
Kiss the Enemy“ – Ein starker Abschluss der Royal-Teen-Trilogie
Mit „Kiss the Enemy“ bringt die Royal Teen-Reihe ihre dramatische und gesellschaftlich relevante Geschichte zu einem kraftvollen Abschluss. Im Mittelpunkt steht diesmal Tess, eine charismatische Beauty-Influencerin mit migrantischen Wurzeln, die sich plötzlich im Zentrum einer landesweiten Debatte wiederfindet. Ein rassistischer Vorfall, bei dem Tess öffentlich angegriffen wird und sich mit einem Faustschlag zur Wehr setzt, wird gefilmt. Der Clip geht unter dem Hashtag #schlagtzurück viral – und aus dem Schockmoment wird eine Bewegung. Tess erkennt die Macht der Öffentlichkeit und nutzt ihre Plattform, um strukturellen Rassismus in Norwegen anzuprangern. Die Stärke dieses letzten Teils liegt in der klugen Verbindung persönlicher Schicksale mit politischen und sozialen Themen. Während sich der bekannte Glanz der royalen Skandalwelt durch die Geschichte zieht, wirkt Tess’ Kampf authentisch, roh und inspirierend. Die Autor*innen schaffen es, das Thema Rassismus differenziert zu behandeln, ohne an Tempo oder Spannung zu verlieren. Auch bekannte Figuren aus den vorherigen Bänden – insbesondere das royale Geschwisterpaar – tauchen wieder auf und runden die Geschichte ab. So entsteht ein würdiger, emotionaler Abschluss, der zugleich unterhält und zum Nachdenken anregt. Fazit: Kiss the Enemy ist mehr als nur ein Abschlussband – es ist ein Statement. Ein modernes Märchen, das zeigt, wie viel Mut es braucht, sich gegen Ungerechtigkeit zu stellen. Besonders lesenswert für junge Leser*innen, die sich für gesellschaftliche Themen interessieren – und für alle, die ein Herz für skandinavische Dramen mit Tiefgang haben.?
