Ich konnte es nicht aus der Hand legen
Für mich war Diabolus wirklich ein absoluter Genuss. Ich mochte auch Meteor sehr, weil wir dort einen Dan Brown erleben, der praktisch noch in den Kinderschuhen steckte, bevor er zu einem der ganz Großen des Thriller-Genres wurde. Tatsächlich ist Dan Brown sogar mein Lieblingsautor im Thrillerbereich, und Verschwörungen sind meiner Meinung nach sein absolutes Markenzeichen – etwas, das er so gut beherrscht wie kaum ein anderer. Dieses Buch lag tatsächlich jahrelang auf meinem SuB, und ich bin froh, es endlich gelesen zu haben. Fast ärgere ich mich ein wenig darüber, ihm nicht schon früher Beachtung geschenkt zu haben. Ich musste mitfiebern, hatte Gänsehaut und teilweise sogar einen regelrechten Adrenalinschub. Die kurzen Kapitel treiben die Handlung enorm voran: eine Szene hier, eine Szene da, ständig Spannung, ständig Bewegung. Auch wenn es in diesem Buch gar nicht um eine klassische Verschwörung per se geht, sondern eher um einen Racheakt und einen genialen Coup, trägt es dennoch ganz klar die typische Dan-Brown-Handschrift. Für mich war dieses Buch der letzte Vorbote der großen Robert-Langdon-Reihe, von der mir inzwischen nur noch ein Band fehlt. Und im Gegensatz zu seinem letzten Werk, das mich beinahe enttäuscht hatte, war dieses hier eine unerwartet positive Überraschung. Auftragsmorde, Rätsel, die gelöst werden müssen, und Protagonisten, die nach und nach ihr wahres Gesicht hinter einer scheinheiligen Fassade enthüllen – einfach wunderbar. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der den jungen Dan Brown kennenlernen möchte und verstehen will, welches Talent schon damals in ihm steckte und wie groß er damit noch werden konnte. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Abenden gelesen. Trotz seiner knapp 500 Seiten ist es ein Werk, das man kaum aus der Hand legen möchte – und jede einzelne Empfehlung wert ist.




































