Man muss sich bewusst sein: was man in diesem Buch liest, ist wirklich hart. Aber gleichzeitig spendet Kirstys Geschichte unglaublichen Mut, sodass ich es sogar Betroffenen bzw. ihren Bekannten oder Eltern empfehlen würde, die mit der Situation hadern.
Dieses Buch ist ein nachdrückliches Beispiel dafür, dass das Leben mit Krebs nicht das Ende bedeuten muss, sondern es sich lohnt die kräftezehrenden Behandlungen auf sich zu nehmen und nie die Hoffnung zu verlieren. Und Kirsty musste einiges mehr als die Krebsbehandlung über sich ergehen lassen: Freunde, die sich von ihr abgewandt haben, gescheiterte Beziehungen, Mobbing und sogar den Vorwurf sich großtun zu wollen, indem sie einfach nur versucht ihr Leben zu leben. Für mich ist sie eine beeindruckende Frau - deren Leben ihr wichtig ist. So lässt sie nicht locker, als sie erneute Symptome bemerkt und die Ärzte abwiegeln wollen. Eine Haltung, die ihr wahrscheinlich das Leben gerettet hat. Befremdlich fand ich zu lesen, wie mit den kranken Kindern umgegangen wurde - als wären sie Objekte an denen man seine Fähigkeiten trainieren kann. Außerdem die ständige Ermahnung der Mutter, Kirsty solle nicht weinen. Absoluter Schwachsinn - ein Kind sollte niemals seinen Kummer unterdrücken müssen, um seine Eltern zu schonen.

