
"Die Freiheit der Entscheidung ist es doch, was uns zu Menschen macht. Dass wir selbst entscheiden können, was wir tun..
..selbst wenn wir damit unser Leben riskieren." Im Jahr 2065 verschwindet Tonis Bruder. Gleichzeitig kommt Sol neu an Tonis Schule und ist ganz anders, als die anderen im System. Um ein möglichst gesundes Weiterleben der Menschheit zu fördern, halten sich alle im System an bestimmte Normen - aber niemand weiß so richtig, was passiert, wenn man die Konformität verlässt. Auf der Suche nach ihrem Bruder findet Toni vor allem sich selbst und lernt, was das System eigentlich ist. Was für ein tolles Buch! Stefanie Höfler hat sich, nach eigener Aussage, zum ersten Mal an einer Dystopie versucht und es ist ihr so gut gelungen, dass man denken könnte, es wäre ihr Stammgenre. Es ließ sich leicht lesen und war einfach packend. Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder Briefe, die einen langsam an den Hintergrund des Forschungsprojekts heranführen und man fiebert zwiegespalten mit zwischen Ethik in der Wissenschaft und dem Versuch für ein größeres Wohl zu sorgen. Höflers Schreibstil ist fast schon poetisch durch die vielen Farben, die sie beschreibt und die Gespräche zwischen Toni und Sol verleihen Schmetterlinge im Bauch. Am Ende des Buches kann man endlich alle Stränge verknüpfen und auch der Titel ergibt auf eine richtig schöne Weise Sinn. Einfach ein super spannendes und zum Nachdenken anregendes Jugendbuch. • Vielen Dank an Stefanie Höfler und Beltz & Gelberg für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares über NetGalley - meine Meinung ist davon unbeeinflusst • • Das Exemplar auf dem Foto ist selbstgekauft •



