Großartiges Setting mit den perfekten ✨vibes✨, aber der plot konnte mich nicht überzeugen.
🎩 Mich hat der Anfang des Buchs, in dem wir den jungen Soulman Jack und seinen - oft von schwarzem Humor geprägten - Beruf beim Ministry of Souls kennenlernen, total überzeugt.
Leider entfernt sich der plot sehr bald weit von diesem ursprünglichen Thema und das Ministerium (und dessen Regeln) spielt nur noch eine untergeordnete Rolle.
🐈⬛ Auch bleibt das "Magie-System" (ich verwende den Begriff im weitesten Sinne!) unvorhersehbar (und nicht ansatzweise ausbalanciert?!) sodass keine echte Spannung entsteht, da man kein Gefühl für mögliche Konsequenzen und die resultierende Dramatik der Situation entwickelt.
Alles in allem wirklich schade.
German: Teils wunderschöner, bildlicher Schreibstil und geniale Story Idee, wie auch Charaktere. Leider war die Umsetzung, meines Erachtens nach für ¾ des Buches äußerst schwierig und zum Ende hin passabel. Bis über die Hälfte fand ich es sehr langgezogen, wenig Handlung, viel hin und her, aber irgendwie immer das Gleiche. Zum Ende hin ein ziemlich krasser Cliffhanger, aber den 2. Band werde ich wohl leider nicht lesen.
English: Partly beautiful, vivid writing style and brilliant story idea, as well as characters. Unfortunately, in my opinion, the execution was extremely difficult for three-quarters of the book and only passable towards the end. I found it very drawn out for over half of the book, with little action, a lot of back and forth, but somehow always the same. Towards the end, there is a pretty drastic cliffhanger, but I will probably not read the second volume.
Ich liebe die Idee des Ministeriums für endgültige Angelegenheiten, welche die Seelen verstorbener einsammeln und auf ihrem letzten Weg begleiten. Das Konzept gefällt mir vom Ding her richtig gut und man hätte damit so viel machen können, so viele Geschichten erzählen können.
So wie die vorliegende - nur leider werde ich mit der nicht wirklich warm. Es fühlt sich stellenweise einfach sehr langatmig an. Und gleichzeitig kompliziert.
Mir gefallen weder Jack noch Naima als Protagonisten und die Liebesgeschichte zwischen den beiden wirkt auf mich zu erzwungen. Oz und Ramses hingegen stehlen ihnen im Laufe der Geschichte die komplette Show, so dass Soulman und Prinzessin ohne sie komplett aufgeschmissen sind. Zugegeben, Oz war auch der Grund für mich das Buch zu Ende zu lesen.
Die Geschichte selbst ist nicht schlecht, aber leider weniger etwas für mich.
Eigene Meinung
Ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wie ich auf das Buch aufmerksam wurde. Aber was ich weiß ist, das ich eine Leseprobe hatte, in der ich das erste Kapitel sehr stark gefeiert hatte. Aber leider, war es nicht überall so stark wie ich es mir erhoffte…
In “Das Schattentor” lese ich aus der Erzählperspektive von Jack, einem Soulman. Endlich hat er seinen ersten eigenen Auftrag und kann sich beweisen und zeigen, dass er mehr als nur kleinere Dienste verrichten kann. Auch wenn verschiedenen Szenerien gut detailliert und vorstellbar umgesetzt und beschrieben sind, bleiben die Charaktere recht Oberflächlich. Egal ob es sich dabei um den Protagonisten Jack oder später auch Prinzessin Naima handelt. Autor El- Bahay löst viele spannende Szenen aus, die er dann mit zwar recht witzigen, teils aber auch für mich unpassenden Sprüchen und Dialogen, irgendwie wieder zunichtemacht. Ab und an fehlte mir dafür ein wenig die Ernsthaftigkeit, auch wenn ich den Nebencharakter Oz, sehr ins Herz geschlossen habe.
Die Geschichte rund um Jack und seinen Einsatz im Buckingham Palace ist interessant und witzig erzählt. Teilweise driftet es in eine angenehme, düstere und fast schon gruslige Stimmung ab, was der Geschichte aber nur zugutekommt. Leider empfand ich den Mittelteil als etwas langatmig und wirkte etwas zu sehr in die Länge gezogen. Auch wenn natürlich die Aspekte dieser “Verlängerung” teilweise plausibel waren, fühlte es sich nach etwas zu viel Pause an. Zum Ende hin, nimmt die Geschichte dann wieder an Fahrt auf und ich als Leser werde durch einige Kämpfe und Verfolgungen, wieder abgeholt.
Protagonist Jack und später auch Naima, sind gut gewählte, wenn auch noch nicht, gut ausgereifte Protagonisten. Immer wieder kommt es zu kleinen Gedanken von Jack, die ich als Leser miterleben kann, auch wenn er sonst finde ich, recht unnahbar wirkt. Etwas tiefgehender ist es bei der Prinzessin Naima, aus dessen Erzählperspektive ich auch irgendwann immer mal kurze Kapitel lesen darf. Nebencharakter Oz hat mir bei weitem am besten Gefallen und fand ich tatsächlich auch irgendwie greifbarer als die Protagonisten selbst.
