Ich liebe solche Geschichten; in denen Charaktere aus alten anderen Geschichten genommen werden und in einen anderen Kontext gesetzt werden. In diesem Fall der Rattenfänger von Hameln (und ein Haufen weiterer Gestalten, deren Ursprungsgeschichte ich allerdings nicht kenne). Dazu DEN Schauplatz schlecht hin (London). Wenn das Ganze dann auch noch gut geschrieben ist, wunderbar. Die einzigen Dinge, die mich hier ein wenig gestört haben, waren die vielen Fremdwörter, die zwar zum Erzählstil durchaus passen, aber wahnsinnig mühsam sind. Zum Ende hin, verrennt sich die Autorin ein wenig zu sehr in der sehr ausführlichen Beschreibung der Musik (Jungle). Und wenn man diese Art Musik gerade mal vom Namen her kennt, macht es das etwas schwierig, sich das genau vorzustellen. Was mir auch noch aufgestoßen ist, aber mit der Geschichte selber nichts zu tun hat, sind die zahlreichen Tippfehler (Buchstaben verdreht, doppelt, einfach falsch, etc.) und an einigen Stellen wurden gleich ganze Wörter vergessen. Nun hab ich das Buch vom Mängelexemplaretisch ergattert, aber es ist nicht das erste, bei dem mir das aufgefallen ist. Schade.
12. Apr.Apr 12, 2024
König Ratteby China MiévilleLübbe
