„Ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem keiner sicher ist“
„Wenn die Mäuse Katzen jagen von James Patterson ist ein besonders intensiver Alex-Cross-Thriller. Cross hat es gleich mit zwei hochintelligenten, brutalen Gegenspielern zu tun, die ihn persönlich ins Visier nehmen und ihm immer wieder zeigen, wie verletzlich er und seine Familie sind. Die Perspektivwechsel zwischen Ermittler und Tätern, das hohe Tempo und die psychologischen Spielchen sorgen dafür, dass man kaum Luft holen kann. Hart, spannend und voller Wendungen – ideal, wenn man Thriller mag, die bis zur letzten Seite nervös machen.“
Band vier ist wie Band 3. Sprunghaft, hektisch, übertrieben und konstruiert. Wieder zwei Serienmörder, wieder ist Cross der Held sogar bis nach Europa. Das passt nicht zu einem Detektiv aus Washington.
Viele, viele grausame Morde, aber wenig Spannung. In diesem Buch wird übermäßig viel Privates in den Vordergrund gerückt, das auch noch ständig wiederholt wird.
Aufjedenfall sehr unterhaltsam und zum Schluss hin auch packend. Nach einer langen Soneji Einleitung habe ich die erste Wendung nicht kommen gesehen, lasse aber auch immer alles wirken ohne viel zu hinterfragen, im weiteren Verlauf kamen Neuigkeiten/Wendungen die nicht mehr allzu sehr überraschten. Einige Zusammenhänge, Krimi typisch, machen dann total Sinn. Andere wirken fast ein wenig konstruiert.
Das Buch könnte ebenso gut den Titel tragen: „Ein Serienmörder kommt selten allein“. Denn es wüten gleich zwei Bestien in Dr. Alex Cross‘ Revier. Während Soneji sich im Rachefeldzug gegen den Ermittler befindet und dabei wahllos Menschen niedermetzelt, geht Mr. Smith subtiler vor. Er sucht sich seine Opfer genau aus und seziert diese fachgerecht. Es gelingt Alex Cross Soneji zur Strecke zu bringen, doch als dieser aus dem Jenseits zurückschlägt , schwebt er und seine Familie in Lebensgefahr. Um das Rätsel zu lösen, wird der junge erfolgreiche FBI Agent Thomas Pierce, der den Fall Mr. Smith bearbeitet, hinzugezogen. Dabei kommt es zu einer überraschenden Entdeckung und einer unvorhersehbaren Wendung in dem Fall.
Ich muss zugeben so richtig warm geworden bin ich mit dem Ermittler Dr. Alex Cross nicht. Er war mir einfach zu glatt. Liebevoller Familienvater, attraktiv, Supercop, toller Tänzer und Traumliebhaber, war für meinen Geschmack einfach etwas zu dick aufgetragen. Mir fehlten Reibungspunkte, etwas das ihn charakterlich etwas aufgewertet hätte. Süß fand ich die Liebesgeschichte die eingeflochten wurde, die hat alles ein bißchen aufgewertet. Am Anfang erschien mir auch die Konstellation von zwei Wahnsinnigen und zwei brillianten Schnüfflern zu viel für etwas mehr als 400 Seiten, aber am Ende hat James Patterson das ganze ziemlich gut gelöst. Was mich noch richtig angenervt hat in dem Buch war die Schleichwerbung: für Bücher, für Filme, für Parfüm. Ein Buch mit Werbeunterbrechung.
Mein Lieblingsautor wird Herr Patterson jetzt nicht unbedingt, aber es lohnt sich als Krimifan schon mal seine Nase in eines seiner Romane zu stecken.