Mein abschließendes Fazit
Autor Akram El- Bahay, hat mit England des 19. Jahrhunderts eine schöne und für seine Geschichte passende, Szenerie gewählt. Auch wenn hier viel Witz einfließt und gerade spannende oder vielleicht auch etwas gruslige Szenen abdämmt, hat es mich nach den ersten Kapiteln ein bisschen verloren. Das Gefühl nicht gut voranzukommen in dem Buch und eher ein weniger auf der Stelle zu verbleiben, hat mich etwas frustriert. Zum Ende hin, konnte die Geschichte mich wieder packen und mitreißen, auch wenn ich mir wirklich hier und da ein klein wenig mehr Ernsthaftigkeit gewünscht hätte. Die Charaktere sind passend gewählt und erschaffen, auch wenn ihnen meiner Meinung nach etwas an Tiefe fehlt. Die Geschichte rund um das Ministry of Souls hätte für mich noch stärker in den Fokus gerückt werden können. Es hat mich beschäftigt, ich wurde bespaßt, auch wenn ich gerne tiefer getaucht wäre in die Geschichte rund um Jack, Oz und Prinzessin Naima.
Dies war mein erstes Buch des Autors und ich habe mich sehr auf eine interessante und fantasiereiche Geschichte gefreut. Leider konnte mich das Juch nicht vollständig überzeugen.
Die Handlung klingt zunächst spannend: Soulman, die Geister von Verstorbenen aus der realen Welt in die Zwischenwelt bringen und dafür sorgen, dass jeder Geist seinen Weg dahin findet. Und mittendrin der junge Jack, der als Auszubildener seinen weg finden muss.
Und zu Beginn war ich schnell von der Geschichte gefesselt und diese weist einen frühen Höhepunkt an Spannung auf, jedoch flacht dieser aber auch schnell wieder ab und kann diesen auch nicht mehr wirklich erreichen. Phasenweise wird Jacks Auftrag gar nicht weiter beachtet und die Handlung entwickelt sich in eine ganz andere Richtung als ich erwartet hatte oder sich auch aus dem Klappentext erahnen lässt.
Die Charaktere waren anfangs wunderbar gestaltet und jeder hatte etwas eigenes. Jedoch entwickelt sich meiner Meinung nach Jack nicht wirklich weiter und wirkt gegen Ende der Geschichte eher nutzlos. Dafür tritt Oz immer mehr in den Vordergrund, was anfangs gar nicht so ist. Zu Naima konnte ich leider nicht wirklich eine Verbindung aufbauen.
Trotzdem ist der Schreibstil des Autors ausschmückend und detailreich. Dadurch entsteht ein wunderbares Bild dieser Welt im Kopf. Jedoch stößt man immer wieder auf Wiederholungen und zu ausgeschmückte Szenerien, was für mich ein wenig den Lesefluss gestört hat. Hin und wieder musste ich einige Passagen auch mehrmals lesen.
Alles in allem ein Buch mit einer guten Idee, das jedoch hin und wieder kleine Schwächen aufweist und einen zwingt auch den zweiten Teil zu lesen.
Die ersten 50 Seite tat ich mich schwer danach wurde es allmählich etwas spannend bis zu den letzten 50 Seiten, welche mich leider nicht mehr packten und somit ich diese bis zu den letzten zwei Seiten übersprungen hatte. Das Ende ist ein Kliffhänger, aber meine Neugierde wurde zu wenig geweckt um das zweite Buch zu lesen, da mich die Geschichte insgesamt leider nicht so sehr fesselte.
Irgendetwas hat gefehlt
Ich weiß nicht so recht, wie ich dieses Buch beschreiben will. Vielleicht ist es noch nicht so spannend gewesen, weil es der erste Band der Reihe ist und der Autor sich noch was aufheben will. Ich weiß es nicht.
Wir lernen Jack kennen, der ein Soulman in Ausbildung ist und plötzlich ein vollwertiger wird, weil man was vertuschen will. Allerdings fühlt Jack sich nicht wohl dabei und geht dem nach. Dann kommt da noch ein Schatten, eine Katze, eine Prinzessin und ein Geist hinzu und das Chaos ist perfekt.
Das Ende von Band eins ist mir schlichtergreifend zu offen, denn ich finde Band 1 damit irgendwie nicht abgeschlossen. Mir fehlt da einfach was! Trotzdem ist es eine gute Geschichte, mit fiesem Cliffhanger, denn jetzt will ich wissen, wie es weitergeht Ob ich das allerdings jemals erfahre, wird sich zeigen, bisher hab ich nicht so die Motivation dazu.
ABER das Potential ist definitiv da und ich hoffe wirklich sehr, dass der Autor es noch ausschöpft, aber das ist meine persönliche Meinung und ich denke, da wird ein Plan dahinterstecken.
Gestaltung
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist schön, dass es so viele Elemente besitzt, die in dem Buch eine Rolle spielen. Die Farbe gefällt mir auch wirklich gut. Passt irgendwie perfekt zu den Geistern und der Zwischenwelt.
Schreibstil
Der Schreibstil des Autors ist in Ordnung. Es lässt sich einfach und flüssig lesen. Leider konnte mich der Schreibstil nicht so richtig packen und an das Buch binden, aber dafür reicht die Handlung aus. Außerdem hat mich gestört, dass so viele Sätze mit "Nun, ..." beginnen. Ich finde, dass die Aussagen der Figuren so etwas realitätsferner erscheinen.
Figuren
An den Figuren hatte ich Spaß. Besonders der sprechende Kater hat es mir angetan. Alle haben individuelle Charaktere und sind von Klischees befreit. Man erfährt zwar nur sehr wenig über das Leben der Figuren, finde ich diesmal aber nicht schlimm, da es die Handlung behindern würde.
Handlung
Die Handlung ist gut mit kleinen Schwächen. Es gibt einige Kapitel, die gut Spannung aufbauen und nochmal eine Wendung reinbringen. Es gibt aber auch Passagen, über die man einfach drüberlesen muss oder die zu lange andauern. Andererseits ist es aber auch schön, dass zwei Perspektiven verwirklicht wurden - wenn auch die Perspektive der Prinzessin immer nur kurz geschildert wird.
