14. Mai
Rating:2.5

Kurze Erzählung, welche Werte, Charakter und den Einfluss von Geld hinterfragt. Wenn auch nicht all zu nachhaltend.

Der Einstieg ist etwas sperrig – ein Ich-Erzähler berichtet von einer Geschichte, die ihm der Protagonist erzählt hat, was kurzzeitig Distanz schafft. Mit der Zeit kommt man zwar besser in den Lesefluss, doch der Zugang bleibt schwierig. Wie bereits ein anderer Rezensent treffend anmerkt, regt das Buch zum Nachdenken über Werte und den Einfluss von Geld auf den Charakter an. Trotzdem konnte mich die Erzählung insgesamt nicht überzeugen – immerhin war sie nicht allzu lang.

Frühling der Barbaren
Frühling der Barbarenby Jonas LüscherC.H.Beck
21. Dez.
Rating:4

Wenn man nach mehreren Jahren ein Buch noch einmal liest, kann sich einiges verändert haben. Unter anderem auch der Blick auf das besagte Werk. Unterdessen habe ich mehr Erfahrung, was das Leben anbelangt, mehr Verständnis für die wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge als damals, als ich das Buch zum ersten Mal las. Diese Punkte führen dazu, dass mir die Lektüre noch mehr eingefahren ist als zuvor. Alles ist irgendwie klarer, einleuchtender. Ich sehe noch deutlicher, wie zerbrechlich das Leben ist, das wir uns aufgebaut haben. Ein kleiner Schubs - und nichts ist mehr, wie es war. Da fragt man sich automatisch, was die wichtigen Werte im Leben sind, die Konstanten. Dinge, die bleiben, wenn alles andere zerbricht.

Frühling der Barbaren
Frühling der Barbarenby Jonas LüscherC.H.Beck
3. Aug.
Rating:3

Konzeptroman, kurz, aber heftig (125 Seiten). Abgesang auf den High-Venture-Kapitalismus. Fulminantes Finale: Totes Kamel, brennendes Hotel-Resort. Sprache: etwas umständlich (Erzähler erzählt vom Erzähler, der erzählt, wohl um Biographisches zu vermeiden), witzig-absurde, aber etwas verkopfte Bilder

Frühling der Barbaren
Frühling der Barbarenby Jonas LüscherC.H.Beck