Kurzes Jugendbuch mit viel Potential
Ich habe dieses Jugendbuch aus pädagogischem Interesse gelesen, um es eventuell im Deutschunterricht lesen zu können. Würde es für Klasse 7-8 empfehlen, es ähnelt etwas 'Tschick'. Zum Inhalt: Der 14-jährige Benny ist viel umgezogen und lebt nun seit einiger Zeit in einer kleineren Stadt in Bayern, zusammen mit seiner alkoholkranken Mutter in einem Hochhaus der sozialschwächeren Gegend. Zu Beginn des Romans trifft er auf Idris und Izmira (mit mazedonischen Wurzeln), die Geschwister sind gerade aus München hergezogen und helfen ihm aus nicht nur einer brenzligen Situation. Es entwickelt sich eine Freundschaft, die viele schwierige Themen anreißt: Rassismus, Krieg, Abwesenheit des Vaters, Mut, Armut, Alkoholismus und Stiefvaterschaft ... Der Roman schafft es, diese Themen anzusprechen, ohne es zu schwer werden zu lassen, sodass auch Jugendliche an die Themen herangeführt, aber nicht überwältigt werden. Im Mittelpunkt steht der Plan eines Roadtrips nach Slowenien und vor allem die Freundschaft. Ich freue mich auf die Lektüre innerhalb des Unterrichts. Mit unter 200 Seiten und einem männlichen Protagonisten sehe ich großes Potential.
