ein mehrfamilienhaus haus in israel. drei stockwerke. drei geschichten. die drei geschichten laufen parallel nebeneinander her und treffen sich nur durch minimalste berührungspunkte. was ich besonders spannend fand ist, wie sehr jede person im eigenen tunnel ist und wie wenig die nachbar*innen vom leben, welches nur wenigen meter entfernt abläuft, mitbekommen. und so sind es eher drei kurzgeschichten mit minimalen berührungspunkten. die etagen stehen für die drei ebenen von freuds strukturmodell ich, es, über-ich und geben dem roman damit mehr tiefe als ursprünglich erwartet. humorvoll - wie der klappentext es beschreibt - waren die geschichten allerdings nicht, eher düster und schwer. mit der ersten geschichte konnte ich nicht so viel anfangen, hatte probleme damit, dass es keine kapitel oder absätze gibt, die pausen zulassen. die anderen beiden geschichten sind ganz anders aufgebaut & haben mich dafür umso mehr gefesselt. eschkol nevo zeigt mit diesem buch, wie vielseitig er schreiben kann. und genau das hat mich am ende so überzeugt, dass ich auch sein neues buch gerne noch lese möchte.
11. Sept.Sep 11, 2024
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