Dieser "Thriller" konnte nicht einmal die Erwartungen erfüllen. Die Geschichte war interessant, wurde aber leider völlig langweilig erzählt. An keiner Stelle habe ich mitgefieber. Hier wurde eher die aufwändige und nervtötende Ermittlungsarbeit beschrieben. Wer eine ruhige Geschichte sucht, der sollte sich dieses Buch einmal anschauen. Wer allerdings einen spannenden Thriller sucht, der sollte um dieses Buch einen großen Bogen machen.

Und plötzlich sieht man alles mit anderen Augen.
Auch hier wieder, nicht nur ein Krimi sondern auch extrem viel geschichtlicher Background. Keine leichte Kost und auch ich bin dank „Weis“ nun geprägt, was die Gebrüder Grimm angeht. Wieder ein gelugenes Buch, bis zum Schluss war ich auf der falschen Fährte. Diesmal fand ich auch besonders interessant, dass die Morde teilweise eigene Kapitel erhalten haben. So hat man auch einen Bezug zu den Leichen erhalten, was ich sehr interessant empfand. Jan Fabel ist mir so ein sympathischer Protagonist, ich bin gespannt, was man noch über ihn erfährt in den weiteren Büchern.
Sehr spannend geschrieben. Die Abgründe, die Craig Russell öffnet sind wirklich sehr tief und sehr dunkel… Grimms Märchen sind seit der Geschichte nicht mehr dasselbe wie vorher. Sie haben für mich ihre Unschuld verloren.
Wir befinden uns in Hamburg. Ein Paar mit einer geheimen Affäre wird ermordet auf einem verlassenen Wanderparkplatz aufgefunden. Die Art und Weise, wie die Opfer drapiert wurden, erinnert Hauptkommissar Jan Fabel an einen anderen Mord. Das verwirrende daran, sie erinnern alle an bekannte Hausmärchen. Etwa zeitgleich wurde ein Buch veröffentlicht, in dem der Autor die Erschaffung von Grimms Märchen neu definiert. Ihm zufolge war einer der Gebrüder Grimm ein Serienmörder, der durch seine Untaten die Märchen erst erschuf und zeitgleich seine perverse Lust befriedigte. Nun liegt es an Fabel, die richtigen Schlüsse zu ziehen und den gerissenen Mörder zu überführen. Doch dieses Vorhaben gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn er scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. ----- Klappentext Mysteriöse Verbrechen beunruhigen die Hamburger Bevölkerung, und nur eines scheint die Opfer miteinander zu verbinden: Bei allen finden sich Hinweise darauf, dass der Täter sich gezielt an den Märchen der Gebrüder Grimm orientiert. Hauptkommissar Jan Fabel versucht verzweifelt, hinter das Motiv des Täters zu kommen. Zeitgleich sorgt ein Buch für Furore, in dem der Autor die Behauptung aufstellt, einer der Gebrüder Grimm sei ein Serienmörder gewesen, der nach Motiven der von ihm und seinem Bruder gesammelten Märchen Gewaltverbrechen begangen habe. Konfrontiert mit realen Verbrechen, zugleich aber auch überzeugt von der Kraft der Mythen und Märchen, müssen Jan Fabel und sein Team nach allen Regeln der Kriminalistik vorgehen, um dem raffinierten Täter das Handwerk zu legen. ----- Fazit In diesem verhaltenen Krimi ermitteln Hauptkommissar Jan Fabel und sein Team in ihrem zweiten Fall. Das Buch kann jedoch unabhängig vom ersten Teil "Blutadler" gelesen werden. Immer wieder erscheint die Vergangenheit, als Fabel in dem Buch liest und wir hautnah in der Erfahrungen der Gebrüder Grimm eintauchen. Mich konnte es jedoch nicht richtig fesseln, was meine lange Lesezeit von über drei Monaten erklärt. Die Geschichte nahm nie richtig Fahrt auf und dümpelte eher langsam vor sich hin. Genauso enttäuschend empfand ich schließlich auch das Ende. Daher vergebe ich hier nur 3 von 5 Sternen.



