Das war ein Wohlfühl-Buch für mich. Die Kamelienblüte ist ein zentrales Element, und nicht wie in anderen Büchern nur ein Buchtitel.
Und da ich Blumen, Japan und den Schreibstil mochte, hat sich das Buch rasch in mein Herz geschlichen.
Ein kleines Zitat aus dem Buch:
Kikubari bedeutet: Die Kunst der Aufmerksamkeit, des Einfühlungsvermögen und der vorausschauenden Rücksichtsnahme.
In dem Buch lernen wir die junge Lucy Riwall kennen. Sie hat ihr Studium mit Bravour beendet und steigt nun in die Kosmetikfirma ihrer Mutter in der Bretagne ein.
Als die Kamelienöl-Lieferung aus Japan ausbleibt reist Lucy dorthin um mit der Geschäftsleitung zu sprechen. Sie ist mit Japan seit einem Schüleraustausch stark verbunden, spricht die Sprache und kennt die Umgangsformen. Auf der Reise dorthin lernt sie einen Mann kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Doch er muss beruflich weiter und so weiss sie nicht ob das Zukunft haben wird.
Als sie auf der Kamelieninsel ankommt wird das wirklich Ausmaß der "Katastrophe " erst bekannt. Ausgerechnet ein Hedge-Fond will die Insel samt Ölpresse und den wilden Kamelien aufkaufen, und der Verhandlungsführer ist Lucy kein Unbekannter.
Die Besitzer der verschuldeten Kooperative wenden sich hilfesuchend an Lucy, die sich eh schon auf der Insel heimisch fühlt. Und so startet sie einen Rettungsplan, doch ob sich die Bewohner der Insel darauf einlassen werden?
Der Schreibstil der Autorin ist toll. Man kann flüssig lesen und versinkt direkt in der Geschichte. Sie beschreibt die Menschen, die Bretagne und die japanische Insel so bildhaft, dass man das Gefühl hat selbst dort zu sein. Die Protagonisten sind lebensecht und es ist nicht alles heile Welt.
Die 2 Folgebände werde ich mir auf jeden Fall auch holen wenn sie erscheinen.
Also ich das Buch in der Buchhandlung sah, musste ich es mir direkt genauer anschauen. Allein schon, weil es von Japan handelt, genau wie Farbschnitt und Cover.
Die ersten 100 Seiten spielen in der Bretagne, bevor es dann endlich mit Japan losgeht. Für mich beginnt dort dann auch der schönste Part des Buches. Lucy lernt einen Mann auf dem Flug nach Japan kennen und dann sehen sie sich Orte wie Shibuya-Crossing, die Hachiko Statue und vieles mehr an. Für mich war es absolut das größte Highlight.
Leider lag der Fokus danach sehr auf dem geschäftlichen in Japan, danach auch weiter in der Bretagne. Für mich war das stellenweise viel zu ausführlich und für den Leser einfach unnötig und viel zu ausgeschmückt. Das hat die Geschichte echt sehr ausgebremst und ich hätte mir viel mehr Raum für die Liebesgeschichte gewünscht.
Ich hoffe, dass sich das in Band zwei ändert. Ich hätte dem Buch echt gerne mehr Sterne gegeben, aber deshalb reicht es für mich nur für 3,5 von 5 Sternen.
Lucy, die nach Abschluss ihres Studiums in das Familienunternehmen ihrer Mutter in der malerischen Bretagne einsteigen soll, sieht sich mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert, sich dort wieder einzufinden. Eine Reise nach Japan zu einer exquisiten Kamelien-Öl-Manufaktur eröffnet ihr jedoch die wunderbare Chance, sich abzulenken und unvergessliche Erfahrungen zu sammeln. Auf dieser Reise begegnet sie Finn und verbringt einen aufregenden, unvergesslichen Tag in Tokio mit ihm. Doch als sie auf der Kamelieninsel ankommt, erfährt sie von dem plötzlichen Tod des Inhabers, was ihre Mission für die Familienkosmetikfirma in ernsthafte Gefahr bringt.