Leider hat mir der Schluss nicht so gut gefallen. Für mich war das kein richtiger Abschluss und ich habe das Gefühl, dass da noch ein nächster Band hinterher muss.
Fazit
Insgesamt ist es ein gutes Buch mit kleinen Schwächen, das ich trotzdem gerne gelesen habe. Die geschaffene Welt, sowohl die Zwischenwelt als auch die Menschenwelt, wird anschaulich präsentiert und ist unheimlich interessant. Sie wurde gut der Zeit entsprechend beschrieben.
An der Idee des Buches gibt es nichts auszusetzen. Interessante Handlung, gute Charaktere und ein wenig Humor vereinen sind letztlich zu einem sehr lesenswerten Buch.
Mit diesen Büchern hat es angefangen und ich bin überzeugt, auch andere Werke von diesem Autor zu verfolgen.
Ein fluffig süße Geschichte, erzählt wie ein Märchen aus der Kindheit mit viel Witz und Humor.
Eine Mischung aus einem Kriminalroman und einem Fantasy-Buch.
Ich fand die Mischung frisch und super interessant! Auch die vielen versteckten Easter Eggs zu anderen Romanen waren sooo witzig zu lesen. Immer wieder hab ich geschmunzelt und gedacht "warte mal...". Sowas hab ich bewusst noch nie in einem anderen Roman wahrgenommen. Richtig toll! Auch die Story an sich ist interessant, das Thema Tod und Geister und Beschwörung usw jedoch nichts neues. Der Inhalt ist aber trotzdem spannend und es gibt ein paar Wendungen, die so auch nicht so vorherzusagen waren.
Alles in allem ein super Roman und ich freue mich schon auf den zweiten Teil!
Ich war ziemlich neugierig auf das Buch und gespannt, ob es mir gefallen würde. Bei Akram El -Bahay hab ich schon so meine Schwierigkeiten gehabt. Dieses Mal allerdings, kam ich gut mit der Story zurecht.
Wir betreten eine absolut interessante Welt, die der Autor hier geschaffen hat. Mit London zu Zeiten der industriellen Revolution, ist hier ein tolles und passendes Setting entstanden.
Wir lernen Jack kennen, welcher sich in der Ausbildung zum Soulman befindet. Angestellt ist er beim Ministry of Souls, welches dafür sorgt, dass die Seelen der Verstorbenen auf die andere Seite kommen. Jack wartet schon eine Weile auf seine Beförderung und diese scheint greifbar, als er den Auftrag erhascht, die Seele von Verstorbenen im Buckingham Palace einzutüten. Was nach einem einfachen Auftrag klingt, geht allerdings gehörig schief, als ihn ein Schattenwesen vor Ort angreift und sich herausstellt, dass noch eines der Opfer lebt. Um sie zu retten bringt der Soulman sie in die Scahttenwelt. Das Problem ist nur, dass die junge Frau dort nicht sein darf. Zumindest nicht, so lange sie noch lebt.
Ich hab etwas gebraucht um mich mit der Story anzufreunden, obwohl der Einstieg ziemlich gelungen und witzig war. Ich glaube, dass es eher an Jack lag, was sich dann aber recht schnell gegeben hat. Wir brauchten etwas Warmlaufzeit. Er ist auf jeden Fall intelligent und scheut sich nicht davor, sich auch Gefahren zu stellen.
Die Storyidee war echt interessant und ich hatte wirklich Spaß dem Handlungsverlauf zu folgen und die erdachte Welt hier zu entdecken. Man muss sich allerdings schon auf die Handlung konzentrieren, da es sonst passieren kann, dass man den Faden verliert. Einfach auch aufgrund der plötzlich auftauchenden wichtigen Fakten. Da hätte ich mir manchmal etwas mehr Zeit zur Aufnahme gewünscht.
Fazit
Im Großen und Ganzen ein interessanter und faszinierender Auftakt an der man allerdings dran bleiben muss, um den Faden nicht zu verlieren. Die Umsetzung hat mir gut gefallen und es hat, bis auf ein paar Kleinigkeiten, wirklich Spaß gemacht in die Welt der Soulman einzutauchen. Ich bin gespannt wie es weitergeht und vergebe 4 Sterne. Für alle Unsicheren Räte ich zur Leseprobe
Das Schattentor von Akram El-Bahay
Der Kompass und die Uhr sind die wichtigsten Ausrüstungsgegenständen der Soulman. In der Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Sterben eine gut organisierte Angelegenheit. Jack - Soulman in Ausbildung - wird zu einem Mord in den Buckingham Palace gerufen, bei dem es garantiert unruhige Seelen gibt, denen Jack in die Zwischenwelt helfen muss. Doch Prinzessin Naima lebt noch - trotzdem gelangt sie versehentlich in die Zwischenwelt - und das ist gar nicht gut.
Mit „Das Schattentor“ halten wir den ersten Band der Ministry of Souls Reihe in der Hand von Akram El-Bahay. Akram schafft es, Teile des orientalischen Flairs ins industrielle bürokratische London zu transferieren. Die Mixtur aus orientalischen Mythen und den Pubs und Ministerien des Great Empire ist richtig gut gelungen. Ich mag Jacks Welt richtig gern.
