10. Juni
Leicht verständliche, empathische und kurzweilige Kritik am Patriarchat.
Rating:5

Leicht verständliche, empathische und kurzweilige Kritik am Patriarchat.

Ole Liebl sagt: „Ich möchte […] mein widerständiges Wissen darum, was es bedeutet, ein Mann zu sein, ganz praktisch in einem besseren Miteinander zwischen den Geschlechtern münden lassen, in einer verständnisvolleren Sicht auf eine männlich geprägte Welt und in einer schärferen Wahrnehmung für die sexistische Gewalt gegen Frauen, die von Männlich-keiten ausgeht.“ und ich finde das gelingt ihm. Mir hat er an manchen Stellen die Augen geöffnet. Ich finde es besonders interessant, welchen Zusammenhang er zwischen bestimmten Männlichkeitsrollen und patriarchalischer individueller Gewalt/Aggression beschreibt. Es ist schön, dass Themen, die von verschiedenen Akteur*innen auf social media nur kurz und pointiert angerissen werden, hier in mehr Tiefe und Breite betrachtet werden. Ich habe mich gefragt, welche widersprüchlichen Gefühle und Gedanken in Männern wohl stattfinden, die anfangen, ihre Privilegien wahrzunehmen und manchmal zu teilen und manchmal aber auch nicht. Das Buch hilft mir, Hoffnung zu schöpfen, dass es Wege aus dem Patriarchat gibt und dass es Menschen gibt, die diese Wege suchen und ausprobieren.

Brutal fragile Typen. Männer und Gefühle
Brutal fragile Typen. Männer und Gefühleby Ole LieblHarperCollins
15. Mai
Rating:3

BEWERTUNG 👎👍 INHALT Wann ist ein Mann ein Mann? Wenn er hart und richtig männlich scheint? Oder wenn er Gefühle zeigt? Dieser Frage geht Ole Liebl in diesem Buch nach. Eigentlich gehts um jede Menge Gefühle - nur eben nicht für das männliche Geschlecht. Oft werden wahre Gefühle tabuisiert, es entsteht eine Mischung aus Härte und Fragilität. EINDRUCK UND FAZIT Viel los in diesem Buch - ich musste es in Etappen lesen und habe mich immer wieder dabei erwischt, genervt zu sein. Ich lese sonst fast ausschließlich weibliche Literatur. Und selten begebe ich mich so sehr in die Gefühlswelt der Männer. Wahrscheinlich war genau das mein Problem: ich konnte mich nicht vollends einlassen. Ich hatte gleichermaßen Verständnis und Unverständnis - vor allem aufgrund des feministischen Blickes. Ich wollte grosses wagen - und bin leider gescheitert. Interessante Sichtweise und Fakten, aber.. ich wünsche mir, dass Gefühle nicht mehr per se einem Geschlecht zu geordnet werden. Ich bringe meinem 3 jährigen Kind gerade bei: Gefühle sind für alle da!

Brutal fragile Typen. Männer und Gefühle
Brutal fragile Typen. Männer und Gefühleby Ole LieblHarperCollins