Die Ausgangssituation: Es tut sich etwas im Land. Catolis wurde auserwählt um das zweite Reich Kalyptos auferstehen zu lassen. Mit ihren Helfern versucht sie nun, das geeignetste Volk für die Auferstehung zu finden. Zeitgleich wird Lasnic der Waldmann eher unfreiwillig zum neuen Waldfürsten gewählt. Dies passt ihm gar nicht und macht sich schnell mit seinem mysteriösen Ring auf die Flucht. Unterwegs trifft er auf Ayrin, die Königin von Garona, die von einem geheimnisvollen Volk angegriffen wurde und weiter Angriffe gewiss folgen werden. Wird Catolis ihr Ziel erreichen? Wird Lasnic mit Ayrin die Angriffe abwehren können? Und was hat das mit diesen mysteriösen Ringen auf sich? Fazit: Das Buch wurde von vornherein auf eine Trilogie ausgelegt. Und das merkt man auch. Die Geschichten die vier Hauptcharaktere Lasnic, Ayrin, Lauka und Catolis sind tiefgründig und langsam erzählt. Abwechselnd werden die Stories weiterzählt und es dauert schon eine ganze Weile, bis man Zusammenschlüsse zwischen den Charakteren erkennt und erzählt werden. Und so plätschern alle drei Bücher anfangs langsam dahin, bis die letzten 20% des Buches immer in einer Spannungssteigerung enden. Leider nimmt dieser Mechanismus bei knapp 600 Seiten pro Buch doch ein gewisses Durchhaltevermögen in Anspruch. Doch die Enden lassen das Durchhalten immer wieder vergessen. Denn klug ausgearbeitet ist diese Story. Okay, vieleicht doch mit einer kleinen Einschränkung: Das zweite Buch erzählt über die Verbündungen untereinander. Koalitionen werden geschlossen und Seiten gewechselt. Erste Abgründe der Personen treten auf. Außerdem wird viel gereist. War es im ersten Teil nur Lasnic und Catolis, so ziehen leider nun alle wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend. Stilistisch sind alle drei Teile wunderbar geschrieben. Manchmal ein wenig zu Detailverliebt. Der Autor Jacuba hat es nicht versäumt jedem Volk eine sprachliche Eigenart anzubringen. Und so werden einige Wörter gern umschrieben, z.B. die Zeitrechnung erfolgt hier nach Monden, Schneeschmelzen oder Sommern. Der Punkt zu den Ringen erinnert einen ja doch schon an den „Herr der Ringe“. Doch hier haben die Ringe eine andere Bedeutung und sind eher ein Instrument für Kalypto. Trotzdem haben alle Ringe eine gewisse Macht über die Völker, Menschen und Verläufe. Denn wer einen Ring hat, hat Macht. Und so wandern die Ringe gern mal von einem zum andern, obwohl sich vor allem Lasnic nichts aus den Ringen macht. Das ist wiederum schade, da so ein starkes Element nur von einem kleinen Teil der Charaktere benutzt wird. Zusammenfassend ist diese Trilogie ein Muss für Fantasyliebhaber. Aber auch Einsteiger werden hier ihren Spaß finden. Jedoch ist ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen erforderlich, denn die Geschichte öffnet sich nicht gleich für den Leser. https://booksoftination.wordpress.com/2016/10/12/tom-jacuba-kalypto-trilogie/
28. Feb.Feb 28, 2016
KALYPTO - Die Magierin der Tausend Inselnby Tom JacubaLübbe
