Ich habe in den letzten Jahren die japanische Literatur kennen und schätzen gelernt, daher habe ich auch dieses Buch aus dem öffentlichen Bücherschrank gerettet. Und bin enttäuscht. Die Geschichte plätschert vor sich hin, ein unsympathischer Charakter nach dem anderen taucht auf und die gesamte Atmosphäre ist eher grau und leblos, so dass ich kaum wissen wollte, wie das Buch ausgeht. Leider keine Leseempfehlung.
Alltagserzählungen aus einem Trödelladen mit herzlichen Charakteren, die man schnell ins Herz schließt. Wenig tiefgründig, dadurch aber erfrischend leicht zu lesen
Hitomi, Ende 20 arbeitet im Trödelladen von Herr Nakano. Mit zum Figurenensemble gehören noch die Schwester des Ladenbesitzers und ein schüchterner Lieferjunge namens Takeo.
Der Erzählstil der Autorin ist schrecklich eigenwillig und entgegen mancher Rezensionen fand ich wenige (nachvollziehbare) Gefühlsregungen, noch irgendwelche Empathie bei den Charakteren. Jeder lebt in diesem Laden für sich und vor sich hin, ab und an wird gemeinsam gespeist oder es werden zusammenhanglose Gespräche über Beziehungen, Sexualität und den Kram aus dem Trödelladen geführt.
Wohingegen die idyllische Ruhe einer Yoko Ogawa den Leser ins Buch hineinzieht, lässt einen "Herr Nakano und die Frauen" mit absoluter Leere zurück. Sprachlich nichts besonderes, ab und an ein kühner, unkonventioneller Witz, ansonsten sehr belanglos.