweiten Teil ist.
"Ich sagte die Belehrung zu Ende auf und führte ihn zu einem der wartenden Autos. Auf Handschellen verzichteten wir, was Agent Reynolds überraschte. Kittredge erklärte ihr, dass es zu den Grundsätzen der Metropolitan Police gehörte, Handschellen zu vermeiden, wenn es nicht absolut notwendig war, den Festgenommenen körperlich einzuschränken – was den Vorteil hatte, dass dieser nicht in Gefahr geriet, sich die Gelenke wundzuscheuern, die Hände abzuschnüren oder über seine eigenen Füße zu fallen und mit dem Gesicht auf dem Bürgersteig zu landen. Es lag ganz gewiss nicht daran, dass ich etwa vergessen hätte, Handschellen mitzunehmen."
Was mich außerdem gestört hat, war der Rummel um den Gesichtslosen. Gegen Ende des zweiten Teils tauchte dieser mysteriöse Magier auf und auch am Anfang des dritten Teils ist die Folly Crew dabei weiter zu recherchieren und mehr über ihn in Erfahrung zu bringen, doch dann werden diese Nachforschungen komplett vom Untergrundplot abgelöst. Gegen Ende tauchen dann noch ein paar Anspielungen auf, doch das war für mich etwas überflüssig und so war die ganze Geschichte im Vergleich zu den Vorgängern ein wenig einseitig. Dass der Gesichtslose im vierten Teil jedoch wieder auftauchen wird, daran haben die letzten Sätze keinen Zweifel gelassen.
Fazit
Insgesamt habe ich mich auch diesmal wieder köstlich amüsiert beim Lesen. Dass es nur 3 Sterne geworden sind, liegt zum Großteil an der ganzen Story, die ein wenig peppiger und komplexer hätte sein können. Nichtsdestotrotz ist Peters Humor einfach einmalig und macht wirklich viel beim Lesen aus. Ich bin gespannt, was mich im viertel Teil erwartet!
(Mai 2014)
Dritter Band der Serie. Das Buch hat mir besser Gefallen als der zweite Band! Etwas schade fand ich, dass es erst nach der Hälfte spannend wurde und ich erst dann Lust hatte das Buch zu lesen. Das hätte vorher auch schon geholfen 😄 das Thema fand ich super, da ich selbst in London gelebt habe und die Tube stations alle kannte! Definitiv ein Pluspunkt.
I think this book was my favourite one so far, as it was the funniest (for me). It introduced a lot of very interesting and cool characters, the story was definitely not what I expected and I enjoyed that it went a bit back to Peter being part of the police.
Für diesen Teil habe ich etwas länger gebraucht - ich glaube, es lag daran, dass mir die Lokalität nicht so zugesagt hat und somit auch nicht die komplette Geschichte. Immerhin fand ich die Abwechselung, dass es mal nicht ausschließlich um die Flüsse ging, ganz gut. Der nächste Teil wird gleich angefangen, da das Ende doch sehr neugierig machte!
„Ein Wispern unter Baker Street“ ist der dritte Band in der „PC Grant“-Buchreihe von Ben Aaronovitch. Das Buch folgt dem Protagonisten Peter Grant, einem jungen Polizisten mit magischen Kräften, der versucht, eine neue Bedrohung für London zu bekämpfen. Der Tod eines amerikanischen Bürgers bringt den U-Bahn-Verkehr, das Weihnachtsfest und Peters Leben durcheinander. In seinem ersten Jahr als Zauberer muss er der Mordkommission dabei helfen, den Täter zu finden, die seltsamen Dinge aus dem Weg zu räumen und alles zu erledigen, ohne in die Schlagzeilen zu geraten, während er der Spur des Gesichtslosen folgt.
Aaronovitchs Schreibstil ist wieder so lebendig wie im vorigen Teil. Gekonnt verwebt er die Handlung mit Londons reicher Geschichte und lässt die Stadt magisch erscheinen. Allerdings ist es manchmal schwierig, der Handlung zu folgen, da sie – ähnlich wie im ersten Band – chaotisch und verwirrend geschrieben ist. An manchen Stellen habe ich mich gefragt, ob ich etwas überlesen habe, da ich nicht immer ganz folgen konnte.
Die Charaktere sind auch in diesem Buch sehr gut ausgearbeitet und Peter Grant bleibt der sympathische Protagonist, der sich in einer Welt voller Magie und Übernatürlichem zurechtfinden muss. Sein sarkastischer Humor und sein pragmatischer Umgang mit dem Übernatürlichen machen ihn zu einer unterhaltsamen Figur, der man gerne folgt.
Die Romantik bleibt nach den Ereignissen des zweiten Bandes wieder etwas auf der Strecke. Zwar gibt es Hinweise darauf, dass sich zwischen Peter und der Flussgöttin Beverley etwas anbahnt, da Lesley Peter immer wieder mit Beverley verkuppeln will, doch wird dies nicht weiter thematisiert.
Obwohl ich von der Handlung des vorherigen Buches mehr angetan war, hat mir dieser neue Teil der Reihe wegen seines Humors und seiner Originalität gefallen, und ich möchte unbedingt mehr von dieser Buchreihe sehen!
Alles in allem ist „Ein Wispern unter Baker Street“ ein spannendes und unterhaltsames Buch, das den Leser in die faszinierende Welt der Magie entführt. Fans der Reihe werden an diesem Buch ihre Freude haben!