Gesellschaftskritik verbunden mit einer unfassbaren Story
Sehr lesenswert, fesselnd, packend und gar nicht mal so unrealistisch
Gesellschaftskritik verbunden mit einer unfassbaren Story
Sehr lesenswert, fesselnd, packend und gar nicht mal so unrealistisch
Den Anfang fand ich wirklich schwierig und etwas lahm. Ich musste das Buch ein paar Tage beiseite legen und wieder Lust auf die Art von Geschichte bekommen. Aber Gott sei Dank habe ich mich wieder heran gewagt. So bald man die ersten Kapitel geschafft hat, wird die Story wirklich richtig gut. Wie auch in "Er ist wieder da", schreibt Timur Vermes schonungslos, humorvoll, sarkastisch und schwarz eine fiktive Geschichte, die aber auch ebenso gut auch wahr werden könnte. Dieses Mal beschäftigt er sich mit dem Thema Flüchtlinge und das keineswegs langweilig. "Die Hungrigen und die Satten" ist richtig unterhaltsam und einzigartig. Timur Vermes schreibt komplett neu und überhaupt nicht klischeehaft. So macht lesen einfach Spaß. Vor allem die überraschenden Wendungen sorgen dafür, dass man einfach weiter lesen muss. Ich will nicht viel zum Inhalt des Buches schreiben, weil ich will, dass alle so überrascht und mitgerissen werden wie ich ;). Einen Stern ziehe ich ab, weil der Stil von Timur Vermes manchmal dafür sorgt, dass die Geschichte an einigen Stellen etwas langatmig wird.
Ein halb-offenes Ende, das zugleich auf eine negative deus-ex-machina-Variante setzt. Das trübt etwas die Freude an der sonst sehr gelungenen Konstruktion der Geschichte.
Was für ein Szenario...
mehr kann ich dazu nicht sagen. Außer noch, sehr gutes Buch das nach klingt.
Ein gut geschriebenes Buch und durch Christoph Maria Herbst ein absolut grandioses Horbüch. Die Grenze zwischen herzlichem Lachen, Fremdschämen, Empörung, Empathie, Schock, Wut, Trauer und ein allgegenwärtiges "What If...?" ist großartig zusammengetragen. Absolute Empfehlung.
In dieser Zeit muss jeder dieses Buch lesen!
Ich habe es vor ein paar Minuten beendet und bin einfach nur mitgenommen und sprachlos. Am Anfang habe ich mir nicht viel dabei gedacht… Flüchtlingskrise hier, Politiker da und mittendrin eine sehr nervige Moderatorin. Aber der Schreibstil und die Führung sind toll. Das Ende zutiefst erschreckend und näher an der Realität als uns allen bewusst ist.

Großartige Unterhaltung
Dies war die erste Gesellschaftssatire die ich gelesen habe, weshalb ich gespannt war, wie es mir gefällt. Kurzfassung: Unglaublich gut! Die Geschichte entwickelt sich von Anfang an aus der Perspektive verschiedener Charaktere und gibt Einblicke in deren Sichtweisen und Ängste. Somit begleitet man aus verschiedenen Blickwinkeln wie sich aus der Unterhaltungssendung „Engel im Elend“ ein Massen-Flüchtlingsmarsch Richtung Deutschland entwickelt. Trotz der verschiedenen Perspektiven wirkt allerdings keiner der einzelnen Charaktere zu blass und oberflächlich. Jeder Protagonist wirkt äußerst glaubwürdig und man bekommt bei jedem das Gefühl, die Person tatsächlich kennenzulernen. Der Autor gibt in dem Buch mit viel Witz und Ironie einen ungeschönten Blick auf die Flüchtlingspolitik. Dabei bekommt jeder sein Fett weg, das skrupellose Privatfernsehen, der Möchtegern Qualitätsjournalismus oder auch die in Schockstarre verharrende und abwartende Politik. Manchmal vergeht einem das Lachen allerdings, weil man sich leider sehr gut vorstellen kann, dass in der Realität teilweise genauso reagiert und gehandelt werden würde. Ein besonderes Highlight waren für mich dabei die eingestreuten Presseartikel, mit welchen der Autor jedem Klatschblatt Konkurrenz macht.
