
In "Heaven – Stadt der Feen" findet man einen fast schon poetischen Schreibstil und eine für ein Jugendbuch überraschend düstere Geschichte vor.
🅑🅤🅒🅗🅡🅔🅘🅢🅔-🅑🅤🅒🅗 Erneut ein Buch, dass ich ohne die Buchreisegruppe sicherlich nie gelesen hätte. Das Projekt ist echt toll, wer selbst Interesse daran hat, kann gerne mal bei @marie.bounded.fantasies vorbeischauen, sie hat das Projekt gegründet. Zunächst einmal möchte ich sagen, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt und ich nicht mehr so ganz der Zielgruppe entspreche. Dieses hier hätte meinem jüngeren Ich sicherlich sehr gefallen. Wir begleiten David, der sich hoch über den Dächern Londons bewegt. Hier fühlt er sich am sichersten und hier begegnet er Heaven. Heaven, die ihm eine seltsame Geschichte erzählt: Angeblich wurde ihr von zwei bösen Männern das Herz gestohlen. Was David zunächst zu Recht suspekt erscheint, entwickelt sich schnell zu einer extremen Herausforderung für die beiden und zum Hauptthema des Buches. Dabei beginnt es entsprechend düster, den als Leser ist man hautnah dabei, wie Heaven das Herz herausgeschnitten wird. Der Einstieg hat mich wirklich überrascht. Eine gewisse düstere Grundstimmung bleibt dabei über die Geschichte hinweg bestehen. David und Heaven machen sich auf den Weg, um mehr über ihr gestohlenes Herz und den Umstand, dass sie dennoch weiterlebt, herauszufinden. Das Buch bietet einige grandiose Zitate und einen für mich in einem Jugendbuch ungewohnten, aber schönen Schreibstil. Die Geschichte zu verfolgen ist einfach, gerade die Auflösung am Ende erschien mir dann etwas zu schnell. Der Weg dorthin wird von einigen Nebencharakteren begleitet, der Antagonist wirkt typisch für ein Jugendbuch. Dennoch, ein durchaus interessantes Jugendbuch, dass sich von vielen heutigen Büchern abhebt (es erschien bereits 2009) und das mir insgesamt gut gefallen hat. Stellenweise hatte es etwas von einem dunklen Märchen. Wäre ich jünger gewesen, würde die Wertung sicherlich besser ausfallen.















