Eine Frau, deren Lebensgefährte nach 25 Jahren plötzlich verstirbt. Neben ihrer Trauer sieht sie sich auch seiner Familie gegenüber, die ihr nichts lassen möchte... Ein sprachlich guter Roman über die Trauer, das Leben und die Liebe. Schlussendlich für mich aber nicht neu in seiner Botschaft. Ausführliche Rezension folgt auf meinem Instagramaccount seelich_buchliebe
langweilig...
mich hat das Buch leider nicht überzeugt :-(
*Ich habe das Buch als e-arc von NetGalley bereitgestellt bekommen * Renata und Konrad leben seit ca. 25 Jahren in einer Partnerschaft, auch wenn der Wunsch da war, ist diese Beziehung kinderlos geblieben, was dem Paar jedoch nicht die Freude aneinander nimmt. Alles wirkt perfekt, auch ohne den Ehe Status. Die beiden teilen nicht nur ihr Leben miteinander, sondern auch die Liebe zur Kunst. Für Renata bricht daher ihre ganze Welt zusammen als ihr die Nachricht mitgeteilt wird, dass Konrad unerwartet verstorben ist. Das die beiden nicht verheiratet waren und seine Familie Renata nicht leiden kann, ist in der folgenden Zeit nur die Spitze des Eisbergs. Vor dem Lesen klang der Inhalt des Buches nach etwas sehr neuem für mich, da gerade die Trauerzeit eher verkürzt oder gar nicht erwähnt wird in Geschichten (jedenfalls habe ich noch nichts in diese Richtung gelesen). Ich konnte mich gut in Renata hineinversetzen, ihre Gefühle vor allem die Trauer, Liebe und auch Wut waren sehr greifbar. Wobei ich selbst die meiste Zeit während des Lesens sehr wütend war... Gerade auf Konrads Familie, gerne hätte ich aus deren Sicht oder Vergangenheit gelesen, um vielleicht nachvollziehen zu können, warum sie nach dem Tod so gehandelt haben. Bis zum Ende hin hatte ich etwas Hoffnung, dass eines der Familienmitglieder einen Wandel durchläuft, da die Situation für Renata (meiner Meinung nach) immer noch ein wenig schlimmer wurde. Besonders gefallen hat mir der poetische Schreibstil und die sehr guten Informationen zur Geschichte in Verbindung mit der Architektur.
Geht ans Herz und unter die Haut.

Wie soll man nach dem Tod der großen Liebe weiterleben? Davon erzählt Sabine Gruber in ihrem neuen Roman »Die Dauer der Liebe«. Die Nachricht zieht Renata den Boden unter den Füßen weg. Ihr Lebensgefährte Konrad, mit dem sie die letzten 25 Jahre zusammengelebt hat, die Liebe ihres Lebens, ist gestorben. Während Renata versucht, diesen Schock zur verarbeiten, erscheint Konrads Familie auf der Bildfläche. Sie akzeptieren die Partnerschaft nicht und ignorieren Konrads Wünsche. Und es kommt noch schlimmer. Renata und Konrad waren nicht verheiratet und das hinterlassene Testament ist nicht rechtsgültig. Renate muss zusehen, wie Konrads Familie alles an sich reißt, von der Einrichtung des gemeinsamen Landhauses bis hin zu Konrads Werken als Fotograf und Architekt. All die gemeinsamen Erinnerungsstücke. Renata versucht sich ins Leben zurückzukämpfen. Sie skizziert einen neuen Entwurf - doch wie sieht dieses neue Leben ohne Konrad aus? Gruber macht den Schmerz und die Trauer spürbar. Es tut weh, diesen Roman zu lesen. Und wütend. Verdammt wütend. Diese Geschichte handelt nicht nur von dem Verlust eines geliebten Menschen, das Aushalten des Schmerzes und des Schweigens. Sie handelt auch vom Loslassen und Weiterleben, von später Intimität, Liebe und Begehren. Der Schreibstil von Gruber ist klug, ihre Sätze fast schon poetisch. In ihren Zeilen schwingt trotz des Schmerzes und Zorns eine ordentliche Prise Humor mit, sodass die Schwere erträglicher wird. Das Geschichte wird leise und langsam erzählt. Der Klappentext lässt einen Spannungsbogen vermuten, dieser fehlte mir jedoch leider während des Romans. Dennoch ist »Die Dauer der Liebe« eine sehr ergreifende Geschichte!
Eines Abends steht die Polizei vor Renatas Tür. Konrad, ihr Lebensgefährte, ist unerwartet auf einem Parkplatz verstorben. Nun muss die Übersetzerin nicht nur damit klarkommen, dass eine geliebte Person sie nach 25 Jahren für immer verlassen hat, sondern auch mit der Tatsache, dass – vor dem Gesetzt und vor allem für Konrads Familie – eine Liebe ohne Trauschein nichts wert ist. So beginnt eine niederschmetternde Zeit für Renata und schon bald muss sie sich fragen, ob sie wirklich alles über ihren Partner wusste. „Die Dauer der Liebe“ ist mein erstes Buch der österreichischen Autorin Sabine Gruber, die für ihr Werk - bestehend aus Erzählungen, Gedichten, Hörspielen, Theaterstücken und Romanen - mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Handlung wird aus Sicht der Protagonistin in der Gegenwartsform und der dritten Person erzählt, so dass wir das Gefühl haben, Renata von Anfang an durch diese furchtbare Situation zu begleiten und ihre Emotionen unmittelbar und in all ihrer Wucht zu erfahren. Das ist vor allem dann eindringlich, wenn geschildert wird, wie Konrads Familie dessen Wünsche völlig übergeht und Renata um so viele wertvolle und Erinnerungsstücke betrügt. Renata selbst fühlt sich nach Konrads Tod wie betäubt, den Handlungen von Schwiegermutter, Schwägerin und Schwager hat sie nichts entgegenzusetzen. Verzweifelt klammert sie sich an an die Erinnerungen, die sie mit ihrem Lebensgefährten verbinden, doch mit jedem Gegenstand, der aus der gemeinsamen Wohnung verschwindet, scheint auch er nach und nach zu verblassen. Als sie schließlich in Konrads Kleidung und seinen Unterlagen Hinweise auf ein großes Geheimnis entdeckt, findet ihr guter Freund Bruno das sogar positiv. Denn vielleicht, so hofft er, kann das Renata endlich aus ihrer Lethargie reißen. Sabine Gruber ist hier eine großartige Geschichte über Trauer und Verlust gelungen, aber auch darüber, dass Familienbande beim Thema Geld dann oft doch zerreißen. Ihr Schreibstil ist mitreißend, ihre Worte voll schmerzhaft-poetischer Wahrheit, aber das ganz ohne Kitsch. Damit macht „Die Dauer der Liebe“ große Lust, das weitere Werk der Autorin zu entdecken.