Die Erzählung entfaltet sich in einer hypnotisierenden Flüssigkeit und fesselt den Leser, ohne dass Unklarheiten den harmonischen Lesefluss beeinträchtigen. Die Leser können sich tief in Lucys emotionsgeladenes Wesen hineinversetzen und ihre Sorgen nachvollziehen, insbesondere als sie herausfindet, dass eine abstoßende Firma plant, die gesamte Insel unter ihre Kontrolle zu bringen. Diese Enthüllung führt dazu, dass Lucys persönliche Probleme in den Schatten treten, während sie alles daransetzt, um die Übernahme schlagkräftig zu verhindern. Auch die Beziehung zu ihrer Mutter wird auf eine harte Probe gestellt, da auch in der Bretagne Herausforderungen auftauchen.
Insgesamt ist das Buch mitreißend und spannend geschrieben und hält die Leser bis zur letzten Seite in einem Bann, sodass auch vorausgeahnte Wendungen überraschend bleiben. Die emotionale Tiefe und die komplexe Entwicklung der Charaktere machen es zu einem einzigartigen Leseerlebnis. Das positive Fazit des Lesers unterstreicht die Vorfreude auf die Fortsetzung der Geschichte und schließt mit einer herzlichen Empfehlung sowie der Vergabe von fünf strahlenden Sternen.
Zwischen Kamelienblüten und Firmenintrigen entfaltet sich eine Geschichte, die leise beginnt und dann überraschend Fahrt aufnimmt. Die Reise nach Japan wird nicht nur zur Rettungsmission für eine traditionsreiche Manufaktur, sondern auch zum Wendepunkt für eine junge Frau, die lernen muss, für ihre Überzeugungen einzustehen. Zwischen duftenden Gärten, kulturellen Begegnungen und familiären Erwartungen entsteht ein Roman, der mit sanfter Spannung und atmosphärischer Tiefe fesselt.
Absoluter Wohlfühlroman mit japanischen Flair und Romantik
Ich bin gerne mit Lucy in die Bretagne und dann nach Japan gereist. Eine starke Hauptprotagonistin und eine Liebesgeschichte, die Schmetterlinge flattern lässt. Lucy ist die nächste Generation im Kamelienhaus und soll neben ihrer Mutter Sylvia, der Hauptprotagonistin der ersten drei Bände der Kamelieninsel, nun als Juniorchefin in die Firma der Naturkosmetik einsteigen. Dazu gehört auch das japanische Kamelienöl, was von der Insel Soshima bezogen wird, es ist besonders fein und rein. Eigentlich sollte Sylvia die Geschäftsreise nach Japan antreten, kann es aber aus familiären Gründen dann nicht und Lucy springt ein. Sie kennt Japan bereits von ihrem einjährigen Aufenthalt in der Vergangenheit sehr gut und spricht auch die Sprache. Bereits am Flughafen lernt sie den Amerikaner Finn kennen und bei beiden sprühen die Funken. Jedenfalls verbringen sie einen Tag und eine Nacht zusammen in Tokio, wandeln auf romantischen Pfaden und Brücken, singen Karaoke und kommen sich ganz nahe. Was aber unausgesprochen bleibt ist, was beide tatsächlich in Tokio tun und so trennen sie sich zunächst am nächsten Tag. Lucy schwebt auf Wolke 7 und reist dann zur Insel Soshima. Und es kommt, wie es kommen musste, dort begegnet sie Finn wieder, aber sie stehen plötzlich geschäftlich auf ganz unterschiedlichen Seiten. Zerbricht daran die Liebe?
