29. Juli

Insgesamt gibt der Autor einen guten Überblick über die verschiedenen Kategorien von Katastrophen, die die Welt seit Beginn der aufgezeichneten Geschichte heimgesucht haben. Er liefert kurze Zusammenfassungen der Katastrophen und Schlussfolgerungen zu den Reaktionen der Menschen, die entweder die Katastrophe erfolgreich bekämpfen oder durch politische Dummheit dazu beigetragen haben, die negativen Folgen dieser Katastrophen zu verstärken. Niall Ferguson gelingt es, in die Katastrophenanalyse das Leitthema Corona einzuflechten, in dem er Covid-19-Themen vergleicht und versucht, eine historische Diskussion/Analyse vergangener Katastrophen mit der aktuellen Pandemie zu einem aktuellen und zeitgemäßen Buch zu machen. Leider wird dieses Buch zur falschen Zeit veröffentlicht, denn es beruht auf Covid-19-Informationen, die auf Daten vom August 2020 basieren, die sowohl veraltet als auch in vielen Fällen falsch sind, wenn man die aktuellen Ereignisse zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und des Lesens, September 2021, betrachtet. Hätte der Autor entweder abgewartet, bis die Pandemie hinreichend abgeschlossen ist und genaue Daten zur Verfügung stehen, oder hätte er den Covid-19-Kommentar einfach weggelassen, würde dieses Buch meiner Meinung nach viel besser abschneiden. Das Hauptthema heißt "Politik der Katastrophe", wobei der Autor sowohl impliziert als auch behauptet, objektive Meinungen und Analysen der Politik in Bezug auf die verschiedenen vorgestellten Katastrophen darzustellen. Nail Ferguson gelingt im Großen und Ganzen eine objektive Sichtweise, mit Ausnahme der Themen rund um Covid-19, bei denen der Autor leider eindeutig politisch voreingenommen ist. Wer sich für historische Analysen der politischen Auswirkungen von Katastrophen im Guten wie im Schlechten interessiert, für den ist das Buch von Niall Ferguson eine interessante Lektüre. Wenn Sie jedoch Einblicke in Covid-19 und die politischen Auswirkungen auf seine globalen Folgen suchen, werden Sie weder mit der Tiefe und Genauigkeit der Informationen über Covid-19 noch mit den Analysen und den eindeutig politisch voreingenommenen Standpunkten zufrieden sein.

Doom
Doomby Niall FergusonDVA
27. Nov.

Insgesamt gibt der Autor einen guten Überblick über die verschiedenen Kategorien von Katastrophen, die die Welt seit Beginn der aufgezeichneten Geschichte heimgesucht haben. Er liefert kurze Zusammenfassungen der Katastrophen und Schlussfolgerungen zu den Reaktionen der Menschen, die entweder die Katastrophe erfolgreich bekämpfen oder durch politische Dummheit dazu beigetragen haben, die negativen Folgen dieser Katastrophen zu verstärken. Niall Ferguson gelingt es, in die Katastrophenanalyse das Leitthema Corona einzuflechten, in dem er Covid-19-Themen vergleicht und versucht, eine historische Diskussion/Analyse vergangener Katastrophen mit der aktuellen Pandemie zu einem aktuellen und zeitgemäßen Buch zu machen. Leider wird dieses Buch zur falschen Zeit veröffentlicht, denn es beruht auf Covid-19-Informationen, die auf Daten vom August 2020 basieren, die sowohl veraltet als auch in vielen Fällen falsch sind, wenn man die aktuellen Ereignisse zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und des Lesens, September 2021, betrachtet. Hätte der Autor entweder abgewartet, bis die Pandemie hinreichend abgeschlossen ist und genaue Daten zur Verfügung stehen, oder hätte er den Covid-19-Kommentar einfach weggelassen, würde dieses Buch meiner Meinung nach viel besser abschneiden. Das Hauptthema heißt "Politik der Katastrophe", wobei der Autor sowohl impliziert als auch behauptet, objektive Meinungen und Analysen der Politik in Bezug auf die verschiedenen vorgestellten Katastrophen darzustellen. Nail Ferguson gelingt im Großen und Ganzen eine objektive Sichtweise, mit Ausnahme der Themen rund um Covid-19, bei denen der Autor leider eindeutig politisch voreingenommen ist. Wer sich für historische Analysen der politischen Auswirkungen von Katastrophen im Guten wie im Schlechten interessiert, für den ist das Buch von Niall Ferguson eine interessante Lektüre. Wenn Sie jedoch Einblicke in Covid-19 und die politischen Auswirkungen auf seine globalen Folgen suchen, werden Sie weder mit der Tiefe und Genauigkeit der Informationen über Covid-19 noch mit den Analysen und den eindeutig politisch voreingenommenen Standpunkten zufrieden sein.

