21. Feb.
Rating:3

Bukarest‘ Geschichte als Familiensaga

Ich erzählte alles, was ich wusste, und noch viel mehr, und die leuchtenden Augen meiner Tochter ermutigten mich, nicht aufzuhören, denn das war das einzige, was uns geblieben war. (Seite 337) Nach über 300 Seiten erfährt man, was man eigentlich liest. Florescu zeichnet eine düstere Geschichte der rumänischen Hauptstadt, eingebettet in der Geschichte einer Familie. Die Söhne gehen zur Feuerwehr wie vor ihnen ihre Väter und deren Väter und wie ….. Sie löschen Brände. Egal ob von fremden Mächten ausgelöst, welche die Stadt in Schutt und Asche legen, oder einheimische Machthabende und ihre Widersacher. Lagen kämpfen Gruppierungen unterschiedlicher Art gegeneinander und legen Brände. Egal wer gerade an der Macht ist, löscht die Feuerwehr das Feuer. Völlig apolitisch. Bis der Brand kommt, den auch die Feuerwehr nicht löschen kann: der Kommunismus. Er bringt endgültig die Angst und den Verrat in jede Familie. Es gibt keine Kämpfe zwischen Gruppierungen mehr, denn schon der leiseste Verdacht kann jahrelange Haft und lebenslange Ausgrenzung bedeuten. Ich liebe Florescus Erzählstil, aber zu oft habe ich mich gefragt, worum es bei diesem Buch geht. Wer zu Ende liest, wird belohnt. Es sind Sätze wie „doch was hat es für einen Sinn, ein Kind in die Welt zu setzen, nur um ihm dann seine Hoffnung zu nehmen?“, die dem Buch seinen Wert geben

Der Feuerturm
Der Feuerturmby Catalin Dorian FlorescuC.H.Beck
27. Feb.
Rating:3

Es geht um mehrere Generationen einer Familie von Feuerwehrmännern, um eine Beschreibung, wie früher das Leben in Bukarest war, insbesondere Erlebnisse von Gefangenen, wie die Kommunisten an die Macht kommen und um die Angst. Es bedarf eines langsamen Lesens.

Der Feuerturm
Der Feuerturmby Catalin Dorian FlorescuC.H.Beck