Rating:3★
2023 gelesen, als ich es auf Bookcrossing registrieren wollte, fiel mir auf dass hier keine Rezension hochgeladen wurde: Woodwalkers fremde Wildnis hat mich noch am besten überzeugt und bleibt deswegen (länger) hier im Regal. Gelesen habe ich insgesamt 4 Bände (der Reihe nach), okay parallel noch als Hörbuch gehört, was teilweise ein 'besserer Effekt war' und Seawalkers 1. Also das negative zuerst: der Austausch in Costa Rica fängt recht spät an und hört leider wieder etwas früher auf, darum nimmt es nicht soviel Platz ein wie erhofft. Und das ist auch das Buch indem aus Gründen die Bremsen versagen und sie dann doch irgendwie gerettet werden. (das war wohl schon etwas krass für ein Jugendbuch, aber es gibt einige Szenen in der Reihe die mir zu krass vorkamen). Langsam kommt mir Caragh sehr wie ein Gary sue vor, einfach zu perfekt dem nie was (halbwegs ernsthaftes) passiert, oder zumindest überlebt er alles unmögliche und die paar ernsthaften Kratzer/Verletzungen halten ihn 'zufällig' auch nicht vom kämpfen ab. Aber sonst ist in dem Buch viel lustiges und viel wichtiges. Zb was Brandon angeht und auch Carags Vater, beide springen über ihren Schatten und werden irgendwie zu Helden. Ah und die Zeichnungen werden noch besser, hier ist Brandon als Bison dabei, ich will ihn kuscheln 🤗. In Costa Rica lernen wir noch neue Wandler kennen und ich bin ein Fan vom Spinnenpaar Juanita und Ignacio. Was mir eben auch noch aufgefallen ist: Frankie bezeichnet einige Mädchen als schön, das war wohl wieder typisch sexistisch. und eine Situation als peinlich… ABER Frankie wird dann mit einem Knaben zusammen kommen… Das hat mich 'überrascht'. Es kam auch voll aus dem Nichts. ich habe gesehen, dass Woodwalkers von jüngeren auch mal als Vorzeigebuch genannt wurde iin Richtung LGBTQ... für mich war es das leider überhaupt gar nicht. Und diie Art, wie die weniigen doch queeren Szenen beschrieben sind, waren eher abschreckend als positiv. Ich glaube auch, dass alle sehr (negativ) überrascht taten, als Frankie dann mit einem Knaben zusammenkam. Es war also 'nicht okay' präsentiiert, schwul oder bi zu sein. In Seawalkers 1 kommt dann der Onkel Jonny vor, der aber eine (eventuell erzwungende) Transition machte. Auch das wurde 'schlecht' thematisiert. Onkel Jonny ist nämlich ein Barsch, und die werden von Natur aus von Weibchen zu Männchen. Es wird aber nicht beschrieben, als was er sich wirklich identifiziert, und (was teils im Kontext logisch ist) wird auch sein Deadname/altes Geschlecht verwendet. Es ist also überhaupt nicht vergleichbar mit dem 'echten Trans-sein' und gab stellen, diie im 'echten Leben' als trans-feindlich gelten würden... Fazit: weil es eben doch viel zu heteronormativ ist 🤔
Woodwalkers (4). Fremde Wildnisby Katja BrandisArena