Wir reisen mit Jack, dem Protagonist, mehrere Male in die Zwischenwelt - der Welt zwischen Dies- und Jenseits, und diese Welt ist wunderbar vielfältig und Abenteuerreich. Es macht Spaß die verschiedenen Welten zu erkunden. Jack hat gelernt, dass er keine festen Beziehungen eingehen sollte. Trotzdem verliebt er sich auf den ersten Blick in Prinzessin Naima. So cool es auch ist, ihn auf der Suche nach der Prinzessin zu begleiten, die Schwärmereien, die ihm durch den Kopf gehen, muss man mögen. Ich hätte ihn hin und wieder ausschimpfen können.
Mein Liebling ist Oz - der Archivar im Ministry of Souls steckt mich mit seiner Begeisterung an und bringt mich mit seinen sarkastischen Einwürfen zum Grinsen. Ganz viel Oz-Liebe! Außerdem steckt in ihm ein schlauer Geist, den ich auf den ersten Seiten nicht erwartet hätte.
Akram hat ein Händchen für Action-Szenen. Jack macht einige brenzlige Situationen durch und die sind alle temporeich und stimmig. Das facht die Spannung natürlich im Buch an und diese Szenen bringen mir auch die Figuren näher. Selten für mich, aber nach einer solch brenzligen Szene sind mir Jack, Naima und Oz näher ans Herz gewachsen.
Im letzten Drittel gewinnt das Buch nochmal gewaltig an Fahrt und Dynamik. Akram zaubert uns geniale Bilder in den Kopf - mit Spannung und Witz. Fazit? Ein tolles Buch mit leichten Schwächen in der Mitte. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Charaktere im zweiten Teil entwickeln.
Worum geht´s?
Im London des Jahres 1850 gibt es ein gut gehütetes Geheimnis. Die toten Seelen werden durch sogenannte Soulman in das Jenseits begleitet, hierfür wurde eigens ein Ministerium gegründet. Soulman Jack hat nun die Aufgabe eine arabische Gesandtschaft aus dem Buckingham Palace zu überführen, welche aus nicht bekannten Gründen ums Leben kam. Doch bei der Überführung geht einiges schief…
Meine Meinung:
Nach der Trilogie um die Bücherstadt wollte ich den Auftaktband der neuen Reihe von Akram El-Bahay sehr gern lesen. El-Bahay bleibt seinem Stil treu und erzählt die Geschichte in ähnlicher Weise, wie schon die vorher von mir gelesenen. Seine Verbindung zur arabischen Welt bereichert seine Bücher ungemein und lässt auch nach London einen Hauch Märchen aus 1001 Nacht einziehen. Sein bildhafter und sprachgewaltiger Schreibstil gefallen mir auch in diesem Buch sehr gut.
Jedoch empfinde ich es ein bisschen schade, dass beide Bücherreihen nach dem gleichen Schema aufgebaut sind, und man hier keine wirklichen Überraschungsmomente mehr hat.
Insgesamt fehlte es mir deshalb ein wenig an Spannung und Abwechslung.
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gut unterhalten und ich wollte doch gern wissen, wie die Geschichte endet.
Insbesondere die alte Agatha hat es mir doch angetan, wie schon die treue Umm in der Bücherwelt.
Fazit: Sprachlich hat mich das Buch wieder sehr überzeugen können, Manko ist in meiner Sicht hier definitiv das gleiche Erzählschema des Autors, welches die Spannung auf Neues etwas schmälert. Ein tolles Buch, für alle, die gern Märchen und bildgewaltige Fantasyromane mögen, ob ich die Reihe weiter verfolge, weiß ich jedoch noch nicht.
Inhalt:
Jack ist ein Soulman, ein Mitarbeiter des Ministerium für endgültige Angelegenheiten. Dieses ist ein interessanter Arbeitgeber, bei dem er zur Ausbildung angeheuert hat. Erst der Abschluss dieser Ausbildung qualifiziert dafür, die Seelen der Verstorbenen in die Zwischenwelt zu geleiten. Bis dahin muss sich Jack mit kleineren Hilfsarbeiten und Botengängen bescheiden.
Bald erhält Jack jedoch eine erste Chance, sich zu beweisen. Er versucht alles, um den Geist von Agatha, einer ziemlich eigenwilligen alten Dame, die in einem Haus voller Katzen gelebt hat, endlich einzufangen. Auch wenn Agatha offiziell als leichte Prüfungsaufgabe gesehen wird, so scheitert Jack immer wieder an dieser Herausforderung.
Das Schicksal fügt es jedoch für den jungen Soulman. Eines Tages ereignet sich ein großer Unfall am Bahnhof. Eine Dampflokomotive ist ungebremst in eine Gruppe Arbeiter gerast. Alle Mitarbeiter des Ministeriums sind im Einsatz. Nur Jack muss als Auszubildender im Ministerium die Stellung halten. Als dort eine Eilbotschaft eintrifft, ist guter Rat teuer. Jack ist der Last Man Standing.
Kurzerhand packt dieser seine Sachen und macht sich in den Buckingham Palace auf. Denn dort gab es einen Mord. Acht Leichen und entsprechend viele Geister. The Queen will not be amused, wenn nicht ein Soulman dorthin kommen und „aufräumen“ würde.
Als Jack am Tatort angelangt, ist schnelles Handeln gefragt, denn der Mörder scheint noch vor Ort. Es handelt sich um eine gefährliche Kreatur mit menschlichen Zügen. Jack rettet, was zu retten ist und begeht dabei einen großen Fehler: Er bricht eines der wichtigsten Gesetze der Soulman und transportiert versehentlich eine lebende Person „auf die andere Seite“.
