Mich haben die Themen schockiert, berührt angeekelt, oftmals fassungslos zurückgelassen und dennoch…
war da immer noch ein bisschen Licht. Das Buch lässt mich zwischen Wahnsinn und unbeschreiblicher Wut zurück. Oley hat mich wirklich überrascht. Die Atmosphäre ist von der ersten Seite an extrem düster, bedrückend und beklemmend – aber genau das macht das Buch so stark. Die Welt ist kalt und hoffnungslos, und trotzdem wollte ich immer weiterlesen, weil die Geschichte einen unglaublich in ihren Bann zieht. Besonders gelungen fand ich die Art, wie die Figuren geschrieben sind. Niemand ist perfekt oder übertrieben heroisch, sondern menschlich, verletzlich und manche auch das personifizierte Böse. Gerade die emotional schweren Momente bleiben lange im Kopf. Manche Szenen waren wirklich hart zu lesen aber dennoch intensiv und ehrlich. Wichtig ist aber: Leser sollten die Triggerwarnungen unbedingt ernst nehmen. Das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven und behandelt einige sehr schwere, düstere Themen. Hier finden wir wirklich „Dark Romance“ wobei der Romanceanteil die Geschichte nicht beherrscht. Im Vordergrund stehen vielmehr die düstere Stimmung, psychologische Abgründe und die rohe Brutalität der Geschichte. Oley ist ein sehr starkes, atmosphärisches Buch für alle, die wirklich düstere Geschichten mögen.


