
Leicht verständliche, empathische und kurzweilige Kritik am Patriarchat.
Ole Liebl sagt: „Ich möchte […] mein widerständiges Wissen darum, was es bedeutet, ein Mann zu sein, ganz praktisch in einem besseren Miteinander zwischen den Geschlechtern münden lassen, in einer verständnisvolleren Sicht auf eine männlich geprägte Welt und in einer schärferen Wahrnehmung für die sexistische Gewalt gegen Frauen, die von Männlich-keiten ausgeht.“ und ich finde das gelingt ihm. Mir hat er an manchen Stellen die Augen geöffnet. Ich finde es besonders interessant, welchen Zusammenhang er zwischen bestimmten Männlichkeitsrollen und patriarchalischer individueller Gewalt/Aggression beschreibt. Es ist schön, dass Themen, die von verschiedenen Akteur*innen auf social media nur kurz und pointiert angerissen werden, hier in mehr Tiefe und Breite betrachtet werden. Ich habe mich gefragt, welche widersprüchlichen Gefühle und Gedanken in Männern wohl stattfinden, die anfangen, ihre Privilegien wahrzunehmen und manchmal zu teilen und manchmal aber auch nicht. Das Buch hilft mir, Hoffnung zu schöpfen, dass es Wege aus dem Patriarchat gibt und dass es Menschen gibt, die diese Wege suchen und ausprobieren.