Natürlich versucht er das zu vertuschen und erzählt seinem Chef nichts von dem Missgeschick. Er wird befördert. Doch die Vergangenheit holt ihn ein. Jack muss seinen Fauxpas ausbügeln, denn ansonsten droht die Zwischenwelt auseinanderzubrechen. Nicht zu vergessen, dass draußen immer noch ein Mörder frei herumläuft und ganz nebenbei gilt es auch noch, eine eigenwillige Prinzessin zu retten.
Meinung:
Bei „Ministry of Souls – Das Schattentor“ handelt es sich um einen Reihenauftakt. Die Geschichte spielt in London im Jahre 1850. Als Leser begleiten wir den jungen und noch recht unerfahrenen Soulman Jack durch ein fantastisches Abenteuer.
Jack gerät eher unfreiwillig von einer schrägen Situation in die nächste. Eigentlich hat er genug mit seiner Prüfungsaufgabe zu tun, die alte Agatha einzufangen, die noch gar keine Lust hat, den Weg in die Zwischenwelt anzutreten. Doch ein Zufall will es, dass er in den Buckingham Palace gerufen wird. Eine spontan getroffene Entscheidung verhilft ihm zwar zu einer Beförderung, doch hat Jack in der Folge auch einige Probleme am Hacken.
Denn bei den Leichen, die er dort vorfindet, handelt es sich nicht um irgendwen, sondern um Staatsgäste der Königin. Darunter befindet sich auch eine Prinzessin, die sich zwar nicht der besten Gesundheit erfreut, aber auch nicht so tot ist, wie sie es hätte sein müssen, um den Weg auf die andere Seite anzutreten.
Jack muss den Fehler möglichst diskret ausbügeln und dafür sorgen, dass der Schaden nicht bekannt (oder zumindest nicht allzu groß) wird. Doch das ist nicht so einfach, denn die Zwischenwelt ist komplex. Wer nicht aufpasst, kann hier schnell verlorengehen. Als Hilfsmittel kann der junge Soulman nur auf seinen Verstand (nicht immer die schärfste Waffe), einen Kompass, der ihn davor bewahren soll auf der anderen Seite verloren zu gehen (hier hat Jack leider bei der Erläuterung der Funktionen ein wenig geträumt), eine Uhr, die ihm helfen soll, die ihm zur Verfügung stehende Zeit von einer Stunde in der Zwischenwelt auf keinen Fall zu überschreiten und einen Archivar (der irgendwie doch recht chaotisch daherkommt) zurückgreifen.
Jack schafft neue Probleme, statt alte zu lösen und lässt sich auf eine Geisterbeschwörung ein. Ergebnis ist ein teuflischer Pakt. Gemeinsam mit seinem Freund Oz, der neunmalklug das Geschehen kommentiert, stürzt sich der Soulman ins Abenteuer. Hier gelingt es Akram El-Bahay wunderbare Momente einzufangen. Humorvoll akzentuiert, mit einem leichten Augenzwinkern, führt das Duo den Leser durch die Seiten.
Akram El-Bahay weiß zu unterhalten. Das hat er schon in vorherigen Werken bewiesen. So kommt an keiner Stelle der Geschichte Langeweile auf.
Fazit:
Ein gelungener Reihenauftakt weckt immer auch Erwartungen: Die weiteren Teile sollen das Niveau nicht nur halten, sondern nach Möglichkeit noch steigern. Mit „Ministry of Souls – Das Schattentor“ legt Akram El-Bahay die Latte für seine Nachfolger enorm hoch.
Da gibt es diesen vermeintlich "schwachen", ja chaotischen, Helden. Eine emanzipierte Prinzessin, die einer Fantasy-Parodie entsprungen sein könnte und viele weitere kreative Ideen, die allesamt dem Prinzip "never follow the crowd" zu folgen scheinen, und, soweit ich dies beurteilen kann, absolut neu sind. Akram El-Bahay hat Lust am Spaßigen, und diese Lust überträgt sich auf die Leser.
Perfekt daher für düstere und kalten Herbstlesetage.
Buchzitate:
Das Licht der Gaslaternen floss wie zerlaufene Milch in den Nebel, während Jack mit schnellen Schritten über die Brücke ging, die Ledertasche mit den Phiolen unter den Arm geklemmt.
Humorvolle Fantasy im Londoner Stil trifft auf arabische Wüstenmärchen.
Insgesamt hat mich die Dilogie sehr gut unterhalten, auch wenn mir einiges an mancher Stelle zu leicht von der Hand ging und zu schnelllebig war. Im Vergleich zu den anderen Werken des Autors wirkte die Geschichte etwas schwächer als gewohnt. Und trotzdem sind die beiden Bücher auf jeden Fall lesenswert, denn sie sind gefüllt mit vielen schönen Fantasyelementen und einer guten Portion Humor.
Übrigens kann ich euch hierzu auf jeden Fall auch die Hörbücher empfehlen, die von Thomas Schmuckert mal wieder grandios gelesen werden.
„Ministry of Souls - Das Schattentor“ ist der erste Teil einer Dilogie von Akram El-Bahay, in der es um die Zwischenwelt, einem Reich der Toten, geht und die durch gewisse Ereignisse in Gefahr gerät. Erschienen ist der Roman Ende September 2020 im Lübbe-Verlag.
London, 1850: Es ist ein ungewöhnlicher Tag als der angehende Soulman Jack Smith auf seinen ersten Außeneinsatz geschickt wird. Als Soulman arbeiter er für das Ministerium für endgültige Angelegenheiten und ist dafür verantwortlich die Seelen der Toten in die Zwischenwelt zu bringen. Er wird in den Buckingham Palace geschickt, wo eine Delegation aus einem weit entfernten orientalischen Reich ermordet wurde. Doch eine der Personen lebt noch. Als sich Jack um die Prinzessin kümmern will, wird er von einem Schatten angegriffen. Der einzige Weg sie zu retten, besteht im Brechen eine der wichtigsten Regeln der Soulman und so bringt er die Prinzessin in die Zwischenwelt. Als er sie kurz darauf wieder zurückholen will, ist die Pforte bereits verschlossen und Jack steht vor einem großen Problem.
