„Der Elefantentempel“ von Katja Brandis ~ 3/5 ⭐️
Ich hatte mir dieses Buch extra für den Mai aufbewahrt, da es sich mit seinem tropischen und asiatischen Setting super für den Übergang zwischen Frühling und Sommer eignet ✨🌴 Leider war es dann insgesamt doch nicht ganz so mein Fall… 🫠 Hier verfolgen wir Ricarda, die gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sophia in den Sommerferien nach Thailand fliegt, um die Zeit im „Elephant Refuge“ zu verbringen - einem Resort für Elefanten, die in ihrer Vergangenheit schlecht behandelt oder für unmenschliche Zwecke missbraucht wurden. Dort arbeiten die beiden zwei Wochen lang hart mit, bekommen ihre eigenen Elefanten zugeteilt und trainieren mit ihnen gemeinsam 🐘 Doch was ebenfalls interessant ist, sind die festen Mitarbeiter, wo der geheimnisvolle Elefantenführer Nuan heraussticht und zu dem Ricarda allmählich Vertrauen aufbaut… Gleichzeitig begibt sich eine schier unnahbare Elefantenkuh jede Nacht zu einem alten Tempel - und Ricarda hat das Ziel, die Intention hinter ihren nächtlichen Ausflügen herauszufinden ✨ Trotz das es sich hier nur um 290 Seiten handelte, hat es sich teilweise schon enorm gezogen und war dadurch etwas langweilig. Insbesondere die erste Hälfte war davon betroffen, da dort noch nichts passiert ist, was mit der angeteaserten Plottwist, der im Klappentext beschrieben wurde, zu tun hatte. Es war allerdings relativ einfach, sich in Ricarda hineinzuversetzen (trotz der er/sie-Perspektive), was ich sehr schön fand. Im Allgemeinen habe ich es in diesem Buch auch total geliebt, dass man auf jeder Seite gemerkt hat, wie viel Recherche dahintergesteckt hat. Man lernt so viel über Thailand, seine Kultur, den Buddhismus und natürlich die ganzen Elefanten! ❤️ So erfährt man mit der Protagonistin Ricarda viel Neues. Das hat mir auch schon in „Gepardensommer“ von der Autorin sehr gut gefallen! Der Aufbau war dem von diesem Roman tatsächlich auch relativ ähnlich, hier hätte man meiner Meinung nach wirklich etwas mehr Kreativität reinbringen können. Ich fand ein paar Dinge auch sehr unbegründet, wie zum Beispiel den Streit zwischen Sophia und Ricarda. Den hätte man entweder aus der Geschichte rauslassen oder mehr begründen können. Hätte man dem Ganzen etwas Vorlauf gegeben, wäre es vielleicht auch mehr nachvollziehbar gewesen! ❤️ Insgesamt war es ein solider Coming of Age-Roman über Tierliebe, Naturverbundenheit und die thailändische Kultur 🌴🐘