Doom
Doomby Niall FergusonDVA
10. Juli
Rating:5

In seinem aktuellen Buch zieht der Historiker Niall Ferguson Bilanz aus vergangenen Krisen der Menschheit (Pandemien, Hunger- und Naturkatastrophen, Kriege) seit der Antike bis heute, beschreibt Ursachen, u.a. was dazu führte, dass Warnungen häufig ungehört blieben, warum die Erkenntnisse der Netzwerkforschung so wichtig bei der Bekämpfung von Pandemien sind usw. Besonders interessant fand ich den Ausflug in die "Fraktalgeometrie der Katastrophe". Ferguson analysiert die Verkettungen von aktiven und latenten Fehlern bei "kleinen" Unglücken (Titanic, Zeppelin Hindenburg, Spaceshuttle Challenger, Tschernobyl sowie einen schweren Flugzeugunfall auf der Startbahn) und bezieht diese auf die großen, komplexen Katastrophen. Seine These: Immer versagen die mittleren Führungsebenen, schwerfällige Hierarchien in Bürokratien wie auch Managements privater Unternehmen. Ferguson erklärt, was wir im Hinblick auf die nächste Pandemie von den Positivbeispielen Taiwan und Südkorea und besonders von den Negativbeispielen USA und Großbritannien bei Corona lernen können. Dabei geht es nicht nur um das Wissen über den Krankheitserreger, sondern auch um das Verständnis von Netzwerkstrukturen, über die er sich verbreitet. Dasselbe gilt für Ideen. "Wie die reale Pandemie lässt sich auch die Infodemie nur über die Struktur der Netzwerke verstehen, über die sie sich verbreitete." Ich finde, bei dem inzwischen erreichten zeitlichen Abstand zu Corona habe ich das Buch genau zum richtigen Zeitpunkt gelesen.

Doom
Doomby Niall FergusonDVA
23. Sept.
Rating:2

Hm. Es hat lange gedauert, aber ich habe es heute doch noch geschafft, „Doom“ von Niall Ferguson zu lesen. Übersetzt wurde es von Jürgen Neubauer. Niall Ferguson ist ein Historiker. Aber wohl nicht nur irgendein Historiker. Nein. Er ist laut dem Autorentext „einer der bekanntesten und renommierten Historiker unserer Zeit“. Er schrieb bereits eine Vielzahl an Büchern, die wahrscheinlich zu seiner Bekanntheit beigetragen haben. Eigentlich beschäftigt er sich hauptsächlich mit Finanz- und Wirtschaftsgeschichte. Nun hat er aber 2021 ein Buch über die Katastrophen der Zeit rausgebracht. Und ich bin mir nicht sicher, ob ihm das wirklich gut gelungen ist. Ja, es gab viele Informationen, die Katastrophen waren und auch in sich spannend. Ja, einige Stellen fand ich auch hilfreich und haben mir neue Lehren und Theorien vorgestellt. Aber! Und das ist wichtig! Aber, es war doch eine Aneinanderreihung vieler Geschichten, die in unterschiedliche Bereiche fallen und zwecks Leid und Tod Gemeinsamkeiten aufwiesen, aber dennoch die Leser:innen oft fragend zurücklässt. Die Corona-Pandemie ist noch nicht beendet und schon wird über sie philosophiert. Vor allem über ihre Folgen. Ferguson gesteht im Buch, dass Historiker:innen die Zukunft nicht voraussagen können, sondern nur bestätigen, dass es so war. Dennoch malt er nun eine düstere Zukunft voraus. Zunächst hat er seine Voraussage aber anhand vieler Beispiele der Vergangenheit dargestellt. Natürlich wird die Spanische Grippe erwähnt und auch die Weltkriege bleiben nicht ungenannt. Hinzu kommt noch ein wenig die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, der Untergang der Titanic und der Zeppelin Hindenburg darf auch nicht fehlen. Darüber eine Prise Kalter Krieg und schon haben wir ein Töpfchen voller Katastrophen, die alle Menschenleben gekostet haben und die Welt erklären. Ab und an wird dann noch erklärt, wie Pandemien funktionieren. Welche Regeln aufgestellt wurden, um sie einzudämmen (Muss ich das erwähnen? Wir wissen es alle noch zu gut.) Viele Ansätze im Buch fand ich an sich wirklich lehrreich und auch Theorien, die vorgestellt wurden, hätte ich gerne intensiver kennengelernt. Aber für derartig viele Katastrophen reichen 500 Seiten nun mal nicht. Dennoch bleibt mir schleierhaft, weshalb man nicht Themen einzeln für sich betrachten kann, anstatt alles einmal zu erwähnen. Während des Lesens war ich demnach oft sehr verwirrt und habe den Zusammenhang vermisst. Wenn ich gedanklich noch bei technischen Fehlern war, die man mit Kontrollen beheben hätte können, platzte schon das nächste Thema herein. Das war mir alles zu wirr. Und Bücher über Corona während Corona gerade noch in den Babyschuhen war, brauche ich echt nicht lesen. Vielleicht in 30 Jahren. kostenloses Rezensionsexemplar

Doom
Doomby Niall FergusonDVA