Manchmal sind es nicht die lautesten Geheimnisse, die entdeckt werden wollen, sondern die leisen – bewacht von einem Kater, der mehr sieht, als wir je ahnen.
„Mortimers Geheimnis“ hat mich auf eine ganz leise, besondere Art berührt. Es ist ein liebevoll erzählter Kinderdetektivkrimi über Bücher, ein bisschen Magie, Freundschaft – und einen Kater, den man einfach ins Herz schließen muss. Inhaltlich begleiten wir Evan und Bea, die einem rätselhaften Geheimnis auf die Spur kommen. Dabei spielt auch Mortimer, der Bibliothekskater mit seinen 6 Zehen an jeder Pfote, eine ganz eigene und wichtige Rolle. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der drei erzählt, was anfangs kurz ungewohnt ist – aber genau das macht später ihren Reiz aus. Nach ein paar Seiten war ich komplett drin und habe mich richtig treiben lassen. Die Seiten sind nur so verflogen, weil der Schreibstil so angenehm flüssig und gleichzeitig spannend ist. Ganz besonders hängen geblieben ist bei mir Mortimer. Dieser stille, etwas geheimnisvolle Wächter der kleinen Bibliothek hat dem Buch für mich eine ganz warme, fast magische Atmosphäre gegeben. So eine Figur bleibt einfach im Kopf – und ein bisschen auch im Herzen.