Was war das eine schöne Reise. Zunächst ging es aber in die Bretagne und da ich die Bände der Kamelieninsel nicht gelesen hatte, tat ich mich zunächst etwas schwer mit den Personen. Für diejenigen, die die Reihe kennen, wird es ganz sicher ein Nachhause kommen sein. Aber durch die kurzen Erklärungen, bin ich dann gut in die Geschichte gestartet. Letztlich geht es auch mehr um Lucy, ihren Bruder und auch um ihre beste Freundin Lily, das berühmte Model. Tabea Bach schreibt in einer sehr bildhaften und flüssigen Sprache, ich konnte sowohl die Kamelieninsel in der Bretagne wie auch dann die in Japan vor meinem Auge sehen. Was mir auch sehr gefallen hat war, dass ich durch den Roman etwas über die japanische Kultur erfahren habe, vieles war mir bislang unbekannt. Das lässt die Autorin sehr locker einfließen, so dass ich mich immer gut unterhalten fühlte und nicht damit überfrachtet. Besonders schön waren natürlich auch die Momente in denen die Romanze beschrieben wurde, das tut der Leserseele gut. Meiner in jedem Fall. Insgesamt hat das Buch so einige Wendungen, einiges ist natürlich schon vorherzusehen und nicht überraschend, aber das hat meinen Wohlfühlmomenten während der Lesereise nach Japan nicht geschadet. Ich empfehle den Roman sehr gerne weiter, insbesondere an diejenigen, die neben einem schönen Wohlfühlroman mit Liebe auch in eine andere Welt im fernen Japan eintauchen möchten. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil.
Ein tolles Buch. Man taucht auf eine Insel in Japan ein. Die Kamelien Insel war schon eine tolle Reihe und das Buch knüpft da an. Ich freue mich auf die weiteren Geschichten.
Das Kamelienhaus ist der Auftaktband der gleichnamigen Romanreihe von Tabea Bach. Außerdem knüpft sie an die Reihe Die Kamelieninsel an. Aber auch ohne Vorwissen der ersten Reihe sollte man problemlos einsteigen können.
Optisch ist das Buch eine wahre Augenweide, Cover und Farbschnitt harmonieren perfekt, vorn und hinten im Buchdeckel ist ein Personenverzeichnis (wie genial), einmal von Lucys Familie in der Bretagne und außerdem die Personen in Japan. Tabea Bach versteht es wie immer ganz wunderbare Schauplätze zu kreieren.
Sylvias und Maels Tochter Lucy kehrt nach ihrem Studium zurück auf die Kamelieninsel, um in die Kosmetikfirma ihrer Mutter einzusteigen. Ihre erste Mission führt sie nach Japan in eine Kamelienölmanufaktur, von denen sie das Öl für die Kosmetikfirma beziehen. Durch den plötzlichen Tod des Inhabers steht die Firma vor dem Aus. Zuvor lernt sie in Tokio Finn kennen, sie kommen sich schnell näher, doch kennen beide voneinander nicht ihre beruflichen Belange. Als sie sich unerwartet auf einem völlig anderen Parkett treffen, stehen sie auf gegnerischen Seiten…
Ich bin super in den Lesestoff gestartet und habe mich echt gefreut, so viele Bekannte von der Kamelieninsel zu treffen. Sylvia und Mael und einige andere sind älter geworden, dennoch punkten sie immer noch mit großer Sympathie. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und absolut mitreißend. Die Schauplätze sind wieder wunderbar beschrieben, neben der Bretagne auch Tokio oder die Insel Soshima, die zwar fiktiv ist, aber sehr den sogenannten Izu-Inseln im Pazifischen Ozean nachempfunden sind. Ich habe Soshima richtig geliebt. Außerdem erfährt man u. a. viele japanische Traditionen.
Die Figuren sind lebendig, authentisch und charakterstark, einige lernt man erst kennen, ich bin gespannt wie sich der ein oder andere entwickelt.
Der Handlungsverlauf ist fesselnd, nicht nur in Japan in der Ölmanufaktur steht es kritisch, auch Zuhause auf der Kamelieninsel stehen plötzlich ernste finanzielle Sorgen im Vordergrund.
