Schon beim Lesen des Klappentextes von “Nachtschattenmädchen” ahnte ich, dass mich diese Geschichte begeistern wird. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch, ich erwartete nicht nur einen Thriller, der unter die Haut geht, sondern auch jede Menge spannende Momente und Unvorhersehbarkeit. Und eines steht fest: ich wurde definitiv nicht enttäuscht!
Protagonistin Karla kann manche Geheimnisse lüften, während sie ihre Nachforschungen anstellt. Zudem wird nicht nur aus Karlas Sichtweise erzählt, sondern auch aus der Perspektive von anderen.
Karla hat mir sehr gefallen, denn sie bleibt am Ball und lässt nicht locker, wenn sie etwas gepackt hat, außerdem setzt sie sich für andere ein und ist sympathisch.
Ich konnte mich von Anfang an in die Geschichte, sowie in die Handlungen der Personen einleben. Das Buch ist unglaublich fesselnd, man will es eigentlich kaum aus der Hand legen durch die abwechslungsreiche Handlung, wo immer neues zu entdecken ist und neue Richtungen eingeschlagen werden. Die unterschiedlichen Sprachen (Spanisch, Englisch und eben Deutsch) tragen zu einer guten Abwechslung bei.
Am Ende des Buches werden nicht alle Rätsel aufgelöst, einiges bleibt unbeantwortet. Dies lässt Raum für die Vorstellung und die Gedanken des Lesers, was mir persönlich sehr gefällt.
3,5 Sterne || ⭐️⭐️⭐️(⭐️)
Nachtschattenmächen war ein Thriller, bei dem man von Anfang bis Ende gemerkt hat, dass die Autorin die ganze Geschichte sehr gut durchdacht hat!
Die Protagonistin Karla ist eine 17-jährige Schülerin und reist alleine ins Ausland, nach Granada/ Spanien, um dort einen Sprachkurs zu belegen und ihr Spanisch aufzubessern. Ihre beste Freundin, die sie hätte begleiten sollen, sagte Karla kurzfristig ab, da sie lieber bei ihrem neuen Freund bleiben wollte. In der Stadt angekommen, lebt sie bei ihrer Gastmutter Rosa. Rosas Neffe Naldo, nimmt Karla mit zu einer Nachtführung durch die Alhambra, wo Karla ein Gespräch zwischen zwei Frauen mitbekommt. Am nächsten Tag steht Karla unter Mordverdacht, denn eine der zwei Frauen ist Tot aufgefunden worden und das Mädchen auf dem Phantombild sieht aus wie Karla selbst. Um dieses Mysterium aufzuklären, macht sich Karla gemeinsam mit Naldo auf die Suche nach der Lösung.
Ist Karla eine Mörderin?
Als ich von dem Buch hörte, war ich von dem Klappentext begeistert und beschloss es mir sofort zu bestellen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, jedoch wurde ich von der Handlung an sich etwas enttäuscht. Ich fand den Thriller an einigen Stellen sehr durchschaubar und manchmal ein wenig träge und langweilig. Ab Seite 198 wurde es dann schließlich Spannend. Ich wünschte es wären mehr spannende Seiten gewesen, als nur 82 von 280 Seiten.
Das Werk spielt aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Karla, jedoch werden ab und zu Passagen eingeschoben, in denen ein allwissender Erzähler die Sicht der Nebenfiguren beschreibt. Diese Passagen werden deutlich markiert, indem die Schrift kursiv abgedruckt wird. Ebenso gibt es Einschübe von Tagebucheinträgen, die jedoch nicht von der Protagonistin stammen können. Erst zum Ende hin wird aufgeklärt, von wem die Tagebucheinträge eigentlich stammen. Der Zusammenhang dieser Einträge ist ziemlich unklar und eigentlich müsste man diese am Ende noch einmal lesen, um den Zusammenhang zu verstehen. Die Tagebucheinträge waren grundsätzlich sehr verwirrend und allgemein die Einschübe nicht sehr gelungen. Sie störten meinen Lesefluss ungemein und ich haderte an manchen stellen mit mir selbst, ob ich weiterlesen sollte.
Mit der Protagonistin Karla wurde ich nicht so richtig warm. Sie befand sich in einer wirklich heiklen Situation. Sie stand unter Mordverdacht in einem fremden Land. Eben durch diese Situation konnte man zwar einige ihrer Taten nachvollziehen, mir persönlich war sie jedoch etwas zu naiv.
Die Gastfamilie, bestehend aus Rosa und Naldo, bei der Karla untergebracht wurde, war eine sehr herzliche, offene und hilfsbereite Familie. Es gefiel mir hier von Anfang an gut, wie die Autorin die spanischen Aspekte dieser Familie getroffen hatte.
Alba kann ich nicht so richtig einschätzen. Sie ist wahrscheinlich durch ihre Lebenslage sehr abgebrüht und kaltherzig, weswegen sie dem Leser eigentlich leidtun sollte, doch ich fand sie schlichtweg sehr unsympathisch.
Fazit
Wie bereits erwähnt war vieles sehr durchschaubar und verwirrend. Die Handlungsidee an sich ist sehr gut, aber man hätte mehr aus ihr machen können. Ich hätte mir mehr Spannung gewünscht ebenso, dass der Thriller nicht so durchschaubar wäre.
Von der Handlungsidee her, ist es ein durchaus empfehlenswertes Buch, doch bei mir überwog nun einmal der Grad der Verwirrung.
Sollte man das Buch lesen, so ist es empfehlenswert sich während des lesen nicht allzu viele Gedanken über die Handlung zu machen, damit man nicht zu schnell auf die Lösung des Problems stößt.