Ich gebe zu, ich war etwas skeptisch, denn London als Schauplatz fand ich ungewöhnlich für den Autor und auch das Cover deutete für mich auf eine ganz andere Art von Fantasy-Geschichte hin als ich es sonst vom Autor gewohnt bin. Meine Ängste waren allerdings unbegründet und spätestens beim Lesen der Leseprobe war ich schon verliebt in diese Geschichte. Akram El-Bahay verbindet die Dilogie geschickt mit einer anderen seiner Reihen, denn dieses Buch stammt aus der Bibliothek der ungeschriebenen Bücher.
Der Schreibstil zieht einen sofort in die Geschichte hinein. Die Stimmung und die Zeit des Ortes sind gut eingefangen. Man kann sich alles sehr gut vorstellen. Es ist gleichzeitig sehr fantasievoll, aber noch so nah an der Realität dran, dass es fast schon wieder realistisch erscheint und der Autor ist seiner Linie treu geblieben und vermischt wieder einmal unterschiedliche Kulturen auf wunderbare Weise miteinander.
Ich war begeistert von den Ideen, die hier eingeflossen sind. Einige Motive erkennt man aus seinen vorherigen Romanen wieder, diesmal wurden allerdings auch bekannte Aberglauben mit in die Geschichte eingebaut. Es geht im Besonderen um die Zwischenwelt, in der die Seelen der Toten vor ihrer Reise ins Jenseits gebracht werden und um Katzen, denen einiges in Bezug auf den Tod nachgesagt wird. Verbunden wird dies mit sagenhaften Gestalten aus 1001 Nacht und Legenden rund um einen persischen Gelehrten und seine Bücher.
Eingewoben ist das alles in eine äußerst spannende Geschichte, die relativ ruhig startet, einem aber zum Ende hin kaum Luft zum Atmen lässt. Aufgelockert wird das Ganze mit Humor. Ich mochte die teilweise sehr trockenen humoristischen Einlagen und habe mich köstlich amüsiert. Mit dem Tod geht es hier an sich, um ein sehr ernstes Thema, aber der Autor hat es geschafft, dies in ein neues Licht zu rücken. Mir gefiel die Vorstellung von der Zwischenwelt und dem Tod als Fortsetzung des Lebens.
Mit den Personen im Buch habe ich mitgefiebert. Jack, der angehende Soulman, ging mir bisweilen manchmal etwas mit seiner Art auf die Nerven. Man merkt dennoch schnell, dass er das Herz am rechten Fleck hat und nicht auf den Kopf gefallen ist, auch wenn er sich manchmal etwas begriffsstutzig gibt. Seine Wehrhaftigkeit und der unbedingt Wille die Prinzessin zu retten, hat mir sehr imponiert.
Die Prinzessin ist natürlich keine gewöhnliche Prinzessin. Sie lässt sich von den Motiven ihres Vaters leiten,ist äußerst intelligent und kann kämpfen, wenn es sein muss.
Mein heimlicher Held dieser Geschichte ist allerdings der Archivar Oz. Er kommt erst sehr unscheinbar daher, als Nerd, der in seinen Büchern lebt, aber ich verspreche euch, von ihm könnt ihr einiges erwarten und auch der Geist Agathas ist mir sehr ans Herz gewachsen. Die Dame möchte nicht wirklich von der echten Welt Abschied nehmen und ist manchmal echt schlagfertig.
Die Liebesgeschichte in diesem Buch ist mein einziger Kritikpunkt. Sie wirkte auf mich klischeehaft und es ging mir deutlich zu schnell. Vielleicht gibt es hier im zweiten Band nochmal eine Erklärung, warum sich gerade diese beiden Personen ineinander verlieben, aber der Funke in dieser Hinsicht ist bei mir nicht übergesprungen.
Das Ende dieses ersten Teiles ist gelungen. Das Buch endet in gewisser Weise mitten in der Geschichte, der Handlungsbogen des ersten Teils wurde allerdings zu einem guten Ende geführt und in Teil zwei kann man dann mit frischen Kräften starten. Ich bin gespannt, welche Geheimnisse die Zwischenwelt noch so zu bieten hat.
Fazit: Ein toller Start in eine neue Reihe, in der es um den Tod und das Danach geht. Auch wenn die Aufmachung etwas irreführend ist, so hat Akram El-Bahay wieder einmal bewiesen, dass er Einflüsse aus unterschiedlichen Kulturen wunderbar miteinander verweben kann. Empfehlenswert für alle, die spannende und fantasievolle Geschichten mit einer gehörigen Portion Humor mögen.
Der beste Satz, den meine Mitleserin zu dem Buch hatte war: "Warum einfach, wenn es kompliziert geht" und er ist so unglaublich treffend. Zum einen erschwerte mir das Lesen der Schreibstil. Einmal las er sich richtig schön fluffig und dann holperte ich wieder über die Sätze. Zudem war auch der Ablauf der Geschichte etwas unausgewogen, wie ich finde. Natürlich machten eine Szenen im Nachhinein Sinn, aber es wirkte dennoch oft als müsse man vieles verkomplizieren um einen Spannungsbogen zu erschaffen. Zudem war der Protagonist Jack gefühlt eine Nebenrolle, während eine Katze sowie ein unscheinbarer Archivar stetig weiter in den Vordergrund rückten. Diese beiden Charaktere wären wohl aktuell der einzige Grund noch den zweiten Band zu lesen.
