Das Buch versucht, die bekannten Skandale und Anekdoten aus den Quellen in den richtigen historischen und gesellschaftlichen Kontext zu stellen. Sommer zeigt auf, wie diese Geschichten das Bild des "dunklen Rom" geprägt haben und wie sie uns auch heute noch einen Spiegel vorhalten. Dabei entstaubt er die klassische Vorstellung der Antike und offenbart eine Welt, die gleichermaßen fremd, bedrohlich und doch erstaunlich vertraut wirkt. Er nimmt die Leser mit auf eine Entdeckungsreise durch die römische Unterwelt und behandelt Themen, die damals wie heute für Aufsehen sorgen: Verschwörungen und Intrigen: Sommer erzählt von brutalen Machtkämpfen, politischen Skandalen und perfiden Mordanschlägen, die bis in die kaiserlichen Paläste reichten. Kriminalität und Spionage: Es geht um Giftmischer, Meuchelmörder, antike Spione und Geheimagenten, die für den Staat oder für eigene Zwecke agierten. Geheime Kulte und Rituale: Das Buch gewährt Einblicke in obskure Geheimlogen und Kultpraktiken, die im Verborgenen stattfanden. Moral und Laster: Sommer untersucht die Lebensweisen und Moralvorstellungen der Römer, die oft im Widerspruch zu den offiziellen Normen standen – von Drogenkonsum über Prostitution bis hin zu sexuellen Exzessen der Elite. Ich habe nur den Klappentext gelesen und habe mir einen anderen zusammendhängenderen Aufbau gewünscht. Es ist aber wie ein klassisches Sachbuch, also sehr thematisch eingeteilt, mit Erzählungen aus der Historie.
Natürlich habe ich erwartet ein Sachbuch in Händen zu halten, das ein gewisses Vorwissen voraussetzt, aber DAS. Pft. So viele Namen, Daten, lateinische und griechische Einschübe mitten im Satz! Hätte man gut lassen können Die Kapitel hatten zwar unterschiedliche Namen, aber inhaltlich waren sie alle gleich um ehrlich zu sein... Und bitte was war das für ein Epilog? Warum packt man eine so 0 8 15 Mordgeschichte von einem Herrn Winckelmann in den Epilog. Außerdem guter Tipp: nächstes Mal vielleicht nicht im letzten Absatz erwähnen, dass es vielleicht "Mord im Schwulenmileu" gewesen ist. Lässt ein ungutes Gefühl auf der Zunge zurück und hätte mich (als Teil der LGBTQ) fast nur 2 Sterne vergeben lassen. Alles in allem nicht besonders viel Dark und nicht besonders viel Geheim. Schade dass ich doch über 20 Euro dafür ausgegeben habe...
Interesting facts about life in the Roman Empire. Fun to read, a lot to learn.
Das Buch „Dark Rome“ befasst sich mit der dunklen Seite der römischen Geschichte. Ob Drogen, Korruption, Mord und noch vieles mehr – Michael Sommer bringt Licht ins Dunkle. Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, dadurch ist das Buch gut und schnell lesbar. Außerdem verwendet er viele lateinische Begriffe und Redewendungen, die jedoch sofort ins Deutsche übersetzt werden. Mir ist dies besonders wichtig, da ich der Sprache nicht mächtig bin. Auch wenn ich schon einige Bücher gelesen und unzählige Dokumentationen gesehen habe, konnte ich dennoch Neues aus dem Buch mitnehmen. Denn egal, wie viel man bereits weiß, es wird nie alles sein. ;-) Ich kann das Buch jedem, der sich für dieses Thema interessiert ans Herz legen!
Schmeckt
Ein wirklich interessantes und faszinierendes Buch, randvoll mit funfacts über das Alte Rom, von Drogendealern, mystischen Sekten, Meuchelmördern bis zu den versautesten Kaisern und Kaiserinnen überhaupt. Wirklich eine Goldgrube für Rom-Fans :)
Spannender Perspektivwechsel
Michael Sommer ist Professor für Alte Geschichte in Oldenburg und mir bereits im Studium des Öfteren auf den Bibliotheksausweis gebucht worden. Mit „Dark Rome“ legt er nun ein auch im Taschenbuch erhältliches Werk vor, das die eher düsteren Geschichten der antiken römischen Gesellschaft zeigt, die sonst gerne verherrlicht wird. In 10 Kapiteln behandelt der Historiker verschiedene Themen von Sex, Drugs and Giftmischerei, sowie Geheimschriften, Verschwörungen und weiteren spannenden Gebieten der sonst im Untergrund stattfindenden römischen Prozesse. Das Schöne dabei ist, dass Sommer zu jedem Thema mit etlichen Geschichten aufwartet, die Hintergründe und Historiographie erläutert und zahlreiche Literaturangaben zur vertiefenden Lektüre an die Hand gibt. Damit bleibt das Werk durchweg spannend und bietet eine bildende wie auch unterhaltsame Reise in die Welt des antiken Roms. Faszinierende Geschichten und erstaunliche wie entsetzliche Erzählungen erwarten jeden, der dieses Buch lesen möchte. Es bleibt nicht aus, dass der Autor auch auf die Quellenlage verweist, die zum Teil sehr überschaubar ist und damit eine Objektivität nicht garantiert. Gerade das macht das Buch und die Inhalte umso authentischer. Eine Empfehlung für jeden, den das antike Rom interessiert und der auch eine Perspektive abseits verherrlichender Dokumentationen kennenlernen möchte!
Nur was für echte Rom-Freaks. Zum gemütlichen Lesen für Interessierte ungeeignete.






