Danny Ryan oder Das Gute im Bösen
Die irische Mafia hat den Krieg verloren im Kampf um die Vorherrschaft, aber Danny noch viel mehr. Seine Frau ist tot und die Italiener wollen ihr Heroin zurück, das hat Danny allerdings im Meer versenkt. Um endlich aussteigen und ein neues Leben mit seinem Sohn anfangen zu können, lässt er sich auf einen letzten Coup ein … ‚City of Dreams‘ schließt recht nahtlos an den ersten Teil ‚City on Fire‘ an, aber in kleinen Szenen wird die bisherige Geschichte noch einmal kurz rekapituliert. Das ist auch gut so, aufgrund der vielen Personen kann man auch weiterhin leicht den Überblick verlieren, wenngleich die Story nicht mehr ganz so verwirrend ist wie im ersten Teil. Hauptsächlich hat man es mit Danny zu tun, der mit seinem Sohn einmal quer durchs Land flüchtet, um schließlich in Kalifornien und - ja, tatsächlich - in der Filmbranche zu landen. Wollte er schon im ersten Band oft der gute, rechtschaffene Mafiosi sein, will er nun endgültig der Kriminalität den Rücken kehren, doch seine Vergangenheit hat andere Pläne - und dann kommt ihm auch noch die Liebe dazwischen. Winslow beschreibt das alles wieder rauh, ungeschönt, mit lakonischer Brutalität - wie auch sonst, in einem Mafia-Roman gehört Gewalt zum täglichen Geschäft. Die Liebesgeschichte zwischen Danny und Diane - zwei komplett gebrochene Charaktere - ist bittersüß, dass sie kein gutes Ende nehmen kann ist eigentlich von Anfang an klar. Ich mag den Schreibstil Winslows - schnörkellos, mit manchmal fast abgehackt wirkenden Sätzen - sehr gern; er passt gerade zu dieser Geschichte perfekt und lässt im Kopf die Bilder der großen Mafia-Filme der 70er und 80er Jahre entstehen. Ich bin schon gespannt auf das Wiedersehen mit Danny im dritten Band und wie sich die Geschichte weiterentwickelt …