Doch ich möchten nicht nur schlecht von dem Buch reden. An sich fand ich die Idee der Geschichte nämlich richtig gut. Bei der Zwischenwelt und deren Regeln bin ich mir unsicher ob der Autor da selbst noch durchsteigt, da sich manche Dinge widersprechen, aber vielleicht empfand ich das auch nur so. Den Gedanken an so eine Welt finde ich absolut genial sowie die Möglichkeit sich in dieser zu Bewegen, besonders die Art wie das geschieht bzw. geschehen kann. Die Atmosphäre des alten Londons fand ich unglaublich gut getroffen und fühlte mich direkt heimisch. Auch so mancher Dialog wusste gut zu unterhalten, ebenso der eingebrachte Humor.
Alles in allem habe ich zu dem Buch gar nicht so viel zu sagen. Es war gut, aber hat mich jetzt nicht überzeugt. Sollte jemand zufällig den zweiten Band lesen, ich bin mir ehrlich gesagt noch etwas unsicher, dann kann mir danach gerne mal schreiben, denn mich würde brennend interessieren ob ich mit meiner These über das schattenartige Biest richtig liege. Eventuell könnte ich über das Hörbuch nachdenken. Schauen wir mal.
Fazit:
Eine richtig gute Idee, die mich jedoch in der Umsetzung nicht so richtig abholen konnte.
Mit „Ministry of Souls – Das Schattentor“ hat der Autor Akram El- Bahay ein Fantasy- Buch geschrieben, in dem Geister und auch das Leben nach dem Tod eine wesentliche Rolle spielen. „Das Schattentor“ ist ein Reihenauftakt, in welcher Jack, Oz und Prinzessin Naima im Mittelpunkt stehen.
Klappentext:
London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministerium für endgültige Angelegenheiten dafür, die Seelen Verstorbener auf die andere Seite zu befördern. Der angehende Soulman Jack will sich endlich im Außeneinsatz beweisen. Sein erster Auftrag führt ihn ausgerechnet auf das Gelände des Buckingham Palace. Dort wurde eine arabische Gesandtschaft ermordet. Jack soll den Tatort von ihren Geistern befreien — und entdeckt, dass Naima, die Tochter des Emirs, noch lebt. Als er ihr helfen will, wird er von einem schattenartigen Biest angegriffen. Um Naima zu schützen, befördert Jack sie in die Zwischenwelt! Und bricht damit eine der wichtigsten Regeln der Soulmen.
Ich habe aus der Feder von Akram El- Bahay schon einige Bücher gelesen. Ich kenne sowohl einige seiner Kinder- und Jugendbücher, aber besonders seine „Flammenwüste“- Reihe kann ich wärmstens empfehlen. Da ich seine Bücher bisher durchweg gelungen fand und jedes mich auf seine Art begeistern konnte, waren meine Erwartungen an dieses Buch sehr hoch und auch die Leseprobe war sehr vielversprechend.
Wie ich es bereits aus seinen vorherigen Büchern gewohnt war, war auch dieses Mal der Schreibstil wieder ein Genuss. Dieser ist locker, leicht und sehr bildhaft. Gekonnt wird eine Atmosphäre aufgebaut und als Leser fühlt man sich in das London im Jahre 1850 versetzt – man hat das Gefühl, mit den Kutschen durch London zu fahren oder auch beim Bau des Bahnhofes dabei zu sein. Ein wundervolles Setting wird erzeugt. El- Bahay schafft es, dass mir Bilder im Kopf entstanden sind und ich wirklich das Gefühl hatte, mitten in London zu sein und zusammen mit den Charakteren ein spannendes Abenteuer zu bestreiten. Die Gestaltung der Zwischenwelt und auch die Prinzipien dieser Geisterwelt konnten mich überzeugen. Hier zeigt El- Bahay welches Talent er hat. Auf magische Weise hat er eine komplexe und atmosphärische Welt geschaffen, die ihre eigenen Richtlinien hat. Auf vielseitige Weise wird Spannung erzeugt. Ich habe quasi an den Seiten geklebt und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es mit Jack, Oz und Naima weitergeht. Auch wird hier auf unnötige Längen verzichtet. Es gibt knappe Kapitel und auch die Sichtweise der Prinzessin wird beleuchtet, sodass nochmal zusätzliche Spannung erzeugt, auch kann man dadurch auch ihre Sichtweise und Denkweise besser verstehen.
