Ich habe jetzt schon einige Gedichtbände von Mascha Kaléko gelesen. Dieser stammt, wie ihre Nachlass-Verwalterin Gisela Zoch-Westphal im Nachwort offenbart, aus dem Nachlass ihrer letzten Wohnung in Jerusalem. Jeder Gedichtband kann immer nur eine Auswahl darstellen, in diesem kommt nicht immer ihr trockener, pointierter Humor durch, lesenswert ist diese Sammlung allemal.
Ich lese es - ich fühle mich verstanden. Und doch bleibe ich gefangen, also lese ich erneut, um zu fühlen und zu verstehen. Hier wird die Welt von Mascha Kaléko eingeschenkt und wem sie eingeflößt, stellt sich die Frage: Wieviel Schluck bedarf es?
25 Frauen 2025 - Buch 14: Wer keine Gedichte mag, hat noch keins von Mascha Kaléko gelesen! Ich bin so froh, dass mir dieser Band, der Gedichte aus dem Nachlass enthält, in die Hände fiel. So durfte ich einige ihrer Gedichte entdecken, die ich vorher noch nicht kannte. Ich mag ihren modern klingenden Stil. Meiner Meinung nach vermag sie oft das Wesen von Gefühlen oder Zuständen treffend-klar und gleichzeitig poetisch darzustellen. In manchen Gedichten steckt aber auch viel Witz bzw. ein Augenzwinkern. Dass sie im Exil gelitten hat, hört man der dort verfassten Lyrik an. Diesmal haben mich aber vor allem die Liebesgedichte berührt. Mein Lieblingsvers ist aktuell folgender, der meines Erachtens nach an ihren verstorbenen Mann gerichtet ist: "Du hörtest mein Gras wachsen."

Der Name des Buches ist sehr schön gewählt. Von allen Gedichtbänden, die ich bisher gelesen habe, spricht mich dieser am meisten an. Diese Sammlung vereint so viele verschiedene Themen, Liebesgedichte, Exillyrik uvm. Sehr schöne Lyrik mit einem besonderen geschichtlichen Hintergrund.