Die Liebesgeschichte zwischen Finn und Lucy ist gefühlvoll, romantisch und emotional und endet mit einem Cliffhanger. Also Herzklopfen vorprogrammiert!
Insgesamt ein toller Auftakt - Tabea Bach versteht es ausgezeichnet zu unterhalten und ein großes Wissen an Hintergrundthemen zu vermitteln. Die Spannung ist groß und ich fiebere dem nächsten Band entgegen. Für mich ein Jahreshighlight und eine ganz große Leseempfehlung.
Generationenwechsel
Die Kamelieninsel ist der Traum von Lucys Familie. Hier haben sie sich ihre Existenz aufgebaut und die schönsten Dinge, die das Leben so mitbringt, erlebt. Von hier aus leiten sie das Kamelienhaus mit der dazugehörigen Kosmetiklinie.
Doch als sich ein Geschäftspartner nicht mehr meldet, steht die Zukunft des Familienunternehmens auf der Kippe.
Tabea Bachs „Das Kamelienhaus“ ist Band 1 der dazugehörigen neuen Saga der bekannten Autorin. Die Saga ist eine Nachfolgesaga der „Kamelien-Insel“-Trilogie. Gem. Angabe kann jedoch die jüngere Saga auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Ich hatte keine Vorkenntnisse, was die Reihe betrifft und es kam mir zum Großteil nicht so vor, als hätte ich etwas verpasst. Lediglich, was die Personen betrifft, fühlte es sich manchmal an, als würde etwas Vorwissen fehlen, aber das würde ich jetzt nicht zu sehr überbewerten.
Mir hat vor allem der Einstieg in das Buch gefallen. Die Beschreibung der malerischen Kamelieninsel und ihrer Bewohner schaffte für mich sofort eine Wohlfühlatmosphäre, die ihresgleichen sucht. Gleiches galt für die Beschreibungen der Insel Soshima. Auch hier schaffte es der Autorin die Beschreibungen so zu gestaltend, dass ich gedanklich in die grüne, entspannende Umwelt von Soshima abgedriftet bin.
Die Hauptfigur Lucy ist sehr angenehm, aber hatte für mich auch manchmal unnahbare Aspekte.
Sie ist in einer liebevollen Familie aufgewachsen, was auch von der ersten Seite an, zu erkennen ist. Diesen Zusammenhalt, auch im Bekannten- und Freundeskreis, fand ich sehr angenehm und beispielhaft.
Die ersten Erlebnisse mit Finn waren traumhaft, während ich die Veränderung der beiden Charaktere zueinander dann wirklich extrem fand. Auch Lucys Haltung zur japanischen Kultur und ihre guten Sprachkenntnisse erschienen mir eine Spur zu unrealistisch. Da Lucy ein Austauschjahr in Japan, zehn Jahre zuvor, verbracht hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Kenntnisse immer noch so doll ausgeprägt sind, wie es hier dargestellt wird.
Der anstrengende Part am Roman ist Lucys beste Freundin Lilly. Sie benimmt sich wie ein pubertierender Teenager, was im völligen Kontrast zu Lucys Verhalten steht
Der Kern der Geschichte, der Generationenwechsel im Familienunternehmen, verbunden mit Existenzängsten, ist eine realistisch gewählte Thematik. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Umweltschutz und Bioprodukte immer mehr an Bedeutung gewinnen, regt dieser Roman zum Nachdenken über die Natur an.
Das Ende fand ich in allen Facetten sehr überraschend und endet quasi mit einem Cliffhanger, was Finn und Lucy betrifft.
Alles in allem ein gut gelungener Roman mit einer sehr interessanten Thematik.
Das Buch ist eine Empfehlung für all jene, die Gegenwartsromane mögen und sich auch gerne mal aufgrund landschaftlicher Beschreibungen in einem Buch verlieren.