Nachdem mir "Er ist wieder da" schon so gut gefallen hat, wollte ich auch das neue Buch von Timur Vermes unbedingt lesen. Leider hat mir die Umsetzung des absolut interessanten Themas nicht so sehr gefallen, viel zu überzogen fand ich die Darstellung der Story und der Charaktere. Natürlich soll der Roman überspitzt, satirisch, grotesk sein - aber mir hat das einfach nicht überzeugt. Und das Ende...? Naja. Da ich allerdings trotz dieser negativen Punkte viel zum Nachdenken gebracht wurde und immer wieder mein Gewissen "erforschen" musste, kann ich "Die Hungrigen und die Satten" nicht NICHT empfehlen.
Gut geschrieben
Eine bissige Parodie, die mir persönlich viel Spaß gemacht hat. Heikle politische Themen zu beleuchten und ein (beinahe) undenkbares Szenario glaubhaft zu kreieren schafft Timur Vermes wie kein zweiter. Ist natürlich alles Geschmackssache und man darf das Buch sicherlich an vielen Stellen nicht zu ernst nehmen. Aber ich mag es, wie der Autor mit dem Finger dort hin zeigt wo es weh tut und eine "was wäre wenn" Situation daraus entstehen lässt die einen gleichermaßen belustigt und erschüttert. Das Ende hat mich auf eine beklemmende Art und Weise beeindruckt. Ein Buch, das auf jeden Fall einen gewissen Nachhall hat und zum Nachdenken anregt aber gleichzeitig auch sehr gut unterhält. Für mich ein Beweis, dass das eine das andere nicht ausschließen muss.
Ich weiß gar nicht so recht was ich zu diesem Buch sagen soll. Er ist wieder da von Timur Vermes habe ich schon gehört und so habe ich mich auch hier wieder für das Medium Hörbuch entschieden. Ich muss dazu sagen, es war die gekürzte Version und der Sprecher, der zu meinen Lieblichen gehört hat ganz tolle Arbeit geleistet. Ich würde deswegen hier auch eher das Hörbuch empfehlen, da ich glaube manches kommt durch das Hören besser raus. Nun zur Geschichte, ich wusste, dass es um Flüchtlinge bzw. die Politik dazu gehen wird. Aber mit so einer Geschichte habe ich dann doch nicht gerechnet. Am Anfang schmunzelt man noch, da es durchaus humorvolle Szenen gibt, besonders in Bezug auf die Moderatorin. Aber das änderte sich bei mir bald. Nach ein paar Stunden hing ich nur so an der Stimme und war gespannt was als nächstes passiert. Und dann kam das Ende, keine Angst ich werde nichts verraten. Nur so viel, es hängt mir immer noch nach Ich glaube gerade durch den Ausgang, wirkt die ganze Geschichte nochmal anders und geht auch tiefer, auch wenn es weh tut.
Deutschland zu heutigen Zeiten, Frau Merkel ist abgewählt, hat aber einen solchen Eindruck hinterlassen, dass es nicht mehr der Bundeskanzler, sondern der Merkel heißt, egal, wie der Name nun wirklich lautet. Im Fernsehen hat sich eine Show als Renner etabliert, in der Nadeche Hackenbusch in Flüchtlingsunterkünften mit Hilfe von Sponsoren das Elend lindert. Sie ist der Engel im Elend. Um die Quoten zu steigern wir dein Special in einem von Afrikas größten Flüchtlingscamps geplant, die sich gebildet haben, als Europa die Grenzen immer weiter dicht gemacht hat. Und doch hat keiner der Produzenten damit gerechnet, dass sie die Kontrolle über das Unternehmen verlieren könnten. Nadeche merkt, dass sie gerne bleiben möchte um weiter zu helfen und Lionel, der einst Namenlose Flüchtling, der es in einem Casting zu ihrem persönlichen Assistenten gebracht hat, nutzt die Gelegenheit um doch noch nach Europa zu kommen. Und so bricht ein Flüchtlingszug von 150.000 Flüchtlingen zu Fuß nach Europa auf. In der deutschen Regierung ist man erst einmal nur wenig beunruhigt, bis klar wird, dass das Unternehmen wohl nicht an der Logistik oder den zu durchquerenden Ländern scheitern wird. Daraufhin bricht in Deutschland Hektik aus und es wird alles getan um das Unternehmen scheitern zu lassen. Ich fand das Thema an sich interessant. Was passiert, wenn sich Flüchtlinge selbst organisieren und nicht einzeln versuchen nach Europa zu kommen. Das Szenario, das Timur Vermes skizziert ist in sich schlüssig