
»Man darf nicht vergessen, dass diese Versprechen eines maschinellen «Besser» für die Menschen gedacht waren«
Martina Heßler geht in ihrem Buch dem Verhältnis von Mensch zur immer fortschreitenderen Technik sowie menschlichen Fehlern, anhand gewählter Beispiele, auf die Spur. Mehr noch als zur Zeit der Industrialisierung prägt dieses Zusammenspiel die gesellschaftlichen Diskussionen, insbesondere hinsichtlich der KI. Doch stimmt es wirklich, dass Menschen mehr Fehler machen als Maschinen, die ja gemäß unserer Vorstellung, exakt und genau programmiert sind und unsere menschliche Arbeits- und Gedankenkraft teilweise ersetzen? Martina Heßlers „Sisyphos im Maschinenraum“ war mein Favorit der drei Sachbücher, die für den Bayerischen Buchpreis nominiert sind und ich habe mich gefreut, dass ich es auch als Patenbuch bekommen habe. Nicht weil mich das Thema besonders interessiert, sondern eher weil ich darüber bisher wenig wusste und gerne dadurch mehr erfahren und lernen wollte. Aber schon auf den ersten Seiten hatte ich meine Schwierigkeiten damit und leider blieb es dabei. Denn die Sprache erinnert eher an einen fachwissenschaftlichen Aufsatz, als an ein populärwissenschaftliches Buch. Dementsprechend und ohne mein dafür benötigtes Vorwissen konnte ich dem Inhalt kaum folgen und wurde von einer Aneinanderreihung von Aussagen und Zitaten ausgewählter Wissenschaftler regelrecht erschlagen. Noch dazu fand ich den Stil sehr monoton und nicht passend, um neue Menschen für die behandelte Thematik begeistern oder sie darüber informieren zu können. So hing ich immer schon bei den jeweils ersten Sätzen neuer Kapiteln und wusste nicht weiter, da ich vor lauter Fachtermini überhaupt nichts verstand. Schlussendlich muss ich sagen, dass dieses Buch für mich ohne Vorwissen und starkes Interesse für die Materie kaum lesbar und wohl eher für einen kleinen, gehobenen wissenschaftlichen Kreis bestimmt ist, was sehr schade ist. Schließlich wäre ich gerne tiefer in die für mich so fremde Materie eingetaucht.
