
Zu oberflächlich und kitschig
Aria beginnt einen Job als Housesitterin in Florida, um nach schwerer Krankheit zur Ruhe zu kommen. Dummerweise flüchtet sich zur gleichen Zeit der Besitzer, Schauspieler Tristan, in sein Domizil. Weil er unerkannt bleiben will, flunkert er Aria vor, ebenfalls Housesitter zu sein. Bald schon merken beide, wie anziehend sie sich finden … Eigentlich hat ‚Hold Me Forever‘ mit seiner netten Story alles, um ein richtig schöner Freibad-Sommer-Schmöker zu sein. Zwei nette Protagonisten, Missverständnisse, eine luxuriöse Villa, eine neidische Gegenspielerin und noch einiges an Tragik in der Vergangenheit. Am Anfang geht das Buch auch gar nicht so schlecht los und man freut sich schon auf nette Kabbeleien, wenn Aria und Tristan in der Villa aufeinandertreffen. Leider verläuft das aber alles recht schnell im Sande, so wie eigentlich jedes angerissene Thema in der Geschichte. Einzig Arias Krankheit wird ein wenig ausführlicher behandelt, aber so wirklich trägt es auch nichts zur Charakterentwicklung bei. Vor allem Tristan bleibt blass und gestaltslos, außer einem hübschen Hintern hat er absolut gar nichts zu bieten. Man erfährt nichts über seine Beweggründe für die Schauspielerei oder was ihn sonst antreibt. Er wird zwar ein- oder zweimal als ‚gebrochen‘ bezeichnet, aber warum wird nicht ausgeführt. Vermutlich muss da die (Kurz-)Beziehung zu seiner Kollegin als Erklärung reichen. Ich weiß es nicht, aber ich könnte auch nicht ehrlich behaupten, dass es mich nach der Lektüre des Buches groß interessieren würde. Stellenweise ist das Buch dann unglaublich kitschig, was vermutlich daran liegt, dass man keine tiefere Beziehung zu den beiden Protagonisten aufbaut. Da wirkt dann jeder Liebesschwur etwas zu viel und auch ein wenig cringe. Mich konnte ‚Hold Me Forever‘ leider nicht überzeugen und es reizt mich auch nicht, mehr von der Autorin zu lesen.





















