und kann überzeugen. Man fragt sich dann schon, warum in Afrika tatsächlich noch niemand auf Lionels geniale Idee gekommen ist. Das Personal des Buches ist teilweise nur schwer ertragbar. Nadeche Hackenbusch ist einfach unsagbar dumm. Der Aufenthalt in Afrika verändert sie sicherlich, aber trotzdem ist ihr ganzes Verhalten einfach unglaublich naiv und ferngesteuert. Und wenn man ihr Englisch mit dem von Lothar Matthäus vergleicht, spricht Lothar reinstes Oxford Englisch 🙂 Aber auch ihre Begleitung, die Autorin Astrid von Roell, ist auf Dauer nur schwer erträglich. Besonders als klar wird, dass ihr Chef von ihr erwartet tatsächlich jeden Tag ihrer journalistischen Tätigkeit nachzugehen. Auch der Sender in Deutschland ist eigentlich nur von Ich-bezogenen Menschen besetzt, denen die Quote über alles geht. Lustigerweise ist der einzige Lichtblick unter den Protagonisten der Innenminister der CSU Leubl. Als altgedienter Politiker erkennt er schnell die Zeichen und steht dann auch hinter unbequemen Entscheidungen. Sein Staatssekretär bemüht sich da sichtlich nicht nachzustehen, kann aber die Erwartungen nicht wirklich erfüllen. Trotzdem bleibt auch er al seine der positiveren Figuren in Erinnerung. Lionel hingegen ist noch der Vernünftigste unter den Protagonisten. Oder vielleicht auch der pragmatischste. Eigentlich organisiert er sich und später seinen Zug von Tag zu Tag. Leider erliegt auch er dem Irrglauben zu meinen, dass er genau weiß was die Gegenseite tun wird. An sich hat mir das Buch gut gefallen. Zwischenzeitlich fiel es mir auf Grund der Dummheit doch nicht weniger Protagonisten schwer, weiter zu lesen. Glücklicherweise gab es immer wieder Abschnitte wo man das Gefühl hatte nicht von grassierender Blödheit gefressen zu werden. Ab der Mitte etwa entspann sich dann auch ein Sog einfach weiter zu lesen um herauszufinden, wie es denn nun enden wird. Denn mir ist tatsächlich kein Szenario eingefallen, dass zu einem Happy End oder auch nur einer halbwegs sinnvollen Lösung hätte führen können. Und so klappt man das Buch am Ende auch mit dem Gefühl zu, dass es wirklich keine vernünftige Lösung des Themas geben kann, bei dem am Ende alle glücklich sind. Ich tue mir etwas schwer das Buch in ein Genre einzusortieren. Als Gesellschaftssatire wird es beworben, allerdings ist mir das Lachen eher in Halse stecken geblieben. Die Darstellung der Medien mag sehr überspitzt dargestellt sein, aber ich habe die Befürchtung, dass da mehr Wahrheit dahintersteckt, als man sich wünschen mag. Und auch das politische Geschehen entspricht wohl eher der Realität. Insgesamt hat mich das Buch nachdenklich zurück gelassen. Was würden wir tun, wenn das, was hier beschrieben wird tatsächlich wahr würde? Würden wir andere Lösungen finden? Von mir daher durchaus eine Leseempfehlung, auch wenn mich das Ganze nicht total begeistert hat.
Den Anfang fand ich wirklich schwierig und etwas lahm. Ich musste das Buch ein paar Tage beiseite legen und wieder Lust auf die Art von Geschichte bekommen. Aber Gott sei Dank habe ich mich wieder heran gewagt. So bald man die ersten Kapitel geschafft hat, wird die Story wirklich richtig gut. Wie auch in "Er ist wieder da", schreibt Timur Vermes schonungslos, humorvoll, sarkastisch und schwarz eine fiktive Geschichte, die aber auch ebenso gut auch wahr werden könnte. Dieses Mal beschäftigt er sich mit dem Thema Flüchtlinge und das keineswegs langweilig. "Die Hungrigen und die Satten" ist richtig unterhaltsam und einzigartig. Timur Vermes schreibt komplett neu und überhaupt nicht klischeehaft. So macht lesen einfach Spaß. Vor allem die überraschenden Wendungen sorgen dafür, dass man einfach weiter lesen muss. Ich will nicht viel zum Inhalt des Buches schreiben, weil ich will, dass alle so überrascht und mitgerissen werden wie ich ;). Einen Stern ziehe ich ab, weil der Stil von Timur Vermes manchmal dafür sorgt, dass die Geschichte an einigen Stellen etwas langatmig wird.