In diesem Reihenauftakt lernt man die Protagonisten besser kennen. Jack ist ein angehender Soulman und man merkt, wie viel es ihm bedeutet, endlich nicht mehr ein Soulman in Ausbildung zu sein. Er hat in seinem Leben schon einiges erleben müssen, hatte nicht immer ein leichtes Leben und kennt auch die Schattenseiten von London. Oftmals hat er einen cleveren Spruch auf den Lippen. Doch leider ist er teilweise etwas hilf- und auch kopflos. Ohne Hilfe von anderen wäre er total aufgeschmissen in der Geschichte gewissen und leider verlässt er sich auch – meiner Meinung nach – viel zu oft auf diese. Er überlässt es einfach anderen und vertraut darauf, dass diese die Situation meistern. Sein weiblicher Gegenpart ist die orientalische Prinzessin Naima. Sie und Jack lernen sich kennen, weil auf ihre Familie ein Mordanschlag im Buckingham Palace verübt wurde, welcher sehr mysteriös ist. Sie wirkte auf mich teilweise noch ein wenig unausgereift. Naima rebelliert gegen ihre Prinzessinnen- Rolle, sie möchte nicht nur als reiche Schönheit angesehen werden, stattdessen interessiert sie sich für Selbstverteidigung und auch so eine starke und selbstbewusste Frau. Dennoch hat sie eher kleinere Passagen, sodass ich mir von ihr kein richtiges Bild machen konnte. Was mir persönlich etwas missfallen hat, ist die Beziehung zwischen Jack und Naima. Ihre Entwicklung zueinander ging mir besonders am Ende der Geschichte etwas zu schnell. Die beiden haben nur kurze Auftritte miteinander und dennoch haben sie eine tiefe Beziehung zueinander. Mein persönlicher Liebling ist Oz. Am Anfang war meine Einstellung zu ihm eher skeptisch, er ist ein etwas überheblicher Nerd, der sich am Anfang ganz schön überschätzt, wobei er hierfür schnell die Quittung bekommt. Aber er hat sich im Verlauf der Story echt zum positiven entwickelt. Er ist humorvoll und clever und dabei hat er immer einen tollen Spruch auf den Lippen. Mit Freude habe ich seine Weiterentwicklung mit verfolgt und besonders sein Charakter hat dieses Buch zu etwas besonderem für mich gemacht. Aber es gibt auch noch weitere Nebencharaktere, die dieses Buch bereichert haben – hier möchte ich Agatha und auch Terry positiv erwähnen.
Der Cliffhanger schafft es dann nochmal, diesem Buch die Krönung aufzusetzen. Zu gerne würde man sofort weiterlesen und erfahren, wie es mit Jack, Naima und Oz weitergeht. Aber jetzt heißt es erstmal warten und hoffen, dass für die Protagonisten alles gut ausgeht.
Insgesamt konnte mich der Autor Akram El- Bahay mit seinem neuen Fantasy- Buch „Ministry of Souls – Das Schattentor“ wieder begeistern. Seine magischen Elemente, wie die Geister, die Soulman oder auch die Zwischenwelt fand ich sehr gelungen. Aber leider konnte mich der Protagonist Jack nicht ganz von sich überzeugen. Dafür fand ich seinen Mitspieler Oz umso gelungener. Dafür möchte ich 4 Sterne vergeben und bin schon auf die Weiterführung der Geschichte gespannt.
Spooky Season
Meinung:
Mit „Ministry of Souls“ lädt der Autor dich eine magisch mystische Welt ein, die perfekt in die aktuelle Jahreszeit passt. In dieser Welt achten die Soulmans des Ministeriums im Geheimen auf den Verbleib der Geister.
Jack ist ein Soulman in Ausbildung. Er hat die Gabe Geister zu sehen und ihnen zu helfen, den Übergang in die Zwischenwelt zu finden. Dabei ist er jedoch ein wenig chaotisch unterwegs. Bei seiner Ausbildung hört er gerne Mal nur mit einem Ohr zu, den Geist von Agatha jagt er seit Wochen – gerne auch Mal über Dächer – und letztendlich bringt er aus Versehen eine Lebende in die Zwischenwelt. Chaotisch, mutig und ständig in Abenteuern verwickelt, das ist Jack.
Am Anfang seines Abenteuers kommt es zu mehreren Unglücken in London. Alle Soulmans sind im Einsatz und es werden mehr gebraucht. So kommt es, dass der Azubi Jack seinen ersten Außeneinsatz im Buckingham Palace bekommt – alleine. Das Chaos ist also vorprogrammiert. Was Prinzessin Naima sicher sehr schnell bestätigen würde.
Die Geschichte wurde hauptsächlich aus der Sichtweise von Jack geschrieben. Doch es gibt vereinzelte Kapitel aus der Sichtweise der starken, unabhängigen Naima. Sie kommt als arabischer Staatsgast nach London, um über Bündnisse mit der Queen zu sprechen. Man merkt schnell bei ihr, dass sie bereits viele Kämpfe ausgetragen hat. Prinzessin Naima ist hervorragend im wörtlichen Sprachgefecht und ist sich nicht zu Schade selbst zu kämpfen – auch wenn sie nur einen Ast zur Hand hat. Ihre kämpferische Art passt gut in die Abenteuer von Jack hinein und schnell werden die Beiden zu einem mutigen Duo. Aber nicht nur Prinzessin Naima ist unerwartet in der Zwischenwelt. Auch ein dunkler Schatten, eine Legende, die niemand für wahr hält, befindet sich dort und sinnt nach Rache.
Es fehlt in diesem Buch nicht an Abenteuern. Und natürlich müssen die Beiden ihre Abenteuer nicht nur zu Zweit bestreiten. Sie erhalten insbesondere Unterstützung von Oz, dem belesenen Diener des Ministeriums, Agatha, der frechen alten Geisterlady und von… Katzen.
„»Wir retten die Welt, denke ich«, antwortete Jack.
»Und das geht natürlich nicht ohne Katzen.«“
Katzenliebhaber kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Jeder Charakter und jede tierische Begleitung, wurde von Akram El-Bahay wundervoll ausgearbeitet. Sie sorgen für Trubel, ein wenig Chaos, lustige Momente und eine sehr schöne Lesezeit. Ich kann gar nicht sagen, wen ich am meisten ins Herz geschlossen habe.
Fazit:
Das Buch webt eine etwas düstere Geschichte voller Geister und ihrer Eigenarten, im verregneten London. Doch mit Jacks leicht chaotischen Art und viel Humor unterschiedlicher Charaktere, lockert Akram das düstere Setting. Aus meiner Sicht ist dies der perfekte Auftakt eines Abenteuers für die Lesezeit im Herbst.