
Japanischer Spannungsroman
Der französische Komissar Passan nimmt Jagd auf einen grausamen Serienkiller, der es auf Schwangere und deren ungeborene Kinder abgesehen hat. Währenddessen er sich sicher ist, genau zu wissen, wen er jagen muss, verliert er sich in Rachelust und Fanatismus und scheut auch nicht vor illegalen Praktiken zurück. Von seinem beruflichen Auftrag vollkommen eingenommen, verliert er zunehmend den Blick für seine privaten Probleme - er und seine japanische Ehefrau haben massive Eheprobleme. Die beiden haben sich bereits seit Jahren nicht mehr zu viel zu sagen, einzig die beiden gemeinsamen Söhne stellen die letzte Verbindung dar. Als plötzlich Passans direktes Umfeld und seine Familie von nächtlichen Angriffen und Bedrohungen betroffen sind, klingeln bei ihm alle Alarmglocken und seine Wut und Entschlossenheit den Killer zu fassen, wächst ins Unermessliche. Doch steckt wirklich der "Geburtshelfer" dahinter oder kommt die Bedrohung von einer ganz anderen, viel tief liegenderen Seite seiner Vergangenheit? Es war ein netter Spannungsroman mit einigen Sidefacts zur japanischen Kultur. Am Anfang muss man sich leider etwas durchbeißen, aber im letzten Drittel kommt einiges an Schwung rein. Die Charaktere werden sehr detailliert dargestellt, an vielen Stellen notwendig, manchmal leider auch etwas langatmig. Die beiden Geschichten verflechten sich im Laufe des Buches zu einem stimmigen Finale. Kann man machen, muss man aber nicht!






