Der Anfang hat sich ein bisschen in die Länge gezogen aber ansonsten ein sehr spannender Thriller. Die Spannung hat sich stetig und leise aufgebaut. Ich fand den Ermittler diesmal sehr sympathisch. Michael Thode hat einen flüssigen angenehmen Schreibstil.
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In "Das stumme Kind" von Michael Thode werden in der Lüneburger Heide zwei Männer grausam ermordet. Einzige mögliche Zeugin ist Anna, ein dreizehnjähriges autistisches Mädchen, das seit ihrer Geburt kein Wort spricht. Hauptkommissar Rolf Degenhardt und sein Kollege Jens Vorberg übernehmen die Ermittlungen und werden von der Polizeianwärterin Jana Liebisch unterstützt. Die Spuren führen in verschiedene Richtungen, zu Annas Wohngruppe, in die Vergangenheit und sogar bis nach London. Dort ermittelt Jana auf eigene Faust und deckt alte Verbindungen auf. Dabei treten Familiengeheimnisse und verdrängte Wahrheiten zutage, die ein düsteres Netz aus Schuld und Verrat enthüllen.
Ich fand "Das stumme Kind" spannend und atmosphärisch gut geschrieben. Besonders gut hat mir gefallen, wie geschickt verschiedene Handlungsstränge miteinander verwoben sind und wie sich daraus immer neue Wendungen und Verwicklungen ergeben. Die Charaktere wirken authentisch, lebendig und haben ihre eigenen Tiefen, was die Geschichte sehr glaubwürdig macht. Ich habe die ganze Zeit versucht, die Fäden miteinander zu verbinden, weil mich die Handlung so gefesselt hat. Es gab für mich keine Längen, ich wollte ständig wissen, wie es weitergeht. Das Ende war stark und hat mich wirklich beeindruckt. Da es der erste Band einer Trilogie ist, freue ich mich schon sehr auf den zweiten Teil. Wie gut, dass der schon auf meinem SuB liegt.
Es war am Anfang sehr verwirrend hinter die Geschichte zu steigen. Als man hinter die Geschichte gestiegen ist und sie nachvollziehen konnte und sich rein fühlen konnte. War man entsetzt wie es endet.
Sehr spannendes Buch, es weckt die Interesse weiter zu lesen.
Ganz ok... Verschiedene Themen werden angesprochen, wie z.B. Autismus und Klonen. Jedoch werden diese Themen nur oberflächlich behandelt. Schade.
Der Titel "Das stumme Kind" lässt anfangs darauf schließen, dass es hauptsächlich um das Kind geht. Jedoch tritt Anna, die in ihrem Leben noch nie gesprochen hat, meiner Meinung nach nur selten in Erscheinung. Da hätte man mehr rausholen können.
Ich dachte anfangs, die Lösung sei total offensichtlich und las das Buch hauptsächlich wegen seines spannenden Erzählstils weiter. Es stellte sich raus - es kam ganz anders als ich erwartet hatte. Sehr überraschendes Ende, mit vielen Irrwegen davor.
Klappentext:
In einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide kommen der Kinderarzt Andreas Joost und der Rechtsanwalt Thomas Wilke auf grauenhafte Weise ums Leben. Rasch ist klar, es gibt eine Verbindung zwischen den beiden Männern: Joosts Tochter Anna, ein autistisches Mädchen, das noch nie ein Wort gesprochen hat. Das Geheimnis, das die Beteiligten miteinander verbindet, führt tief in menschliche Abgründe. Und die Zeit zur Aufklärung des Falles drängt - denn der Täter hat bereits sein nächstes Opfer ins Visier genommen.
Bewertung
Der Debutroman von Michael Thode geht knall auf Fall los. Am Anfang ist man etwas verwirrt, dann finden sich die Handlungstränge schnell zusammen
Die Mordopfer sind gut beschrieben, ebenso die Charaktere der Ermittler. Dann liest man parallel zu den Ermittlungen noch von Alexa Jäger.
Das authistische Mädchen Anna ist 13 Jahre alt und hat noch nie in ihrem Leben ein Wort gesprochen. Sie lebt zum Teil zu Hause und in einer Einrichtung, in der ihre Zimmereinrichtung bis aufs kleinste Spielzeug genau gleich sind. Ihr Tagesablauf ist immer der selbe.
Dann verschwindet Anna plötzlich...
Hauptkommissar Degenhardt und die Polizeianwärterin Jana Liebisch ermitteln in diesem Fall. Werden sie es schaffen den Täter von weiteren Morden abzuhalten und das Motiv für diese grausamen Morde finden?
Der Krimi geht gleich mit den brutalen Morden los, ist von Anfang an spannend. Hauptkommissar Degenhardt war für mich ein typischer Kommissar: erfahren, besonnen und mit jeder Menge privaten Problemen. Seine Praktikantin Jana Liebisch ist unerfahren, jung voller Elan
Die Idee hinter dem Krimi ist gut. Mich hat das autistische Mädchen angesprochen, da ich noch nie einen Roman gelesen habe, in dem ein solcher Protagonist mitgespielt hat. Der Anfang ist etwas verwirrend, fügt sich aber dann flüssig in den Rest des Romanes ein.
In der Mitte des Romanes wird der Roman lasch, verliert sich in Kleinigkeiten und wird dadurch langatmig. Vieles ist voraussehbar. Das Ende selbst war für mich nunja... unlogisch, seltsam, zusammengestrickt.
Es ist einer der Romane, die wirklich gut beginnen und sich dann verlieren.
Deswegen auch nur 3 Sterne. Ich denke, der Author hat Potential, wenn er weiter an sich arbeitet.
Außerdem fällt er für mich "nur" in die Kategorie Krimi und nicht Thriller. Da bin ich sonst stärkeres gewohnt.
"In einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide kommen der Kinderarzt Andreas Joost und der Rechtsanwalt Thomas Wilke auf grauenhafte Weise ums Leben. Rasch ist klar, es gibt eine Verbindung zwischen den beiden Männern: Joosts Tochter Anna, ein autistisches Mädchen, das noch nie ein Wort gesprochen hat. Das Geheimnis, das die Beteiligten miteinander verbindet, führt tief in menschliche Abgründe. Und die Zeit zur Aufklärung des Falles drängt - denn der Täter hat bereits sein nächstes Opfer ins Visier genommen ..."
Also was war denn bitte das hier? Ich war noch nie so froh gewesen ein Buch beendet zu haben.
Danke an Nadine und Jana - ohne euch hätte ich das Buch abgebrochen.
Was hat mir denn nicht gefallen? Alles!
Janine übertreib doch nicht so! Ähhh doch ich erzähl euch warum.
Es gab verschiedene Erzählerperspektiven, ich liebe sowas ja, aber hier war einfach ein großes Chaos. Es gab keinen roten Faden und ich konnte die Handlungen auch nicht zueinander wirklich zu ordnen. Jana hat das in ihrer Rezension schon ganz gut beschrieben: wie Kurzgeschichten
Dann verliert man sich in unnötige Details und an einer Stelle haben wir alle drei einen unangenehmen Schauer bekommen.
Dann werden unzählige Themen an der Oberfläche angekratzt, da ist fast alles dabei. Das Thema Autismus, was fast untergeht, ist dann auch noch so schlecht recherchiert.
Und das Ende? Puh wenn man denkt, dass es nicht schlimmer werden kann, ich sags euch: Schlimmer geht immer.
Brauch jetzt nicht zu erwähnen, dass ich das Buch überhaupt nicht weiterempfehlen würde?