20. Mai
Rating:4

Kritik: Das Buch habe ich letztes Jahr zu meinem Geburtstag im Sommer bekommen. Davor hatte ich es schon ne Weile auf meiner Wunschliste. Das Cover hatte mich angesprochen und der Titel. Das schöne himmelblau, die Möwen und der Mann, der mit dem Fernrohr den Leuchtturm ins Blickfeld ruft. Es hat etwas Fernweh, von Sommer. von Unbeschwertheit. Und genau das hatte ich mir erhofft. Einen sommerlich leichten Roman. Als ich den Roman begann, wusste ich nicht, dass es der fünfte Teil einer Serie war. Hätte ich es nicht gewusst, hätte ich es auch nicht bemerkt. Man kommt ohne das Vorwissen der anderen Romane aus. Es wäre mir wahrscheinlich nicht mal aufgefallen. Aber nun zur Geschichte. Christine war mir von Anfang an sympathisch. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich ganz gut mit ihr idendifizieren kann. Auch ich neige dazu, Probleme zu viel zu zerdenken. Auch wenn sie Mitte vierzig ist, sie wirkt im Roman deutlich jünger. Und ihre Schwester ist dazu ein guter Gegenpol. Viel beschwingter, unbekümmerter kommt sie daher. Die Geschichte um die in Dubai verschollene Freundin Marleen fand ich etwas konstruiert und unwahrscheinlich. Allerdings war das Ergebnis sehr erheiternd und kurzweilig. Man fiebert schnell mit, wie Christine und Ines den Alltag in der Pension meistern. Es gibt viele schöne und lustige Momente mit den Inselbewohnern. Die Charaktere sind gut gezeichnet bis zu den kleineren Rollen. Liebevoll beschreben hat man sie direkt vor Augen. Ob es die etwas kauzige, aber kompetente Adelheid ist. Der tollpatschige, unsichere Hans-Jörg. Die schon etwas seltsamen, aber sher fürsorglichen ELtern der zwei Schwestern. Und dann die Männer in Christines Leben: der Sensationsjournalist Herr von Meyer, der geheimnisvolle Jurek oder David. Es gab keine Charakter, der mir richtig unangenehm oder nervig gewesen wäre. Auch für etwas Spannung und Geheimnis wurde gesorgt. Sowohl Adelheid und Pierre, als auch Jurek umgibt ein Geheimnis. Nichts ist eigentlich wie es anfangs scheint. Die Autorin sorgt immer wieder für neue und zumindest für mich ungeahnte Wendungen. So wird das Lesen dieses Romans zum leichten und unbeschwerten Vergnügen. Die Geschichte nimmt während der Zeit immer mehr an Fahrt auf. Es scheinen sich immer mehr Geheimnisse aufzutun. Chrsitine muss, um Marleens Geheimnis zu bewahren immer mehr lügen. Und im Zuge dessen misstraut sie immer mehr den einzelnen Inselbewohnern. Die Auflösung der Geschichte geht dann etwas sehr schnell und abrupt. Das verstärkte noch etwas den Eindruck der Konstruiertheit der Situation. Aber ansonsten wirklich lohnenswert. Einfach für den Strandkorb. Fazit: Wie schon oben beschrieben, war es ein wirklich sommerleichter Roman. Mit viel Humor und Spannung. Sicher nicht der tiefstgründigste Roman, den ich gelesen habe. Nichts, worüber man danach noch nachdenkt, aber ein kurweiliger Zeitvertreib.

Kein Wort zu Papa
Kein Wort zu Papaby Dora Heldtdtv Verlagsgesellschaft
22. Sept.
Rating:4

Ich hatte Urlaub mit Papa von Dora Heldt durch Zufall in einem Hostel gefunden während ich in den letzten drei Monaten dort gereist bin. Weil ich gerade nichts andres las dachte ich mir, ich könnte dieses Buch ja mal anfangen denn es klang wirklich lustig. Ich habe das Buch bereits nach einem Tag durch gehabt weil ich die Geschichte super fand! Total lustig geschrieben und eine super Reiselektüre! Da ich danach rausfand, dass dies jedoch schon der dritte Teil einer ganzen Serie ist, habe ich mir die ersten beiden Teile direkt danach auf mein Kindle runtergeladen. Ich war sofort von der Art zu Schreiben begeistert und mochte auch alle Protagonisten der Bücher da ich bei allen Ähnlichkeiten sowohl zu mir selbst als auch zu Freunden und Verwandten wiederfinden konnte (ich sage jetzt mal nicht wer mich hier an wen erinnert hat…) Die ersten zwei Bücher waren meiner Meinung nach nur eine Aufwärmübung denn die restlichen drei zeigen, dass Dora Heldt so viel mehr kann! Sie hat vom zweiten zum dritten Buch einen wahnsinnig großen Sprung gemacht. Ich bin mir nicht sicher ob ich die Serie nach Unzertrennlich noch weiter verfolgt hätte, aber da ich ja mit Urlaub mit Papa angefangen hatte konnte ich einfach nich anders als alle anderen auch zu lesen. Versteht mich hier nicht falsch, die ersten beiden Bücher sind es schon wert gelesen zu werden, aber richtig perfekt wird es erst ab dem dritten. Diese drei solltet ihr auf keinen Fall verpassen. Es macht auch nichts wenn man erstmal mit Urlaub mit Papa anfängt denn inhaltlich macht es keinen Unterschied ob man die beiden Vorgänger gelesen hat oder nicht. Durch die Einbindung von Christines Familie, vor allem ihres Vaters, schafft es Dora Heldt ab dem dritten Roman super lustige Geschichten zu erzählen. Wenn man denkt, es könnte ja eigentlich nicht noch schlimmer werden kommt es gleich doppelt so schlimm. Jede neue Situation und jedes neue Kapitel ist ein Kracher und ein Lacher nach dem anderen reiht sich aneinander. Manchmal konnte ich über mehrere Kapitel hinweg einfach nicht mehr aufhören zu lachen. Dadurch las ich schneller und schneller weil ich begierig auf mehr wartete und Dora Heldt enttäuschte mich nie. Das führte dann letzendlich dazu, dass ich die komplette Serie in Rekordzeit las. Man könnte nun vermuten, dass die Geschichten durch ihre Absurdität unrealistisch wirken aber obwohl sich Dora Heldt hier auf schmalem Grad wandert rutscht sie doch nie in die Unrealität ab. Jeder einzelne Charackter trägt extrem zum Erfolg der Geschichte bei. Ich kann mir bei keinem vorstellen auf ihn zu verzichten. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass Christine uns weiterhin begleiten wird und Dora Heldt es nicht müde geworden ist über sie und ihre verrückte Familie zu schreiben. Mehr meiner Reviews findet ihr hier: http://booksaroundtheworld.wordpress.com/

Kein Wort zu Papa
Kein Wort zu Papaby Dora Heldtdtv Verlagsgesellschaft