Loulou ist jung, schön, schüchtern und ein wenig gelangweilt. Sie lernt den deutlich älteren Desmond FitzGerald kennen, in den sie sich verguckt. Sie heiraten, doch Loulou merkt schnell, dass sie nicht für ein konventionelles und konservatives Leben gemacht ist. Sie entdeckt ihren Sinn für Mode, Stil und außergewöhnliche Outfits und alles ändert sich.
Nach einer heißen Affäre mit einem Filmemacher, verlässt sie Desmond und reist alleine durch die Welt: Marokko, New York, Paris. Dort wird sie Teil der Clique um Yves Saint Laurent. Sie wird seine enge Vertrauten, Muse, Ratgeberin und Designerin.
Paris in den 60ern und 70ern, New York, die Zeit von Andy Warhol und der Factory. Und dann die Hitze von Marrakesch, mit all seinen bunten Farben. Der Glamour von Haute Coutoure, Parties und das Klimpern von Armbändern: Das ist der Vibe, dieses Buches und ich mag ihn sehr. Nur zu gern hätte ich mit Loulou und ihren Leuten eine Nacht in einem Pariser Club erlebt.
Die Handlung orientiert sich an wahren Begebenheiten realer Personen und ich glaube, dass Loulou de la Falaise eine spannende Frau gewesen ist. Es war toll ihre Entwicklung zu verfolgen-ich hätte mir manchmal einen tieferen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt gewünscht. Vielleicht sollte ich dafür aber eher zu einer echten Biografie greifen.
Ich habe ich mich beim lesen wunderbar unterhalten gefühlt, mag die Zeit, in der das Buch spielt sehr und habe es genossen in die Stimmung einzutauchen. Daher: Empfehlung! 🩵
Obwohl ich mich nicht unbedingt in der Modewelt auskenne im Bezug auf Designer etc., hat mich dieses Buch doch irgendwie angesprochen und ich bin neugierig gewesen was mich in dieser Welt erwarten würde, zumal der Roman auf wahre Begebenheiten und realen Personen beruht.
Man begleitet vor allem die junge Loulou und mir hat ihr Charakter gut gefallen und auch ihr Leben vor der Modewelt ist interessant gewesen. Danach wurde es für mich persönlich etwas schwierig, weil es so viele Namen kamen, von denen man anscheinend vorausgesetzt hat, dass man diese kennt. Ich habe mir die Mühe gemacht die Namen zu googeln und es ist auch interessant gewesen, jedoch hat das den flüssigen Lesefluss gestört. Außerdem ist die ganze Erzählung ziemlich seicht und oberflächlich und es gibt immer größere Zeitsprünge, was ich als Schade empfunden habe, denn ich hätte tatsächlich gerne mehr über die Gedanken der Loulou de la Falaise herausgefunden. Yves Saint Laurent ist hier in diesem Buch eher eine Nebenrolle gewesen und die Freundschaft ist in dieser Geschichte nicht wirklich bei mir angekommen.
Insgesamt ist ein Buch, was man lesen kann, aber sicherlich nicht muss. Schade.
Michelle Marly nimmt sich in diesem Roman der Biografie von Loulou de La Falaise na, langjährige Mitarbeiterin und Freundin des französischen Modedesigners Yves Saint Laurent.
Loulou, die bei Ihrer Großmutter in London lebt, merkt nach ihrer Hochzeit schnell, dass ihr ein Leben auf dem Lande an der Seite ihres Mannes keine Erfüllung bietet und sie nicht in seinem Schatten leben möchte.
Das Einzige, was ihr Herz höherschlagen lässt, ist ihre Liebe zur Mode. Sie trennt sich von ihrem Mann und zieht nach Marokko, wo sie neben vielen anderen bekannten Prominenten auch den Designer Yves Saint Laurent kennenlernt.
Sie führte ein schillerndes und sehr interessantes Leben, aber mir hat in dieser Geschichte irgendwie Tiefgang gefehlt. Es gab zwar ein paar Schicksalsschläge, aber diese wurden irgendwie nur recht kurz abgehandelt, so dass mich das nicht wirklich berühren konnte. Für Modeliebhaber bestimmt eine spannende Lektüre, für mich eher nicht.
Ein Leben für die Mode
„Ich kenne keinen Menschen, der so besessen von Kleidern und Accessoires ist wie Du.“ „Nun, es macht mir Spaß, meine Garderobe auf meine eigene Weise zu gestalten. Es ist wie ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang.“ (S. 83)
1966: Louise le Bailly de la Falaise ist 18, als sie von ihrer Mutter aus New York nach London geschickt wird, um in die Gesellschaft eingeführt zu werden. Nach vier sehr freien Jahren in der New Yorker Kunst- und Kulturszene „quält“ ihre Großmutter, Lady Rhoda Birly, sie jetzt mit Ballettstunden und Festivals, auf denen Louise ihre selbstgeschriebenen Gedichte vortragen muss und passenden Ehemännern in spe vorgestellt wird. Dabei würde sie ihre Freiheit gern noch ein bisschen genießen und lieber weiter durch Ateliers und über Flohmärkte streifen, um sich zu ihrer auffälligen Garderobe inspirieren zu lassen.
