Während mich sein Buch „Die allerseltsamsten Orte der Welt“ noch vollkommen begeistern konnte, wirkte dieses Buch hier eher schwach. Das Potenzial wurde nicht ausgeschöpft und die thematische Wiederholung minderte die Spannung. Trotz der eher negativ ausgefallenen Kritik ist das Buch lesenswert – zumindest für all jene, die sich für außergewöhnliche Orte begeistern können. - - -
Zusammenfassung: Alastair Bonnett nimmt den Leser mit auf eine Reise zu verlorengegangenen Orten, versteckten Geographien, Niemandsländer und Geisterstädten, Ausnahmeräume, Enklaven und abtrünnige Nationen bis hin zu schwimmende Inseln und vergängliche Ortschaften. Analog seinem Buch „Die allerseltsamsten Orte der Welt“ handelt es sich auch hier um kurze Essays, die thematisch unterteilt sind. Dabei werden auch hier wieder die historischen Fakten und kulturellen Hintergründe miteinander verknüpft. Es lädt dazu ein, die Welt mit neuen Augen zu sehen und die Neugier zur Entdeckung der Welt nie zu verlieren. Meinung: Mit diesem Buch wurde ich erneut auf eine faszinierende Entdeckungsreise, zu vielen originellen und interessanten Orten, mitgenommen. Mit dem klaren und informativen Schreibstil gelingt es Bonnett, auch die komplexesten Hintergründe greifbar und verständlich zu machen. Er weckt dabei nicht nur die Neugier des Lesers, sondern regt auch zum Nachdenken an. Manche Orte werden jedoch eher oberflächlich behandelt und man hätte sich hie und da etwas mehr Tiefe gewünscht – andererseits, bei zu viel Tiefe, wäre es vielleicht sehr schnell trocken und langatmig geworden. Die Kürze der Kapitel hat daher Vor- und Nachteile. Weiter habe ich das Gefühl, dass das Buch einige thematische Überschneidungen zu seinem anderen Buch aufweist. Es gibt viele ähnliche Orte und die Spannung hat sich daher gemindert. Etwas mehr Abwechslung wäre schön gewesen. Was mich dieses Mal stark gestört hat, ist der fehlende visuelle Kontext. Aufgrund der fehlenden Fotos, Karten oder Illustrationen waren die Orte nur sehr schwer vorstellbar.


