Auch der 2. Teil ist eine nette kleine Geschichte für zwischendurch.
Im Großen und Ganzen hab ich es gern gelesen. Der Schreibstil von Gabriella Engelmann war wie immer angenehm und flüssig - genau richtig für ein Jugendbuch. Durch die Geschichte hatte ich viele Flashbacks in alte Zeiten meiner eigenen Ausbildung und die ersten Stolpersteine mit dem Start ins Berufsleben. Konnte da absolut gut mit Rosalie mitfühlen. Zu René hab ich eher eine ambivalente Meinung. Auf der einen Seite irgendwie anziehend (wenn ich so an mein altes Ich denke), aber mit dem Blick einer Ü30-Frau doch irgendwie zu nervig. Da ich aber nicht in die Zielgruppe gehöre, hab ich darüber leicht hinwegsehen können. Mir gefiel der esoterische Einfluss hier nicht sonderlich. Kann mit Aberglauben wie Flüchen, Geistern und mystischen Firlefanz nicht viel anfangen. Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte Spaß gemacht und mich unterhalten. Eine gute, wenn auch nicht überragende Märchenadaption.
Schlechte Figuren
Eigentlich mag ich die Märchen Adaptionen von Frau Engelmann sehr gern aber Dornröschens Neuauflage ist gar nicht mein Fall. Es liegt nicht am Schreibstil, den mag ich nach wie vor, es liegt sehr doll an den Figuren. René und Rocco sind die männlichen Hauptfiguren und Red Flags auf zwei Beinen. Ganz furchtbare Frauenhelden die mit mal durch die wahre Liebe bekehrt wurden. Die beiden sind über 20 und baggern zwei Teenagerinnen an. Unangebracht. Rosalie und Melina sind junge Mädchen die viel zu viel Wert aufs Aussehen legen und darauf Männern zu gefallen. Gefährlich. Die Geschichte kann ich ingesamt nicht überzeugen. Wäre das mein erstes Buch von der Autorin gewesen hätte ich die anderen Bücher wahrscheinlich nicht gekauft.


