
Nicht was ich mir erhofft hatte...
Ich erinnere mich noch daran wie ich 2020 in der Morgenpost meines Vaters eine zerreißende Kritik über "Ruf der Wildnis" mit Harrison Ford las. Ich speicherte mir damals schon ab, dass das ganze auf einem berühmten Roman basierte aber dann vergaß ich auch wieder den Rest. Vor zwei Jahren machte ich dann ein Zweiwöchiges Schulpraktikum in der lokalen Buchhandlung und bakam von dem Besitzer dieses Buch geschenkt. Jetzt habe ich mich, sechs Jahre nachdem ich das erste Mal die Inhaltsangabe las, diesen nur 130 legendären Seiten der Abenteuerliteratur gewidmet. Ich war bereit mich auf den Weg eines Hundes zu begeben, der aus seiner Heimat entführt, abgehärtet und geliebt wird nur um letztendlich zum Wolf zu werden... Was würde ich enttäuscht! Die Handlung ist nett und Buck ist ein guter Protagonist aber ich habe ein riesiges Problem mit dem Buch. Es mag an der 2013er Übersetzung von Lutz Wolff liegen aber dieses Buch ist furchtbar geschrieben. Charakterentwicklung werden ausgesprochen, jegliche Exposition ist trocken und langweilig und die Handlung fühlt sich zu kurz und gestreckt zugleich an. Es ist als würde man einen Wikipedia Artikel lesen. Hier wird nichts der Fantasie überlassen, keine Eigenleistung der Leserschaft durch Metaphern o.Ä. gefordert sondern nur stumpf beschrieben was wie passiert. Ich hatte wirklich keinen Spaß mit diesem Buch. Die 130 Seiten haben mich etwa zwei Wochen gekostet. Wäre es nicht so kurz hätte ich es abgebrochen.




















