An sich wieder spannend weil man genaueres erfährt aber die Wiederholungen sind etwas langatmig 🙈
Nach den üblichen Werken ("Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit") war dies mein nächster Tolkien und mein erster Ausflug in die erweiterte Welt, die dieser geschaffen hat. Die Erzählung selbst ist sehr kurz, weshalb in meiner Ausgabe noch Hintergrundinformationen, Karten und eine zusätzliche Version zu finden sind. All dies ist faszinierend zu lesen und natürlich hatte ich meine helle Freude an den Karten. Je mehr ich Tolkiens Werk kennenlerne, desto mehr muss ich den Hut vor ihm ziehen. Man bekommt bei ihm wirklich den Eindruck, dass er selbst in dieser Welt zu Besuch war und es mit uns teilen möchte. Dennoch bin ich eine völlig Fremde und stolperte über Namen, Ausdrücke, Städte, Begriffe, die mir allesamt unbekannt waren. Im Anhang wird stets auf das "Silmarillion", von daher wäre es wohl gescheit gewesen, zuerst dieses zu lesen. Vielleicht hätte ich mich dann ein wenig besser zurecht gefunden. Da ich den Ausflug in die Geschichte und Sagenwelt Mittelerdes genossen habe, werde ich ganz sicher noch mehr von Tolkien lesen. Und irgendwann werde auch ich mich in seiner Welt freier und sicherer bewegen können.
Es hat sehr lange gedauert. Tolkiens Schreibstil ist ja bekanntlich eher trocken und wenig lebhaft, eher wie ein Bericht der Ereignisse ohne dass Empfindungen der Figuren detailreich widergespiegelt werden. Dieser Auszug besteht wohl aus zusammengetragenen Notizen und wirkt dadurch sogar noch trockener? Ich bin großer Fan von Tolkien, aber seine Lektüre verlangt mir doch immer einiges ab. Die Ankunft in Gondolin endet abrupt, der zweite Teil bis zum Fall von Gondolin wirkt deutlich lebhafter und dadurch auch deutlicher im Verständnis. Ich habe mir sehr schwer getan, aber das hat Tolkien für mich immer an sich.


