21. Dez.
Rating:4

Jonas Lüscher ist einer der wenigen Schweizer Autoren, die ich auf Autobuy eingestellt habe. Viel hat er zwar noch nicht veröffentlicht, aber wenn etwas erscheint, hole ich es mir. So auch dieses Büchlein, das kein Roman ist, sondern die Niederschrift eines Vortrages, den Lüscher über mehrere Abende gehalten hat. Der Titel ist Programm und Lüscher erklärt uns, wieso er selbst sich ins Erzählen flüchten musste. Dabei holt er weit aus. Klingt schlimm, ist es aber nicht. Es für an Literatur Interessierte sogar ein sehr spannender Ausflug in die Geschichte und Philosophie des Erzählens. Dabei erfährt man auch ein paar sehr persönliche Dinge über den Autoren selbst und dabei auch über seine Bücher. Somit richtet sich der Text in erster Linie an Literaten und jene, die Lüschers bisher noch bescheidenes Werk schätzen. Jedoch versucht sich der Autor, den Text so einfach wie möglich zu halten, damit auch ein breiteres Publikum Zugang finden kann. Dennoch sollte man sich vor Augen halten, dass es dennoch ein Vortrag über Literatur ist und auch dementsprechend geschrieben. Man trifft auf Fremdworte, die nicht jedem Menschen geläufig sind, und auch die Länge der Sätze ist entsprechend. Jedoch handelt es dabei auch um Lüschers Erzählstil und wer diesen nicht mag, wird so oder so nicht zu diesem Buch greifen. Für mich war es eine interessante Lektüre, die mich auf zweierlei Arten begeistern konnte: Als Fan von Jonas Lüscher und als Liteturliebhaberin. Doppelt gemoppelt.

Ins Erzählen flüchten
Ins Erzählen flüchtenby Jonas LüscherC.H.Beck