Schnell findet sich der perfekte Ehemann – der letzte Ritter Irlands. Desmond Fitz Gerald, The Knight of Glin, ist 10 Jahre älter als Louise und beeindruckt sie mit seiner Weltgewandtheit, Erfahrung, Abstammung und seinem Freundeskreis, zu dem u.a. Mick Jagger gehört. Ihre Großmutter und Eltern sind begeistert, alles wird arrangiert, ohne nach ihrer Meinung zu fragen. Doch ihr ausgeflippter Stil, der Desmond vor der Ehe gefiel, passt so gar nicht auf sein irisches Schloss und zu seiner Ehefrau. Auch, dass sie einen Schreibmaschinenkurs macht und als Moderedakteurin beim Queen-Magazin arbeitet, gefällt ihm nicht. Die Ehe scheitert. Sie geht nach New York und Paris, taucht noch tiefer in die Modewelt ein und lernt Yves Saint-Laurent kennen …
Michelle Marly verwebt in ihrem neuesten Buch geschickt Realität und Fiktion und bringt mir eine bemerkenswerte Frau näher, die ich bisher nicht kannte. Das Buch liest sich wie das Who-is-Who der 60er und 70er, lässt Modeikonen, Fotografen, Balletttänzer, Maler, Schauspieler und Musiker dieser Zeit wieder lebendig werden.
Louise wurde nach der Scheidung ihrer Eltern hauptsächlich von ihrer Mutter, einem früheren Modell und It-Girl erzogen, die sich für ihre Tochter den sicheren Hafen einer guten Ehe erhoffte. Sie versuchte Louise nach ihrem Vorbild zu formen und mischte sich in wirklich alles ein. Dabei wollte die nichts anderes, als sich durch (ihre) Mode ausdrücken und selbst verwirklichen. Als Loulou de Falaise erfand sie sich neu, brachte endlich ihr wahres Ich zum Vorschein. „Ihre größten Ziele waren zweifellos nicht die Liebe oder gar Versorgung fürs Leben, sondern Selbständigkeit und Erfolg.“ (S. 248) Sie war eine junge Frau zwischen Tradition und Moderne, zwischen Burberry und Flowerpower, zwischen Haute Couture und Flohmarkt. Sie startete als Modell, wurde Mode-Assistentin, (Schmuck-)Designerin und ließ sich von allem inspirieren, was sie umgab.
Anders als man beim Buchtitel vermuten könnte, spielt Yves Saint-Laurent nur eine Nebenrolle, trotzdem bekommt man einen guten Eindruck von ihm und seiner Arbeitsweise. Er ist extrem schüchtern und introvertiert, arbeitet bis zum Umfallen und vergöttert seine Mutter und Coco Chanel, die ihn leider zu einem seiner größten Fehlschläge inspirieren.
Natürlich spielen in einem Buch über diese Zeit und Szene auch Drogen eine große Rolle. Es wurde so ziemlich alles und leider oft viel zu viel konsumiert, ohne einen Gedanken an die Konsequenzen. Loulou schien sich dabei aber sehr zurückgehalten zu haben.
Ein beeindruckendes Buch über das sehr bewegte, bunte Leben einer Frau und Künstlerin, die sich selbst neu erfand und in der Mode verwirklichte.
In dem Buch geht es um die junge Loulou die, nachdem sie es endlich schafft aus dem Schatten ihrer Mutter herauszutreten, ihren eigenen Stil und ihre Liebe zur Mode entdeckt. Dann lernt sie bei einer Teestunde Yves kennen...
Ich finde das Buch total schön und, da ich schon immer mal wissen wollte, wie es in der Modewelt so läuft auch total interessant. Außerdem erfährt man mal wie schwer und lang der Weg bis an die Spitze der Modewelt eigentlich ist. Der Schreibstil hat mir sehr sehr gut gefallen, ich konnte much direkt in das Buch rein träumen und mit Loulou mit fühlen und sie komplett verstehen. Mir haben die Charaktere mega gut gefallen, vor allem Loulou, da sie einfach so super authentisch ist und man sich in ihr widerspiegeln kann. Die Handlung war bis zum Ende spannend und auch unerwartet meist, teils fand ich es vorhersehbar aber das fand ich persönlich nicht so schrecklich.
Ich würde dieses Buch absolut jedem weiterempfehlen der sich sehr für Mode interessiert und Pariser Flair mag:)
Der Roman 'Der Glanz der Zukunft - Loulou de la Falaise und Yves Saint Laurent' von der Autorin Michelle Marly orientiert sich an wahren Begebenheiten wie im Nachwort zu lesen ist. Solche Bücher mag ich sehr gerne. Es ist keine Biographie oder Sachbuch, aber trotzdem nimmt man einiges an interessanten Wissen mit und ich für meinen Teil recherchiere im Nachgang gerne noch etwas im Internet.
Sozusagen eine Win Win Situation...ich bekomme eine schöne/leichte Lektüre zu meiner Unterhaltung und lerne trotzdem was dazu. Gute Sache.
Der bekannte Designer Yves Saint Laurent spielt in diesem Buch eher die zweite Geige, wir lernen vielmehr seine rechte Hand Loulou de la Falaise kennen. Eine sehr interessante, selbstbewusste, talentierte und durchsetzungsfähige junge Frau mit einem auffälligen Kleidungsstil. Viele würden sagen seine Muse, aber das mochte Loulou nicht so gerne hören.
Ein Zitat von ihr : "Für mich sieht eine Muse glamourös aus, ist aber ziemlich passiv. Ich arbeitete zwölf Stunden täglich, manchmal noch mehr. Ich war sicherlich niemals passiv, ich war immer fleißig."
Loulou entwickelte sich von einer etwas flatterhaften jungen Frau zu einer angesehenen Dame und ernstzunehmender Mode- und Schmuckdesignerin.
Auch einige andere bekannte Persönlichkeiten tauchen am Rande in dem Roman auf, zum Beispiel Mike Jagger von den Rolling Stones. Man bekommt einen Einblick davon dass das doch eine recht 'wilde' Zeit war.
Sex, Drugs and Rock'n Roll wurde wirklich recht ordentlich ausgelebt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und Loulou noch besser.